Sicherung der Ressource Phosphor für die Landwirtschaft ist wichtig

By   /  May 16, 2017  /  Comments Off on Sicherung der Ressource Phosphor für die Landwirtschaft ist wichtig

    Print       Email

MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Sicherung der Ressource Phosphor für die Landwirtschaft ist wichtig

Mit der
Verabschiedung der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung im
Bundesrat wurde der Fahrplan für die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen
beschlossen. Es ist wichtig, mit Blick auf weltweit schrumpfende
Phosphatvorräte den Nährstoff für die Landwirtschaft zu sichern, erklärte der
Deutsche Bauernverband (DBV).
 
Nach einer
Übergangsfrist von 12 Jahren müssen Kommunen mit Anlagen zur Abwasserbehandlung
und einer Ausbaugröße ab 100.000 Einwohnern eine Phosphorrückgewinnung
etablieren, um die endliche Ressource Phosphor zu sichern und den Nährstoff im
Sinne der Kreislaufwirtschaft zu nutzen. Kommunen zwischen 50.000 und 100.000
Einwohnern haben eine längere Übergangszeit, und zwar 15 Jahre. Nur für
kleinere Kommunen in eher ländlichen Regionen kann eine direkte
landwirtschaftliche Verwertung der Klärschlämme noch erfolgen. Voraussetzung
für die weitere landbauliche Verwertung von Klärschlamm muss die Einhaltung hoher
Anforderungen an die Qualität der Klärschlämme bezogen auf Schadstoffgehalte
sein. Der DBV betonte, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft nur unter der
Voraussetzung dazu bereit ist, die gesellschaftliche Aufgabe der Schließung von
Kreisläufen mit Klärschlämmen zu übernehmen und Klärschlämme als Dünge­mittel
zurückzuführen, wenn dies wissenschaftlich verantwortbar und der Schutz von
Böden und Verbrauchern sichergestellt ist.
 
Wichtig in dem
Zusammenhang ist daher, dass nach der neuen Klärschlammverordnung neben dem
Abfallrecht die qualitativen Vorgaben für Klärschlämme maßgeblich über das
Düngerecht bestimmt und hiermit noch strengere Anforderungen an die
Klärschlammqualität gestellt würden. Der DBV unterstützt ferner, dass Gütesicherungs-
und Qualitätsmanagementsysteme für Klärschlämme zur landbaulichen Verwertung als
Ergänzung der düngemittel- und abfallrechtlichen Vorgaben und Kontrollen
eingeführt werden sollen, um den nachhaltigen Boden- und Verbraucherschutz
sicherzustellen. Die umweltpolitisch gewollte Kreislaufwirtschaft dürfe nicht
zu Lasten der Qualität landwirtschaftlicher Böden gehen und Landwirte
haftungsrechtlichen Risiken in der Vermarktung ihrer Produkte aussetzen, so der
DBV.
 
Für das
recycelte Phosphat aus den Klärschlämmen bzw. den Aschen der Klärschlämme wird es
nach Auffassung des DBV entscheidend darauf ankommen, ob die
Pflanzenverfügbarkeit des zurückgewonnenen Phosphors als Dünger gegeben ist und
der Dünger qualitativ hochwertig und schadstoffarm ist. Ferner müsse das
recycelte Phosphat ökonomisch sinnvoll sein, indem es sich im Wettbewerb mit
anderen Düngemitteln im Markt integrieren lässt, hob der DBV hervor.

    Print       Email

You might also like...

BMW Motorsport News – Ausgabe 25/2019.

Read More →