Wanderungsgewinne aus dem Ausland in fast allen Regionen

By   /  April 25, 2017  /  Comments Off on Wanderungsgewinne aus dem Ausland in fast allen Regionen

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MIL OSI – Source: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Demographie Portal –

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Die deutschen Kreise profitieren unterschiedlich stark von der hohen Zuwanderung im Jahr 2015. Neben Großstädten weisen insbesondere Regionen mit zentralen Aufnahmestellen für Flüchtlinge viele Zuzüge auf.

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Im Saldo zogen 2015 mehr als 1,1 Millionen Personen nach Deutschland, so viele wie nie zuvor. Die Entwicklung war wesentlich geprägt durch den starken Zuzug von Asylsuchenden, vor allem aus Syrien. Allerdings profitieren deutsche Regionen unterschiedlich von der Zuwanderung aus dem Ausland.

Die höchsten Wanderungsgewinne weisen normalerweise Großstädte und Ballungsräume auf. Das liegt zum einen an der relativ guten Perspektive auf eine Arbeit oder Ausbildung. Andererseits leben hier häufig schon Familienangehörige, Bekannte und andere Landsleute – ein Umstand, der die soziale Integration der Zuwanderer erleichtert. Vor allem in Süddeutschland haben darüber hinaus viele ländliche Gebiete einen deutlich positiven Außenwanderungssaldo. Endscheidend dazu beigetragen haben dürfte die hohe Nachfrage nach Fachkräften in diesen Regionen. Wenig attraktiv für Zuwanderer sind strukturschwache ländliche Regionen. Sieben ostdeutsche Kreise verloren 2015 im Saldo Einwohner durch Abwanderung ins Ausland.

Wie in den Vorjahren gab es 2015 auch zahlreiche Kreise, deren hoher Wanderungssaldo überwiegend statistischer Natur ist. Bestimmte Zuwanderungsgruppen wie Asylbewerber oder Spätaussiedler werden zunächst in zentralen Aufnahmestellen registriert und anschließend landes- oder bundesweit verteilt. Landkreise und kreisfreie Städte, in denen diese Stellen angesiedelt sind, verzeichnen daher viele Zuzüge aus dem Ausland und später viele Fortzüge in andere deutsche Regionen. An der Spitze stand die Stadt Trier mit einem Außenwanderungssaldo von 269 Zuzügen je 1.000 Einwohner. Im gleichen Jahr zogen im Saldo jedoch statistisch auch 206 von 1.000 Einwohnern in andere Gebiete von Rheinland-Pfalz fort.

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