Kontinuierliche Veränderung sichert Erfolg der Landwirtschaft

By   /  June 27, 2017  /  Comments Off on Kontinuierliche Veränderung sichert Erfolg der Landwirtschaft

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Kontinuierliche Veränderung sichert Erfolg der Landwirtschaft

„Stillstand ist für uns Landwirte noch nie eine
Option gewesen. Veränderungsbereitschaft und Weiterentwicklung sind die
Grundlage bäuerlich-unternehmerischen Selbstverständnisses und haben maßgeblich
zum Erfolg der deutschen Landwirtschaft beigetragen.“ Das konstatierte der
Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, bei der
Pressekonferenz am Vortag des Deutschen Bauerntages in Berlin. Diesem Grundsatz
folgend suche die Landwirtschaft selbst nach Lösungen, damit sie in der Mitte der
Gesellschaft verankert bleibe. Dies dokumentiere, wie Rukwied betonte, das
Papier „Veränderung gestalten“, das beim Deutschen Bauerntag in Erfurt 2015
verabschiedet und seither kontinuierlich weiterentwickelt worden sei. Als
logische Konsequenz, wie der Bauernpräsident aufzeigte, laute das Motto des
diesjährigen Deutschen Bauerntages „Gemeinsam Zukunft gestalten“. Der DBV
erwarte rund 1.000 Teilnehmer, darunter 650 Delegierte der
Landesbauernverbände. Sie seien angetreten, in der Mitgliederversammlung beim
Bauerntag die Agenda anstehender Veränderungen weiterzuentwickeln und
voranzubringen.
 
Veränderungen brauchen jedoch auch einen
gesetzlichen Rahmen, der Planungssicherheit und wirtschaftliche Perspektiven
bietet, mahnte Rukwied. Auch das sei zentrale Botschaft des Bauerntages und
Arbeitsauftrag an die Politik. Neben einer Ansprache der Bundeskanzlerin, Reden
von EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundeslandwirtschaftsminister Christian
Schmidt stehe daher eine Diskussion mit den Vertretern der politischen Parteien
im Bundestag im Mittelpunkt des Bauerntages. Es gehe darum, die
Positionen der Parteien zur Wirtschafts-, Agrar- und Verbraucherpolitik
intensiv mit den Politikern zu diskutieren und mit den Kernanliegen des DBV für
die nächste Legislaturperiode abzugleichen. „Wir
erwarten von unseren hochkarätigen politischen Gästen nicht nur ein klares
Bekenntnis zu einer Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft. Vor allem
hoffen wir auf wichtige Impulse für die Diskussionen um die Fortführung der
Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit einem soliden Haushalt und einer starken
ersten Säule als Herzstück der GAP. Zudem wünschen wir uns Impulse für eine
nationale Nutztierhaltungsstrategie und das staatliche Tierwohllabel“, so
Rukwied wörtlich.
 
Wichtig sei vor allem auch, in der Debatte über die
GAP richtig mit dem Argument der öffentlichen Leistungen umzugehen, erklärte
Rukwied. „In offenen Märkten sind auch unsere europäischen und deutschen
Standards öffentliche Leistungen des Sektors Landwirtschaft, die einen Wert
haben“, so Rukwied. „Wir stehen zu diesen Standards, aber wir müssen sie in der
agrarpolitischen Diskussion angemessen berücksichtigen.“ Transparenz
schaffe hier nun eine vom DBV
beauftragte Studie von Professor Helmut Karl, Ruhr-Universität Bochum, und Dr.
Steffen Noleppa der HFFA Humboldt Forum for Food and
Agriculture Research GmbH. Erste
Zwischenergebnisse beziffern die Kosten
für die deutsche Landwirtschaft durch die Einhaltung von EU-Standards und
zusätzlichen Auflagen in den Bereichen Gewässerschutz, Düngung,
Pflanzenschutz, Tierhaltung, Cross Compliance und Greening auf eine
Größenordnung von 4,6 Mrd. Euro. Rukwied wörtlich: „Diese Analyse zeigt
letztlich auch, in welchem Umfang die Landwirtschaft öffentliche Güter
bereitstellt.“ Die endgültigen Ergebnisse erwarte der DBV im Herbst.

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