Rukwied: Augenmaß bei Umsetzung des Düngepakets

By   /  April 1, 2017  /  Comments Off on Rukwied: Augenmaß bei Umsetzung des Düngepakets

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Rukwied: Augenmaß bei Umsetzung des Düngepakets

Mit dem heutigen
Beschluss zur Novelle der Düngeverordnung im Bundesrat kommt eine mehrjährige und
schwierige Debatte um das Düngerecht zum Abschluss. „Die Umsetzung des neuen
Düngerechts wird einen weitreichenden strukturellen Anpassungsprozess in der
Landwirtschaft auslösen und vielen Betrieben enorme Veränderungen abfordern“,
betonte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Dies
müsse durch intensive Beratung, praxistaugliche Handhabung und Umsetzung sowie
durch begleitende Förderung etwa für emissionsmindernde Ausbringungstechnik flankiert
werden. Maßstab der Düngung bleibe auch in Zukunft der Nährstoffbedarf der
Kulturen und die gute fachliche Praxis. „Unser Ziel ist weiterhin eine Verbesserung
der Ressourceneffizienz durch eine ertrags- und standortangepasste Düngung“, so
Rukwied. Die Verordnung leiste einen weitreichenden Beitrag für die schwierige
Balance zwischen den Belangen der Lebensmittelerzeugung und des Gewässerschutzes.
 
Die
Länder müssen nun mit dem Instrumentarium der Länderermächtigung verantwortlich
umgehen, forderte der Bauernpräsident. Länder und Wasserwirtschaft seien jetzt
gefordert, im Gewässerschutz an der Kooperation mit der Landwirtschaft
festzuhalten. Die Landwirtschaft habe in den mehrjährigen Verhandlungen darauf
geachtet, dass die neuen Regelungen des Düngerechts auch den Maßstäben der
Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit für die Betriebe gerecht werden. Dieser
Anspruch müsse auch für die Umsetzung der neuen Regelungen gelten. Rukwied sieht
mit dem parteiübergreifend gefundenen Kompromiss auch die Forderungen der EU-Kommission
als weitestgehend erfüllt an. Das eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren
habe jetzt keine Grundlage mehr.
 
Zu der gleichzeitig
auf den Weg gebrachten Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen mit
speziellen Anforderungen für JGS- (Jauche-, Gülle- und Silagesickersaft) Anlagen
betonte Rukwied, dass für bestehende Anlagen ein weitgehender Bestandsschutz
erreicht worden sei. Die ursprünglich für alle bestehenden Anlagen geforderte
Sachverständigenprüfung und Nachrüstpflicht für eine Leckage-Erkennung hätte
das Aus für viele Betriebe bedeutet und sei vom Tisch. Auch in Zukunft wird die
Dichtigkeit von JGS-Anlagen von den zuständigen Länderbehörden überwacht, wie
dies auch in der Vergangenheit praktiziert wurde.

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