Der neue BMW M4 DTM im Windkanal: Präzisionsarbeit im Aero Lab der BMW Group.

By   /  April 12, 2017  /  Comments Off on Der neue BMW M4 DTM im Windkanal: Präzisionsarbeit im Aero Lab der BMW Group.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Der neue BMW M4 DTM im Windkanal: Präzisionsarbeit im Aero Lab der BMW Group.

München. Bei der Entwicklung des 2017er BMW M4 DTM spielte die
Anpassung der Aerodynamik auf die Anforderungen des neuen
technischen DTM-Reglements eine entscheidende Rolle.
Die Windkanal-Arbeit am BMW M4 DTM hat sich vor der DTM-Saison
2017 stark verändert. Wo den Aerodynamikern früher vergleichsweise
viel Zeit für Detailarbeit zur Verfügung gestanden hatte, war bei
der Entwicklung des neuen Fahrzeugs maximale Effizienz gefragt. Ein
Tag im modernen Aero Lab der BMW Group verlief diesmal ähnlich wie
an der Rennstrecke.

50 mal 15: Das war die Formel, nach der die BMW Motorsport
Aerodynamiker bei der Entwicklung des neuen BMW M4 DTM vor der Saison
2017 arbeiteten. 50 Tage im Windkanal waren erlaubt, maximal 15
Stunden pro Tag. Keine Minute mehr. Um den Aufwand für die Entwicklung
der neuen DTM-Fahrzeuge in Grenzen zu halten, hatte der Deutsche
Motorsport Bund (DMSB) in Zusammenarbeit mit den in der Serie
vertretenen Herstellern die Entwicklungszeit im Windkanal limitiert.
Damit sie diese begrenzte Zeit bestmöglich ausnutzen konnten,
hinterfragten die Luftstrom-Experten auch ihre eigenen Prozesse und
Arbeitsweisen. Und das mit Erfolg.

 

Das Rennen gegen die Uhr.
Maximale Effizienz ist im modernen Motorsport nicht nur am
Rennwochenende gefragt, sondern auch schon in der Entwicklung. Es geht
um jede Minute. Die Planung einer Windkanal-Session wurde für den BMW
M4 DTM komplett auf die neue Situation angepasst und ähnelte der für
einen Testtag auf der Rennstrecke. Erst legten die Ingenieure die
Ausgangskonfiguration fest, dann erfolgte das exakte Timing für die
folgenden Erprobungen. Im Fokus stand vor allem die Struktur des
Fahrzeugmodells, das im Windkanal verwendet wurde. Es war im Vergleich
zur Entwicklung des 2014er BMW M4 DTM modularer aufgebaut, um einzelne
Aero-Details noch schneller verändern zu können. Ein Beispiel: Die
Motorhaube des Fahrzeugmodells bestand bei den Tests aus acht
Einzelkomponenten, die unabhängig voneinander ausgetauscht werden können.

 

Präzision ist Trumpf.
Je nach Komplexität der zu wechselnden Teile konnten die BMW
Aerodynamiker im Mittel drei Fahrzeugkonfigurationen pro Stunde
testen. Das Modell wurde vorbereitet und dann mithilfe eines
sogenannten Hexapods auf den Hundertstelmillimeter in Position
gebracht, um verschiedene Fahrzustände wie schnelle Kurven, enge
Haarnadeln oder Geradeausfahrten zu simulieren. Während der BMW M4 DTM
im 60-Prozent-Maßstab für den nächsten Durchlauf umgebaut wurde,
startete bereits die Datenanalyse. Schließlich durfte keine weitere
Testzeit für eine Konfiguration verschwendet werden, die zuvor nicht
den gewünschten Effekt gebracht hatte.

All diese Arbeitsschritte erfolgten noch rascher aufeinanderfolgend
als früher, aber nicht weniger präzise. Denn eine Rennsport-Weisheit
hat auch weiterhin Gültigkeit: Im Windkanal kommt es auf jeden
Zehntelmillimeter an. Und daraus können dann Zehntelsekunden auf der
Rennstrecke werden.

Im Zeitraffer-Video: Die Windkanalarbeit am neuen BMW M4 DTM.

 
Unser Zeitraffer-Video über die Arbeit mit dem neuen BMW M4 DTM im
Windkanal des Aero Lab der BMW Group finden Sie hier: https://youtu.be/42N1_9RuHsQ

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