Kaymer: „Ein schöner Moment, wie man ihn normalerweise nur im Fußball erlebt.“

By   /  June 22, 2017  /  Comments Off on Kaymer: „Ein schöner Moment, wie man ihn normalerweise nur im Fußball erlebt.“

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Kaymer: „Ein schöner Moment, wie man ihn normalerweise nur im Fußball erlebt.“

Sie sind gestern mit einem BMW Z8 zur Tee-off-Party in der BMW
Welt gefahren. Wie war das Gefühl in diesem Fahrzeug?

 
Kaymer: „Ich kann mich an den James-Bond-Film mit Pierce Brosnan
erinnern. Seitdem hatte ich irgendwie im Hinterkopf, diesen Wagen
vielleicht auch mal zu fahren. Der Z8 ist sehr cool, ein Auto mit sehr
viel Klasse und Stil. Es war ein toller Auftakt in diese Woche.“

Welchen Eindruck haben Sie vom Platz in Eichenried?

 
Kaymer: „Hier gibt es relativ wenig Rough, da kann man vom Abschlag
aggressiv sein. Es ist in jedem Jahr gleich: Wenn man von den U.S.
Open kommt, dann kommt einem der nächste Golfplatz, auf dem man
spielt, relativ einfach vor. Die Grüns sind weich, da macht es noch
weniger Unterschied, ob man im Fairway oder im Rough landet, weil der
Ball nicht weit von der Fahne wegspringt, wenn man mit einem Eisen
aufs Grün schlägt. Aber es wird eher eine mentale Herausforderung,
weil man hier normalerweise 4 oder 5 unter Par pro Runde spielen muss,
um am Sonntag eine Chance zu haben. Man darf nicht denken, man müsse
nach dem ersten neun Löchern 8 oder 9 unter Par liegen. Es ist Geduld
gefragt, es sind vier Tage, an denen wir uns immer ein bisschen
zurücknehmen und auf unsere Chancen warten müssen, weil jedes Loch ein
potenzielles Birdie-Loch ist, aber man natürlich nicht jedes Birdie
spielen wird.“

 

Freuen Sie sich auf den ersten Flight mit Sergio Garcia und
Rafa Cabrera Bello?

 
Kaymer: „Mit zwei Spaniern zu spielen ist immer unterhaltsam. Aber am
Ende ist es nicht so wichtig, mit wem man spielt. Ich werde mich auf
mein Spiel konzentrieren, auch wenn es schön ist, mit Leuten zu
spielen, die man kennt. Aber beim Ergebnis macht sich das nicht
wirklich bemerkbar.“

 

Wie haben Sie sich in der kurzen Zeit seit den U.S. Open vorbereitet?

 
Kaymer: „Ich war gestern den ganzen Tag am Starnberger See. Wir sind
erst am Montag angekommen, da habe ich erst eine Stunde geschlafen und
danach waren wir im Biergarten, wo ich ein Schnitzel mit Pommes
gegessen habe. Wenn man in der letzten Woche so viel Golf gespielt
hat, würde es nicht viel Sinn machen, sich auf die Driving Range zu
stellen, wenn der Körper nicht hundertprozentig ausgeruht ist. Das
weiß ich aus meiner Erfahrung.“

 

Sie stehen im Jahr 2008 in der Siegerliste dieses Turniers.
Wie nah oder wie weit entfernt ist dieser Erfolg für Sie?

 
Kaymer: „Genau diese neun Jahre entfernt, so fühlt sich das auch an.
Es war damals ein sehr emotionaler Sieg. Als junger Kerl im eigenen
Land zu gewinnen ist sehr schwierig, wenn man noch nicht so oft in
Deutschland gespielt hat und sich viel Druck aufbaut, weil man etwas
ganz Besonderes machen möchte. Mit der Erfahrung lernt man, dass man
das nicht machen muss. Als Europäer spielt man halt nur zwei, drei Mal
im Jahr in seinem eigenen Land, als Amerikaner jede Woche. Da gewöhnt
man sich natürlich an die Unterstützung. Ich habe immer noch die
Bilder vor Augen, wie mich an der 18 die Fans mit der
Deutschland-Fahne unterstützt haben. Das war ein sehr schöner Moment,
den man in Deutschland normalerweise nur beim Fußball erlebt.”

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