„Vielfalt im Sport“ – Sportabzeichen-Tour in Dresden

By   /  June 21, 2017  /  Comments Off on „Vielfalt im Sport“ – Sportabzeichen-Tour in Dresden

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MIL OSI – Source: DOSB –

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20.06.2017
3.000 Kinder machen am 20. Juni bei Temperaturen von über 30 Grad das Deutsche Sportabzeichen

Viele Kinder drängen sich in Dresden zur Abnahme des Deutschen Sportabzeichens im Sportzentrum an der Bodenbacher Straße. Ingo Giewolies achtet als Prüfer im Seilspringen genau auf die Anzahl und die Ausführung der Sprünge. Frank Busemann und Danny Ecker erreichen im Maskottchenlauf als Erste das Ziel. (Foto: Treudis Naß)

„Ich finde es toll, dass ich beim Deutschen Sportabzeichen so viel draußen bin“, meint Sportabzeichen-Prüfer Ingo Giewolies. Der Kleinwüchsige ist in Dresden als Prüfer beim Seilspringen eingeteilt. Auch 3.000 Schülerinnen und Schüler haben sich von den hochsommerlichen Temperaturen nicht abhalten lassen, bei der Sportabzeichen-Tour am 20. Juni dabei zu sein.
Ab 8 Uhr morgens herrschte an den Prüfstationen für das Deutsche Sportabzeichen Hochbetrieb. Ein leichter Wind und die Wasserdusche der Dresdner Feuerwehr sorgten zwischendurch für Erfrischung, es gab jede Menge kostenlose Getränke für alle. Zwischen den einzelnen Sportabzeichen-Disziplinen konnten sich die Kinder und Jugendlichen im Sportzentrum an der Bodenbacher Straße auch immer wieder im Schatten ausruhen.
Ein echter Sportabzeichen-Fan
Ingo Giewolies, 43 Jahre alt und 1,35 m groß, darf als Prüfer das Deutsche Sportabzeichen und das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung abnehmen. Seit vier Jahren hat er die Prüferlizenz in der Tasche und genießt bei der Sportabzeichen-Tour vor allem den Kontakt mit den vielen Kindern. „Die Kinder sind fröhlich, schnell und laut, da kann es auch schon mal hektisch werden“, meint er. „Aber wir sind hier ein eingespieltes Team und deshalb sind die Abläufe auch gut eingetaktet.“
Beim Seilspringen kommt es darauf an, dass je nach Altersgruppe oder Behindertenklasse die Anzahl und die Art der Sprünge stimmen. Außerdem hat das Prüferteam den Ehrgeiz, lange Wartezeiten für die Schülerinnen und Schüler zu vermeiden. Ingo Giewolies ist ein sehr kommunikativer Mensch mit großem Organisationstalent. „Die Kinder sind es ja gewöhnt zu denen aufzuschauen, die ihnen was zu sagen haben – also zu Lehrern oder Eltern. Da sind viele schon erst einmal erstaunt, wenn einer, der genauso groß ist wie sie selbst, ihnen Anweisungen gibt“, beschreibt er seine Erfahrungen. „Aber sie akzeptieren mich schnell.“
Schon zum zweiten Mal ist der 43-Jährige als Prüfer bei der Sportabzeichen-Tour in Dresden am Start. Er wird regelmäßig zu Sportabzeichen-Prüfungen angefordert, vom Landessportbund Sachsen, vom Stadtsportbund Dresden oder vom Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportbund. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund haben sie mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auch die inklusive Sportabzeichen-Tour in Dresden organisiert.
Motivation: Umgang mit Menschen
Ingo Giewolies selbst hat die Leidenschaft für das Deutsche Sportabzeichen vor vier Jahren gepackt. „Eigentlich wollte ich mir nur den Bonus sichern, den meine Krankenkasse jedem gewährt, der das Deutsche Sportabzeichen ablegt“, erinnert sich der 43-Jährige. Aber schon bei seinem ersten Versuch hat ihn eine Prüferin angesprochen, ob er nicht Lust hätte, sich auch als Sportabzeichen-Prüfer zu qualifizieren. Seit 2014 hat er die Berechtigung dazu und legt jedes Jahr das Deutsche Sportabzeichen ab, bisher immer in Gold.
Beim VfB Hellerau-Klotzsche engagiert sich Ingo Giewolies zusätzlich als Übungsleiter im Bereich Rehasport. Er leitet Kurse für die Generation 70+ und hat auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die schon weit über 90 Jahre alt sind. „Mir ist der Umgang mit Menschen wichtig“, antwortet Ingo Giewolies auf die Frage, was ihn bei seinem sportlichen Engagement motiviert. „Ich bin gerne als Sportabzeichen-Prüfer unterwegs.“
Siege für Frank Busemann und Danny Ecker
In Dresden hatten die Prüfstationen am 20. Juni bis 19 Uhr geöffnet. Zu den Höhepunkten am Vormittag, der für Schulen und Ehrengäste reserviert war, gehörten der Eröffnungslauf um 8 Uhr, an dem neben den Maskottchen Flizzy (LSB Sachsen), Leo und Trimmy (DOSB) auch die drei Sportbotschafter an den Start gingen: Als erster lief Frank Busemann ins Ziel, der Gewinner der Olympischen Silbermedaille im Zehnkampf von Atlanta 1996 war für kinder+Sport in Dresden dabei, gefolgt von Danny Ecker, dem deutschen Rekordhalter im Stabhochsprung in der Halle, der für die Sparkassen-Finanzgruppe angereist war und Stuntfrau, Model und Moderatorin Miriam Höller, die Sportabzeichen-Botschafterin für Ernsting’s family. Gemeinsam mit der Krankenkasse BKK 24 gehören die drei Unternehmen zu den Nationalen Fördern des Deutschen Sportabzeichens.
Außerdem sammelten die drei Sportbotschafter gemeinsam mit zehn weiteren Ehrengästen, darunter auch der frühere Eiskunstläufer Robin Szolkowy, beim Promi-Wettbewerb um 11 Uhr Spenden für einen guten Zweck. Beim Wettkampf im Zielwerfen mit Basketball und Frisbee und beim Medizinballweitwurf brachte jeder Meter bares Geld. Der SSB Dresden und die Ostsächsische Sparkasse Dresden stifteten pro Meter je 2,50 Euro. Am Ende kamen so 225,35 m oder 1.226 Euro zusammen. Als Sieger des Wettbewerbs mit zusammen 26,9 m durfte Danny Ecker schließlich entscheiden, wer von drei möglichen Kandidaten die Spende erhielt. Sie ging an den Sächsischen Bergsteigerbund, der das Geld in neue Klettergriffe investieren möchte.
Ein Sportabzeichen-Fest für alle
Am Nachmittag erwartete das Organisationsteam noch einmal 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen auch Menschen mit Behinderungen und eine Gruppe von Geflüchteten, die bei den Sportabzeichen-Prüfungen von Integrationslotsen der Malteser Dresden und Dolmetschern begleitet wurden. Alle konnten das Deutsche Sportabzeichen kostenlos ausprobieren und gemeinsam beim Sport Spaß haben.
(Quelle: wirkhaus)

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