Am Muttertag Vögel beobachten

By   /  April 20, 2017  /  Comments Off on Am Muttertag Vögel beobachten

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

Headline: Am Muttertag Vögel beobachten

Bitte vormerken: Bundesweite Stunde der Gartenvögel vom 12. bis 14. Mai

Der Countdown zur nächsten „Stunde der Gartenvögel“ läuft. Zum dreizehnten Mal sind Vogelfreundinnen und Vogelfreunde bundesweit aufgerufen, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder auf dem Balkon zu zählen und die Ergebnisse an NABU oder LBV zu melden.

Wird gerne mal übersehen: Heckenbraunelle in Apfelbaum – Foto: NABU/Kathy Büscher

20. April 2017 – Schon früh im Jahr erreichen den NABU regelmäßig Anfragen, wann denn die nächste Stunde der Gartenvögel stattfindet. Viele Vogelfreundinnen und Vogelfreunde, die einmal teilgenommen haben, wollen auch das nächste Mal dabei sein. Das ist gut so, denn je öfter Leute teilnehmen, desto mehr Arten melden sie. Mit der Zeit stiegt eben die Artenkenntnis, das zeigen die Auswertungen der Aktion deutlich – und die Zahl der „Wiederholungstäter“ nimmt stetig zu.Wann findet also die Aktion statt? Fast immer rund um den Muttertag, das ist leicht zu merken. Muttertag ist am zweiten Mai-Sonntag und die Stunde der Gartenvögel liegt auf dem zweiten vollen Maiwochenende. Dieses Jahr ist es folglich vom 12. bis 14. Mai so weit. Dabei gilt es, Vögel im Siedlungsraum eine Stunde lang zu zählen und die Ergebnisse an NABU oder LBV zu melden. Nicht nur eingefleischte Vogelkundler sind gefragt, sondern auch Hobbybeobachter aller Art. Jeder meldet, was er erkennt, unbekannte Arten werden einfach weggelassen. Alle Beobachtungen werden nach Ihrem Eintrag kontrolliert und fließen in eine Auswertung ein, von der sich Trends und Bestandsentwicklungen für die Vögel im Siedlungsraum ablesen lassen.

Gewinner und Verlierer

Rechtzeitig zur diesjährigen Aktion wird erstmals eine Langzeitauswertung erscheinen, nach einem Jahrzehnt lassen sich nun immer fundiertere Aussagen machen. Dabei wurden die Meldungen auch mit dem „professionellen“ Monitoring häufiger Brutvogelarten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten vergleichen. Tatsächlich stimmen bei beiden Erfassungen die Trends weitgehend überein. Die Stunde der Gartenvögel erbringt also ernst zu nehmende Ergebnisse. Sie hat zudem den Vorteil, dass das Erfassungsnetz sehr dicht ist und die Ergebnisse schnell zur Verfügung stehen.

Die Langzeitauswertung der NABU-Zählung zeigt: „Spatzenhauptstadt“ Deutschlands ist nicht wie so oft behauptet Berlin, sondern Mannheim. Hier kommen die meisten Haussperlinge je Garten oder Park vor. – Foto: NABU/Marco Frank

Mobile, in größeren Gruppen lebende Arten, werden bei der Stunde der Gartenvögel aufgrund der Zählmethodik bevorteilt. Aber es geht auch nicht um die Frage, ob Spatzen häufiger sind als Rotkehlchen, sondern darum, wie sich die einzelnen Arten entwickeln. Und das bildet die Aktion sehr gut ab. Größte Verlierer im Siedlungsbereich sind demnach der Mauersegler mit einer jährlichen Abnahme von sieben Prozent, gefolgt von Mehlschwalbe und Hausrotschwanz, die beide Jahr für Jahr sechs Prozent verloren. Mit Abstand größter Gewinner ist der Feldsperling mit einem jährlichen Plus von 20 Prozent. Ebenfalls im Aufwind sind der Gimpel mit zwölf und der Buntspecht mit zehn Prozent jährlichem Zuwachs.

Onlione, per Post oder per Telefon

Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 13. und 14. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach online unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Teilnahmeschluss ist am 22. Mai. Den Teilnehmern an der Stunde der Gartenvögel winken attraktive Preise, allem voran ein Leica-Fernglas Trinovid 10×42 HD, ein HanseBird-Wochenende in Hamburg für zwei Personen und ein einwöchiger Aufenthalt für zwei Personen auf Norderney zu den Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Außerdem gibt es Bücher, Vogelnistkästen, Insektenhotels und Fledermausquartiere zu gewinnen. Hauptamtliche Mitarbeiter des NABU können an den Verlosungen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wie zählen und melden?

Finden Sie einen geeigneten Beobachtungsort, der einen guten Überblick bietet, ob im Garten oder Park, vom Balkon oder Fenster aus. Um innerhalb der Stunde wiederkehrende Individuen nicht doppelt zu zählen, schreiben Sie bei jeder Art die höchste Anzahl der gleichzeitig gesehenen Vögel auf. Vögel im „Luftraum“ direkt über dem Garten können mitgezählt werden.Wenn Sie mit mehreren Personen an einem Ort zählen sollten – ob in der Familie, einer NABU-Gruppe oder mit einer Schulklasse –, reichen Sie nur ein Beobachtungsergebnis ein und geben dabei die Anzahl der teilnehmenden Personen an. Entscheidend für die Auswertung ist, wie viele Vögel in einem Garten oder Park vorkommen, und nicht, ob diese Vögel von einem oder zehn Beobachtern gesehen wurden.Keine gute Idee ist es, länger als eine Stunde zu zählen, mehrfach an einem Ort zu zählen und daraus mehrere Meldungen zu machen oder die Beobachtungen von mehreren Orten in einer Meldung zusammenzufassen. All das verfälscht die Ergebnisse. Wer Zeit und Lust hat, an mehreren Orten zu zählen, kann aber gerne mehrere Meldungen abgeben. Also: Pro Beobachtungsstelle immer eine Stunde und eine Meldung.

Begleiten lassen kann man sich von Zähl- und Bestimmungshilfen unter www.stunde-der-gartenvoegel.de. Hier finden sich Steckbriefe der häufigsten Arten, ein Vogelstimmenquiz und ein Online-Vogelführer. Für den Austausch der Vogelfreunde untereinander gibt es zudem die Seite www.facebook.com/Vogelfreund. Mehr als 50.000 „Fans“ haben sich hier schon registriert.

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