Wochenausblick: Macron-Rallye geht mit kurzen Stopps weiter

By   /  May 8, 2017  /  Comments Off on Wochenausblick: Macron-Rallye geht mit kurzen Stopps weiter

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MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

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8. Mai 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Europa atmet auf: Mit der Wahl Macrons zum neuen französischen Präsidenten ist die größte Unsicherheit weg. Zwar stehen mit den Parlamentswahlen in Frankreich sowie den Wahlen in Deutschland und wahrscheinlich auch Italien weitere wichtige Termine an, die Gefahr eines Zerfalls der Eurozone ist aber erst einmal gebannt. “Die positive Stimmung der Vorwoche wird sich heute fortsetzen. Mit Kursen oberhalb der 12.800er-Marke ist zu rechnen”, kommentiert Christian Schmidt von der Helaba. Damit sei auch der Weg zur “magischen” 13.000er-Marke nicht mehr weit.
Der DAX klettert am Montagmorgen in den ersten vier Minuten auf ein neues Allzeithoch von 12.762 Punkten, fällt dann aber auf 12.700 Punkte zurück. Freitag war bei 12.716 Punkten Schluss.

Dividenden stützen

Für Andreas Hürkamp von der Commerzbank ist auch der positive Dividendenausblick der DAX-Unternehmen ein wichtiges Argument für weiteres Potenzial am Aktienmarkt. Kurzfristig könne der DAX zwar eine Verschnaufpause einlegen, “doch wir sehen gute Chancen, dass sich der DAX-Bullenmarkt bis in das Jahr 2018 oder sogar 2019 fortsetzen wird.

 “Innerhalb der Aktienmärkte zeigt Europa gegenüber den USA eindeutig relative Stärke”, erklärt Robert Halver von der Baader Bank. Während Trumps Wirtschaftsoffensive stocke, gingen in Europa politische und konjunkturelle Risiken zumindest vorerst zurück. Auch das Deflationsgespenst habe Europa verlassen, gleichzeitig bleibe die Geldpolitik der EZB sehr freizügig. Und für Europa spreche nicht zuletzt ein stabiler Euro, der etwa bei US-Anlegern keine Währungsverluste verursache. “Eine Trendfortsetzung ist grundsätzlich zu erwarten.” Halver 

Keine Trendwende

“DAX und Dow Jones – Nach oben gibt es keine Grenzen”, kommentiert Christoph Geyer von der Commerzbank. “Das Kaufsignal beim MACD-Indikator ist noch nicht abgearbeitet. Daher kann der Aufwärtstrend noch weiterlaufen”, meint der technische Analyst. Allerdings wachse mit zunehmender Dauer auch die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen. “Diese sollten aber lediglich Korrekturcharakter haben und keine Trendwende herbeiführen.”

Viel Unterstützung nach unten

Laut Christian Henke von IG ist von “Sell in May” derzeit nichts zu spüren. Die Initialzündung für den jüngsten Höhenflug sei der Sprung über die ehemalige Bestmarke bei 12.390 Zählern gewesen. “Und die Reise in höhere Kursgefilde könnte noch eine Weile andauern.” Die nächste Chartmarke sei bei aktuell 12.970 Punkten auszumachen, die einstige und im Januar 2016 unterschrittene Aufwärtstrendlinie.

Allerdings seien beim DAX Überhitzungserscheinungen zu beobachten, der Index sei reif für eine Korrektur. “Das Problem bei überkauften oder überverkauften Situationen ist aber, dass diese durchaus eine gewisse Zeit andauern können.” Sollte es zu einer Konsolidierung kommen, bestünde Henke zufolge aus charttechnischer Sicht Korrekturpotenzial bis zum Verlaufshoch bei 12.390 Zählern, darunter seien die steigende gewichtete Zehnmonatsdurchschnittslinie bei aktuell 11.862 sowie auf Tages- und Wochenbasis die waagerechte Unterstützung bei rund 11.800 Zählern zu finden.
Donnerstag, 11. Mai
13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid der Bank of England. Die Bank of England begleitet den Brexit-Prozess mit expansiver Geldpolitik, um das Wirtschaftsvertrauen zu stützen, erklärt die DekaBank. Somit werde sie mittelfristig von ihrer Niedrigzinspolitik nicht abweichen, auch wenn die Inflationsrate zuletzt das Notenbankziel von 2 Prozent überschritten habe und noch weiter auf rund 3 Prozent ansteigen werde. Daher sei mit einer Bestätigung des “neutralen” Kurses zu rechnen.
Freitag, 12. Mai
8.00 Uhr. Deutschland: BIP 1. Quartal. Die Commerzbank geht davon aus, dass für das erste Quartal gegenüber dem Schlussquartal 2016 ein recht kräftiges Wachstum von 0,7 Prozent ausgewiesen wird. Damit läge Deutschland den Analysten zufolge unter den größeren Euro-Ländern wohl in der Spitzengruppe.
14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise April. Der Preisrückgang von 0,2 Prozent im Vormonat war nach Ansicht der DekaBank nur temporär, prognostiziert wird für den April ein Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat.
14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsatz April. Die Commerzbank erwartet einen Anstieg um 0,6 Prozent gegenüber März. Ein überdurchschnittliches Plus dürften die Autoumsätze aufweisen, worauf die Angaben der Hersteller zu den verkauften Stückzahlen hindeuteten. Außerdem rechnen die Analysten damit, dass der Umsatz mit Baumaterial wegen der relativ milden Witterung spürbar zugelegt hat.
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8. Mai 2017, © Deutsche Börse AG

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