Tommy Haas, Publikumsliebling und ehemalige Nummer 1 im deutschen Tennis, im Interview.

By   /  April 27, 2017  /  Comments Off on Tommy Haas, Publikumsliebling und ehemalige Nummer 1 im deutschen Tennis, im Interview.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Tommy Haas, Publikumsliebling und ehemalige Nummer 1 im deutschen Tennis, im Interview.

München. In den kommenden Tagen verwandelt sich die bayerische
Landeshauptstadt erneut zur deutschen Tennis-Metropole, wenn mit den
BMW Open by FWU eines der bestbesetzten 250er-ATP-Turniere der Welt
ausgetragen wird. Mit dabei: Tommy Haas. Der Turniersieger von 2013
startet seine Abschiedstour in München.

Tommy, 1998, vor fast 20 Jahren, haben Sie zum ersten Mal bei
den BMW Open aufgeschlagen (Anm: 3:6, 7:6, 4:6 in der ersten Runde
gegen Marc Rosset). Erinnern Sie sich noch an dieses Turnier und an
diese Zeit?
Tommy Haas: „Nicht mehr genau. Ich wusste nicht mehr, dass es gegen
Marc Rosset war. Er war damals auch ein guter Spieler. Die Gedanken
und die Vorbereitung, die Emotionen bei Turnieren auf deutschem Boden
waren gerade in jungen Jahren immer etwas Besonderes.“

Wenn Sie den Tennissport damals und heute vergleichen – welche
Spielergeneration hatte es „besser“? Würden Sie gerne tauschen?
Haas: „Ich denke, generell hat sich natürlich einiges getan – am
Equipment, bei den Bällen, den Saiten, den Schlägern oder auch
teilweise bei den Bodenbelägen. Wenn man überlegt, wie es sich heute
in Wimbledon spielt im Vergleich zu den späten neunziger Jahren – als
ich damals angefangen habe, kann man das gar nicht vergleichen. Das
trifft auch auf die Vorbereitungsphasen zu. Jeder ist mittlerweile
topfit. Jeder, der sich warm macht, um ein paar Bälle zu schlagen, ist
mittlerweile eine Dreiviertelstunde bis eine Stunde im Gym und macht
zum Beispiel spezielle Übungen, um sich nicht zu verletzten. Das hat
sich im Vergleich zu damals alles stark verändert.“

Seit 1998 haben Sie immer wieder am Aumeister gespielt. Was
zeichnet die BMW Open by FWU allgemein aus?
Haas: „Es ist einfach immer wieder ein schönes und familiäres
Turnier. Der Club hat so viel Geschichte. Wenn dort die Sonne scheint,
ist es wirklich etwas ganz Besonderes, dort an den Start gehen zu können.“

Deshalb haben Sie auch entschieden, auf Ihrer Abschiedstournee
in München Station zu machen?
Haas: „Ja, genau. München war immer ein besonderes Pflaster für mich.
Hier ist meine Heimat, hier habe ich 2013 einen tollen Sieg errungen,
der mir noch gut in Erinnerung geblieben ist. Gerade auch, weil es ein
kleines Stadion ist. Denn wenn es da voll ist und gute Stimmung
herrscht, macht es einfach tierisch Spaß, vor dem Publikum, vor den
Fans, Tennis zu spielen.“

Wenn wir Ihre Worte richtig interpretieren, besteht die
Hoffnung, Sie auch nach Ihrer aktiven Karriere wieder einmal in
München zu sehen? Ihr Lebensmittelpunkt ist bekanntlich Los Angeles.
Haas: „Auf alle Fälle, das ist das Ziel. Ich habe inzwischen auch
zwei Kinder und möchte ihnen für ihr Leben ein bisschen von der
deutschen Kultur mitgeben und natürlich auch die Sprache beibringen.
Mit meinen Kindern spreche ich eigentlich nur deutsch, das liegt mir
sehr am Herzen. Und Ziel ist es natürlich, in den kommenden Jahren die
Sommerferien häufig in Bayern oder generell in Europa zu verbringen.“

Sie haben die BMW Open 2013 gewonnen und als Siegerfahrzeug
einen BMW Z4 bekommen. Haben Sie den Roadster noch?
Haas: „Nein, den gibt es leider nicht mehr. Mit der wachsenden
Familie musste sich auch die Größe des Autos anpassen.“

In diesem Jahr gibt es einen BMW i8 zu gewinnen. Ist das ein
besonderer Anreiz, vielleicht noch mal das Beste herauszuholen?
Haas: „Ja, ich glaube, das ist für jeden Spieler immer ein gewisser
Antrieb. Bei einem BMW i8 oder einen BMW 7er als Siegerauto sind
Freude und Motivation extra groß. Vielleicht kommen deshalb sogar mehr
Spieler, denn neben dem Preisgeld und der Trophäe gibt es diesen
tollen Anreiz on top.“

Was müsste in dieser Woche passieren, damit Sie sich glücklich
von den BMW Open verabschieden?
Haas: „Der Titel ist für mich sehr weit weg. Nach den vergangenen
drei Jahren ist es für mich wie ein Sieg, hier noch mal an den Start
gehen zu können. Dass es als Sportler natürlich auch ein Ziel ist,
hier gutes Tennis zu spielen, und auch gewinnen zu wollen, ist klar.
Aber jetzt zu sagen, dass es für mich vielleicht für einen Sieg
reicht, wäre ein bisschen viel. Ich werde in München mein bestes
Tennis abrufen und tue natürlich alles dafür, möglichst weit zu
kommen. Noch einmal diese tolle, familiäre Atmosphäre des Iphitos zu
genießen, noch einmal den Fans das zurückzugeben, was sie mir in den
letzten Jahren gegeben haben, das liegt mir gerade in München
besonders am Herzen.“

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