Neue Bio-Bauern gesucht

By   /  April 8, 2017  /  Comments Off on Neue Bio-Bauern gesucht

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

Headline: Neue Bio-Bauern gesucht

Förderungsmöglichkeiten für ökologische Landwirtschaft in Deutschland

Mit dem Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ fördert der NABU eine umweltverträgliche Landwirtschaft ohne den Einsatz von mineralischen Düngern und Bioziden zu bewirtschaften. Interessierte Landwirte können jetzt noch bewerben!

Schafbeweidung im NABU-Schutzgebiet Piepergrund (Uckermark) – Foto: NABU/Klemens Karkow

In der biologischen Landwirtschaft sieht der NABU eine große Chance für eine umweltverträgliche Landwirtschaft. Im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft ist der Ausstoß von Treibhausgasen zu 62 Prozent gesenkt. Das Bodenleben kann sich durch den Verzicht auf mineralische Dünger und Biozide normal entwickeln und zu einem natürlichen und gegen Umwelteinflüssen stabilen Ökosystem beitragen. Die zunehmende Eutrophierung der Gewässer kann durch den Verzicht auf schnell ins Grundwasser gelangende mineralische Dünger verringert werden, sodass nationale und internationale Vorgaben zum Erhalt der Wasserqualität eingehalten werden können.Zusätzlich kann durch den Verzicht auf Biozide der drastische Artenrückgang der letzten Jahrzehnte, bei typischen Feldpflanzen und -tieren einer artenreichen Kulturlandschaft, verlangsamt werden. Mit der Förderung von mehr biologisch bewirtschafteten Flächen, leistet der NABU gemeinsam mit den Landwirten und den unterstützenden Firmen einen aktiven Beitrag zur Verbesserung unserer Böden, des Zustands der Gewässer und zum Schutz der Artenvielfalt.

Artenreicher Ackerrand – Foto: NABU/Klemens Karkow

An dem Förderpreis des NABU-Projektes „Gemeinsam Boden gut machen“ können Landwirte aus Deutschland teilnehmen, die an einer Umstellung auf Bio-Landwirtschaft interessiert sind, beziehungsweise solche, die Unterstützung benötigen, um ihren Betrieb zu vergrößern und mehr Fläche ökologisch zu bewirtschaften. Die Kriterien für die biologische Landwirtschaft werden über die in Deutschland anerkannten Biolandbauverbände definiert und über von diesen beauftragten Kontrollinstituten regelmäßig überprüft. Die Mitgliedschaft, sowie die Ergebnisse der Kontrollen müssen die prämierten Landwirte dem NABU in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen.

Biologische Nutztierhaltung im Ökodorf Brodowin – Foto: NABU/Iris Barthel

Im Rahmen einer jährlichen wiederkehrenden Bewerbungsphase von März bis Juni können sich Landwirte bewerben. Auf Grundlage der Bewerbungen gibt ein Fachgremium aus Landwirten und Ökologen eine Empfehlung an den ABBI-Beirat. Dieser unabhängige Beirat, bestehend aus Landwirten, Naturschutzexperten, Bio-Anbauverbänden, Alnatura-Kunden und Wirtschaftsexperten, entscheidet über die Preisträger und Fördersummen.

Voraussetzungen für eine Förderung

Der gesamte landwirtschaftliche Betrieb muss neu auf biologische Bewirtschaftung umgestellt werden, eine Teilumstellung ist nicht förderbar. Eine Betriebserweiterung ist nur dann förderbar, wenn ein neuer, zusätzlicher Betriebszweig aufgebaut wird, der erwartungsgemäß mindestens 30 % des Gesamtumsatzes des Betriebes bzw. 30 % Flächenzuwaches der landwirtschaftlichen Fläche des Betriebes ausmacht. Der umstellende Betrieb genügt in jeder Hinsicht den rechtlichen Anforderungen für Bio-Betriebe.
Der Betrieb muss sich einem in Deutschland ansässigen Bio-Anbauverband (Biokreis e.V., Bioland e.V., Biopark e.V., Demeter e.V., Ecoland e.V., Ecovin e.V., Gäa – Vereinigung Ökologischer Landbau e.V., Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V., Verbund Ökohöfe e.V. und Verbund Ökohöfe Nordost e.V.) anschließen.
Mit Erhalt des Förderpreises muss sich der Betrieb verpflichten mindestens fünf Jahre biologisch und als Mitglied eines deutschen Bio-Anbauverband zu wirtschaften. Dies muss durch jährliche Vorlage des Bio-Zertifikates und des Verbandszertifikates bei der Geschäftsstelle des NABU (Charitéstraße 3, 10117 Berlin) belegt werden und kann durch Besichtigungen des Betriebes durch den Beirat oder beauftragte des Beirates, wie z.B. Mitglieder des Fachgremiums, überprüft werden. Bei Nichteinhaltung der Kriterien und der Bindungsfrist, wird eine vollumfängliche oder teilweise Rückzahlung der Förderbeträge gefordert.
Handelt es sich um eine Neuumstellung des Betriebes auf biologische Wirtschaftsweise, muss der Betrieb folgenden Kriterien bezüglich des Umstellungstermins entsprechen:
EU-Bio-Vertrag max. seit 24 Monaten und gleichzeitig
Bio-Verbandsvertrag seit max. 12 Monaten vor Einsendeschluss (Stichtag ist die letzte Unterschrift des Erzeugervertrages (z.B. Bioland, Biokreis, Gäa, Naturland) bzw. Markenzeichennutzungsvertrag (z.B. demeter), es sei denn der Vertragsbeginn ist davon abweichend vertraglich definiert (z.B. im Erzeugervertrag von Bioland))

Die förderungswürdige Betriebsstätte und sämtliche von ihr bewirtschafteten Flächen müssen sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden.
Es können sowohl reine landwirtschaftliche Betriebe als auch solche, die am Hof Verarbeitung und Vermarktung (einschl. Restauration, Urlaub am Bauernhof) betreiben, gefördert werden.
Voraussetzung ist eine gesunde wirtschaftliche Grundlage des umstellenden Betriebes. Insoweit sind vor allem Betriebe, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, von der Förderung ausgeschlossen.
Der Betrieb will die biologische Wirtschaftsweise beibehalten.

Bewerbungsunterlagen

Ausführliche Informationen dazu welche Bewerbungsunterlagen eingereicht werden müssen und Formulare dafür erhalten Sie über nachfolgendes Kontaktformular. Unvollständige oder verspätete Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Über die geforderten Bewerbungsunterlagen hinausgehende Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Betreibsspiegel
Motivationsschreiben für die Umstellung
Umstellungsplan
Auszug der Buchführungsergebnisse
Empfehlung des Umstellungsberaters des dt. Bioanbauverbandes
Unterschiebene Förderbedingungen
Die Bewerbungsunterlagen müssen digital bis zum 30. Juni 2017 vollständig bei ABBI-Bewerbung@NABU.de eingegangen sein (Posteingangsstempel bzw. Verschickungsdatum bei Mails zählen).

Bewerbungsverfahren und Ablauf

Die Bewerbungsunterlagen müssen digital bis zum 30. Juni 2017 vollständig bei ABBI-Bewerbung@NABU.de eingegangen sein (Posteingangsstempel bzw. Verschickungsdatum bei Mails zählen). Unvollständige oder verspätete Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Über die geforderten Bewerbungsunterlagen hinausgehende Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Weitere Informationen dazu welche Unterlagen einzureichen sind, erhalten Sie über nachfolgendes Kontaktformular.

Über die Vergabe einer Förderung entscheidet der Beirat auf Grundlage der Bewertung aller eingegangenen Anträge mit Unterstützung eines Fachgremiums.

Über die Entscheidung zu einer Förderung werden die Bewerber nach eingehender Prüfung des Fachgremiums und Beirates im Dezember 2017 informiert. Wir bitten diese bis dahin um Geduld, da wir eine größere Anzahl Bewerbungen erwarten und diesen gerne die angemessene Aufmerksamkeit schenken möchten. Alle Bewerber werden anschließend schriftlich per E-Mail informiert. Betriebsbesichtigungen durch die Mitglieder des Fachgremiums können in dieser Zeit erforderlich sein.

Das zur Verfügung stehende Förderkontingent ist begrenzt, es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bisherige Förderpreisträger

Anmeldeformular

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