COPA-COGECA: Stabilität und Vereinfachung in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020

By   /  May 5, 2017  /  Comments Off on COPA-COGECA: Stabilität und Vereinfachung in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: COPA-COGECA: Stabilität und Vereinfachung in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist
auch nach 2020 unentbehrlich zur Stützung landwirtschaftlicher Einkommen und
zur Bewältigung bestehender und neuer Herausforderungen. Die EU-Agrarpolitik
muss aber auch deutlich entbürokratisiert und vereinfacht werden. Dies betont
der europäische Bauern- und Genossenschaftsverband COPA-COGECA in einer Ende
April 2017 beschlossenen Erklärung zur Zukunft der EU-Agrarpolitik nach 2020.
 
COPA-COGECA fordert bei der
Mittelausstattung und der Struktur der EU-Agrarpolitik Stabilität ein. Die Gemeinsame
Agrarpolitik mache nur 1 Prozent der gesamten EU-weiten öffentlichen Ausgaben
aus. Zudem zeige eine Eurobarometer-Umfrage, dass 87 Prozent der EU-Bürger
einen Erhalt oder eine Erhöhung der Ausgaben für die Agrarpolitik befürworten.
Eine Renationalisierung der Agrarpolitik sei keine Lösung, die Gemeinsame
Agrarpolitik müsse gleiche Ausgangsbedingungen für die Landwirte in allen
EU-Mitgliedstaaten sicherstellen. Das Zwei-Säulen-Modell mit einer starken 1.
Säule soll fortgeführt werden. Entkoppelte Direktzahlungen seien auch weiterhin
ein wichtiges und wirkungsvolles Instrument, sowohl zur Stützung der
landwirtschaftlichen Einkommen als auch zur Bewältigung von Preisschwankungen
und weiteren Risiken. Die Nutzung weiterer Instrumente zur Risikoabsicherung auf
freiwilliger Basis, wie etwa Warenterminmärkte, solle erleichtert werden.
 
Die Gemeinsame Agrarpolitik müsse aber
deutlich vereinfacht werden, so COPA-COGECA. Dies gelte insbesondere im
Hinblick auf zu kleinteilige Vorschriften, Kontrollen und Sanktionen, die in
keinem Verhältnis mehr zum Nutzen bestimmter Maßnahmen stehen würden. Vielmehr
müsse ein System der Anleitung und Korrekturen das Ziel sein. Weitere wichtige
Aspekte der nächsten Reform der EU-Agrarpolitik sollten nach Ansicht von
COPA-COGECA die Erleichterung und Unterstützung des Generationswechsels in der
Landwirtschaft sowie die Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelkette sein.
 
COPA-COGECA bekennt sich in der
Erklärung zu einer nachhaltigen Landwirtschaft, die vor allem Ressourcen
effizienter nutzen müsse. Die Förderung von Breitbandausbau, Präzisionslandwirtschaft
und Digitalisierung seien Maßnahmen, die nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der
Landwirtschaft, sondern auch deren Umweltwirkung noch weiter verbessern
könnten.
 

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