Wochenausblick: Weiter auf Rekordkurs

By   /  May 15, 2017  /  Comments Off on Wochenausblick: Weiter auf Rekordkurs

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MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

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15. Mai 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach dem auch mit Blick auf die Bundestagswahl so wichtigen Sieg von CDU/FDP bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen geht der Rekordlauf an der Börse weiter. Am Montagmorgen klettert der DAX auf ein neues historisches Verlaufshoch von 12.832 Punkten. Vergangene Woche legte der Index unter dem Strich leicht zu auf 12.770 Zähler am Freitagabend.

Relativ gelassen zeigt sich der Markt damit gegenüber den weltweiten Cyber-Attacken auf Windows-Rechner. An den asiatischen Börsen hatten die Hackerangriffe für Verunsicherung gesorgt.

Sorglosigkeit kein Ausstiegssignal

Analysten zufolge steigen die Risiken für einen Rücksetzer, heftigere Verluste erwartet aber kaum jemand. Andreas Hürkamp von der Commerzbank weist darauf hin, dass die implizite Volatilität in den USA gemessen am Volatilitätsindex VIX vergangene Woche auf ein 24-Jahrestief gefallen ist. Die zunehmende Sorglosigkeit der Investoren sei relativ typisch für einen in die Jahre gekommenen Bullenmarkt. “Ein akutes Ausstiegssignal ist eine niedrige Volatilität jedoch nicht”, erklärt der Analyst. Denn die Volatilität könne mehrere Quartale auf niedrigem Niveau verharren. “Ein Bärenmarkt startete meist erst dann, wenn zu der Sorglosigkeit der Investoren eine restriktive Geldpolitik hinzukam, und dies dürfte noch einige Zeit nicht der Fall sein.”

Wirtschaftsdaten wieder im Fokus

Laut Robert Halver von der Baader Bank sind nach dem Europa-freundlichen Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl die systemischen Risiken für Europa zumindest vorerst vom Tisch. Der Blick auf Fundamentaldaten sei damit wieder frei. “Tatsächlich zeigt sich das Weltkonjunkturklima trotz verhaltener Trumponomics robust. Selbst die Wirtschaft der Eurozone stabilisiert sich.” Begleitet werde diese Entwicklung von steigenden Unternehmensgewinnen und der relativen Stärke konjunkturzyklischer und europäischer zu US-Aktien.

Keine größere Korrektur erwartet “Der DAX geht seinen Weg weiter hartnäckig nach oben”, erklärt der technische Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank. Die Divergenz beim MACD-Indikator sei inzwischen abgebaut, könne aber trotzdem noch Nachwirkungen entfalten. Auch wenn bei diesem Indikator in den kommenden Tagen ein Verkaufssignal entstünde, sei der Trend bislang noch ungefährdet. “Selbst eine Korrektur bis an die Aufwärtstrendlinie würde keine Änderung der positiven Lagen nach sich ziehen.” Geyer Aufwärtstrend intakt

“Schlägt es bald 13.000?”, fragt Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel. Übergeordnet sei der DAX weiterhin im nachhaltigen Aufwärtsmodus, lediglich die Dynamik habe etwas abgenommen. Die markttechnischen Kurzfristindikatoren befänden sich im überhitzten Terrain, der mittelfristige Trendfolge-Indikator MACD zeuge dagegen von einem intakten übergeordneten Aufwärtstrend. “Der deutsche Leitindex will offensichtlich noch etwas weiter nach oben. Die 13.000 Punkte sind eine wichtige psychologische Zielmarke”, erklärt Utschneider.

Gut aus sieht es Utschneider auch für die zweite Reihe: Der MDAX zeige sich weiterhin dynamisch und im “schier unaufhaltsamen” Aufwärtsmodus. “Kurzfristige Gewinnmitnahmen könnten ihn bis zur Spanne von 23.635 bis 23.288 Punkten ziehen, kritisch wird es allerdings erst richtig bei Notierungen unterhalb der 22.000.” Das Obere Bollinger-Band schaffe immer noch Luft bis 25.395 Indexpunkte, die 200-Tage-Linie verlaufe bei 22.259. “Der übergeordnete Trend bleibt damit weiter nachhaltig intakt.”

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Dienstag, 16. Mai

11.00 Uhr. ZEW Konjunkturerwartungen Mai. Die DekaBank rechnet mit einer weiteren Aufhellung. Anders als bei anderen Frühindikatoren sei der Abstand der ZEW-Konjunkturerwartungen zu vergangenen Höchstständen allerdings noch groß.
15.15 Uhr. USA: Industrieproduktion April. Die Commerzbank erwartet ein deutliches Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem März. Die zusätzlich geleisteten Arbeitsstunden im verarbeitenden Gewerbe wiesen auf einen deutlich höheren Output hin. Auch für den Bergbau zeichne sich ein Zuwachs ab, ebenso für die Energieversorger.

von: Anna-Maria Borse
15. Mai 2017, © Deutsche Börse AG

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