Keine Panikmache in Sachen Trinkwasser

By   /  June 13, 2017  /  Comments Off on Keine Panikmache in Sachen Trinkwasser

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Keine Panikmache in Sachen Trinkwasser

Kein
Verständnis für die jüngsten Äußerungen des Umweltbundesamtes zur
Nitratbelastung des Grundwassers und zu einem damit verbundenen Ansteigen des
Trinkwasserpreises äußerte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes
(DBV), Bernhard Krüsken, heute in Interviews mit der Deutschen Presseagentur
dpa und im Morgenmagazin des Deutschlandfunks.
 
„Einige
Diskussionsteilnehmer waren in den vergangenen sechs Monaten offenbar offline
und haben politische Entscheidungen und die Zahlen des Nitratberichts 2016 ausgeblendet“,
kritisierte Krüsken im Deutschlandfunk. Der Nitratbericht der Bundesregierung belege
deutlich, dass „wir zwar in einigen Regionen an der Nitratbelastung im
Grundwasser arbeiten müssen. Es ist aber keine Tendenz erkennbar, dass die
Qualität des Grundwassers in Deutschland immer schlechter werde“. Im Gegenteil,
immer mehr Messstellen wiesen geringere Nitratgehalte im Grundwasser auf.
Deshalb gehe man davon aus, dass Wasserversorger weiterhin keine massiven und zusätzlichen
Investitionen in die Aufbereitung tätigen müssten. Wichtiger sei allerdings die
neue Dünge-Verordnung, die erhebliche Verschärfungen bringe, aber auch zu einer
weiteren Senkung der Nitrateinträge führen werde.
 
Gegenüber
dpa sprach Krüsken von „Panikmache und ungerechtfertigter Verunsicherung der
Verbraucher“ durch die Aussagen des Umweltbundesamtes und einiger
Umweltorganisationen. Nach dem Bericht der EU-Umweltagentur ist das Grundwasser
in 82 Prozent der über 1200 Messstellen in Deutschland in Ordnung. An der
Lösung der Problemfälle müssten und würden Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
kooperativ arbeiten. Auch in Regionen mit hoher Viehdichte würden die Landwirte
ihrer umweltpolitischen Verantwortung gerecht werden. Beispielsweise wurde an
den Trinkwasserentnahmestellen in Niedersachsen im Rohwasser durchschnittlich 5
mg Nitrat pro Liter gemessen. Dies seien 10 Prozent des Grenzwertes von 50 mg
Nitrat/Liter, wie der Bericht des Niedersächsischen Landesbetriebs
Wasserwirtschaft über die Trinkwasserschutzkooperationen darlege.
 
Mit
der neuen Dünge-Verordnung sei in der vergangenen Woche „die wohl
weitreichendste Überarbeitung der düngerechtlichen Vorschriften der letzten 20
Jahre“ in Kraft getreten, so Krüsken. Die damit verbundenen Beschränkungen und
Verbote seien einschneidend für den Landwirt und seine künftige Düngung und würden
einen signifikanten Beitrag zur Verringerung der Nitrateinträge ins Grundwasser
leisten, erklärte Krüsken gegenüber dpa und im Deutschlandfunk.
 

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