Unser Anspruch: schnell praktikable Verbesserungen erreichen

By   /  April 25, 2017  /  Comments Off on Unser Anspruch: schnell praktikable Verbesserungen erreichen

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Unser Anspruch: schnell praktikable Verbesserungen erreichen

Der
Deutsche Bauernverband (DBV) will Veränderungen in der Tierhaltung und im
Ackerbau initiieren, die die Bauernfamilien mittragen können. „Wir zeigen
realitätsbezogene Optionen für eine schrittweise Weiterentwicklung auf. Unser
Anspruch ist, möglichst schnell praktikable Verbesserungen bei den offenen
Fragen zu erreichen.“ Damit beschrieb Bauernpräsident Joachim Rukwied den
Grundgedanken des Positionspapiers „Veränderungen gestalten“ des DBV, das
jüngst vom DBV-Verbandsrat verabschiedet wurde. Bereits 2015 hat der
Bauernverband auf dem Bauerntag in Erfurt den Veränderungsprozess angestoßen,
ihn jetzt vertieft und konkretisiert.
 
In
einem Interview mit der Monatszeitschrift dlz (Mai-Ausgabe) hob Rukwied hervor,
dass das Positionspapier auch eine gesellschaftliche Botschaft enthalte. „Wenn
die Gesellschaft Veränderungen will, ist unser erster Schritt zuzuhören, der
zweite zu verstehen und der dritte die Botschaft ‘wir wollen Veränderungen
gestalten‘. Über den letzten Schritt sind wir längst hinaus, wir sind bereits
in der Umsetzung“.
 
Doch
die Vergangenheit habe gelehrt, dass die Landwirtschaft Übergangszeiten für Veränderungen
benötige. „In der Stringenz und in der zeitlichen Abfolge war manche
gesetzliche Regelung überzogen und hat dazu geführt, dass gerade bäuerliche
Familienbetriebe ausgestiegen sind, die strukturpolitisch eigentlich gewollt
sind. Deshalb fordern wir in den Veränderungsprozessen praxisnahe und
praxistaugliche Lösungen“, erklärte der Bauernpräsident. Daran müssten
Wissenschaft, Wirtschaft und die Landwirtschaft mit bäuerlichem Sachverstand
arbeiten. „Wir fordern seit Jahren, die praxisorientierte Forschung auszubauen.
Die Budgets von Bund und Ländern müssen wieder aufgestockt werden“, forderte
Rukwied.
 
Als
praktische Beispiele nannte der Bauernpräsident nicht kurative Eingriffe wie
die Ferkelkastration. Dabei gingen die Verbände sogar den Weg, die Suche nach
neuen Lösungen mit zu erarbeiten. So hätten der Bayerische Bauernverband und
der Landesbauernverband Baden-Württemberg ein Projekt zur partiellen
Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration unterstützt, um wettbewerbsfähige
Lösungen für kleiner strukturierte Sauenhalter zu entwickeln.
 

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