EU-Kommission: Ökologische Vorrangflächen leisten Beitrag zur Biodiversität

By   /  April 1, 2017  /  Comments Off on EU-Kommission: Ökologische Vorrangflächen leisten Beitrag zur Biodiversität

    Print       Email

MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: EU-Kommission: Ökologische Vorrangflächen leisten Beitrag zur Biodiversität

Positiv
bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) die Schlussfolgerungen der
EU-Kommission zur bisherigen Umsetzung der Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) im
Rahmen des 2015 durch die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP)
eingeführten Greening. Ausdrücklich unterstützt der DBV den Vorschlag der
EU-Kommission, den 2013 beschlossenen Mindestanteil Ökologischer Vorrangflächen
im Sinne der Stabilität und Verlässlichkeit der GAP bei fünf Prozent der betrieblichen
Ackerfläche zu belassen und nicht auf 7 Prozent anzuheben.
 
Mit
dem in dieser Woche in Brüssel veröffentlichten Evaluierungsbericht bescheinigt
die EU-Kommission den europäischen und deutschen Landwirten, durch die im
Umweltinteresse genutzten Ackerflächen einen spürbar positiven Beitrag zur
biologischen Vielfalt zu leisten sowie Boden, Wasser und Klima zu schonen. Auch
wenn die Beurteilung der Umweltauswirkungen der Ökologischen Vorrangflächen aus
Sicht des DBV nach nur zwei Jahren noch nicht abschließend sein kann, werden
die Potenziale der ÖVF durch die vorliegende Analyse deutlich aufgezeigt. So
unterliegen rund 70 Prozent der EU-Ackerfläche der ÖVF-Verpflichtung; allein
2015 haben die europäischen Landwirte über 8 Millionen Hektar Ackerfläche im
Umweltinteresse genutzt. Der flächenmäßig größte Anteil kommt dabei aus
Spanien, gefolgt von Deutschland und Polen. Auf EU-Ebene sind die
Größenordnungen im Jahr 2016 weitgehend stabil geblieben.
 
In der
Umsetzung auf Betriebsebene entscheiden sich die Landwirte für die Nutzung
einer breiten Palette von Möglichkeiten. Dennoch wählen die Betriebe laut
Kommissionsbericht EU-weit überwiegend solche Maßnahmen wie stickstoffbindende
Pflanzen, Zwischenfrüchte und Grasuntersaaten und brachliegende Flächen, die
mit produktiven bzw. potenziell produktiven landwirtschaftlichen Nutzflächen
verknüpft sind. Dies bestätigt den Deutschen Bauernverband in seiner Forderung,
das Greening weiterhin möglichst produktionsorientiert umzusetzen, sodass die
Betriebe die Maßnahmen passend zu ihren regionalen und betrieblichen
Verhältnissen auswählen können. EU-weit nehmen jedoch Ökologische
Vorrangflächen wie Landschaftselemente, Pufferstreifen an Gewässern sowie
Randstreifen an Wegen und Waldrändern einen noch geringen Anteil an der
gesamten ÖVF-Fläche ein. Dies ist aus Sicht des DBV die logische Konsequenz der
bislang komplizierten, uneinheitlichen und überbürokratischen Vorgaben. In
diesem Zusammenhang hebt der Deutsche Bauernverband hervor, dass die Fläche der
streifenförmigen Ökologischen Vorrangflächen in Deutschland trotz aller
Schwierigkeiten 2016 um rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen
ist (Link zum Vergleich).
 

    Print       Email

You might also like...

Alles im Griff, alles im Blick: Das polygone Lenkrad im BMW iNEXT.

Read More →