Nachhaltigkeit verlangt Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Perspektive

By   /  June 1, 2017  /  Comments Off on Nachhaltigkeit verlangt Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Perspektive

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Nachhaltigkeit verlangt Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Perspektive

„Die
deutsche Landwirtschaft entwickelt sich weiter. Sinnvolle weitere Fortschritte
in Nachhaltigkeit, Effizienz und Tierwohl erfordern unternehmerischen Freiraum
und innovative Investitionen, die nicht nur erwirtschaftet werden müssen,
sondern auch politische Rückendeckung benötigen. Zu den drei Säulen der
Nachhaltigkeit zählt auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit.“ Dies erklärte der
Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied,
auf dem Kongress „Landwirtschaft
im Brennpunkt – Wohin geht der Weg?“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin.
 
Das
Leitbild der deutschen Landwirtschaft sei generationsübergreifendes
Wirtschaften in Familienunternehmen. „Dies ist zusammen mit der
unternehmerischen Eigenverantwortung die beste Zielgröße für nachhaltiges Arbeiten“,
erklärte Rukwied. „Nur starke und existenzfähige Betriebe können Veränderungen gestalten
und die notwendigen technischen, sozialen und züchterischen Entwicklungen
umsetzen. Wenn die Politik aber auf eine einseitige und überzogene
Ordnungspolitik setzt oder praxisferne Anforderungen stellt, werden
wirtschaftliche Perspektiven zerstört und mögliche sinnvolle Fortschritte in
der Nachhaltigkeit verhindert“, stellte Rukwied fest. Dies gelte für
nachhaltigere Methoden im Ackerbau wie in der Tierhaltung, aber auch bei den
Maßnahmen im Umwelt- und Naturschutz. Auch die Marktpartner und Verbraucher ständen
in der Verantwortung: Wer ständig höhere Standards vorschlage, aber dies in der
Preisgestaltung an der Ladentheke nicht berücksichtige und beim Einkauf nicht
honoriere, unterbinde letztlich die nachhaltige Entwicklung bei der Herstellung
der Nahrungsmittel, kritisierte Rukwied.
 
Die
deutsche Landwirtschaft wirtschafte auf fruchtbaren Böden unter gemäßigten
Klimabedingungen mit in der Regel ausreichender Wasserversorgung, also in einer
„Gunstregion“. „Dies verpflichtet uns Landwirte zu einem verantwortungsvollen
und nachhaltigen Umgang mit knappen Ressourcen, zu einer produktiven
Flächennutzung und zur Umsetzung moderner Methoden der Landwirtschaft, mit
denen der wachsende Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden
Rohstoffen gedeckt und gleichzeitig die Umweltauswirkungen gesenkt werden“,
betonte der Bauernpräsident. Nachhaltigkeit bedeute auch, Lebensmittel dort
herzustellen, wo dies am effizientesten möglich ist. Deutschland beteilige sich
aber nicht am Preiswettlauf um die billigsten Agrarrohstoffe bzw. Agrarexporte,
sondern setze vor allem auf den heimischen und den EU-Binnenmarkt, also auf
kaufkräftige und wertschöpfungsstarke Märkte.

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