Zweites Rennen, zweiter BMW Sieg: Maxime Martin gewinnt turbulenten Sonntagslauf auf dem Norisring.

By   /  July 3, 2017  /  Comments Off on Zweites Rennen, zweiter BMW Sieg: Maxime Martin gewinnt turbulenten Sonntagslauf auf dem Norisring.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Zweites Rennen, zweiter BMW Sieg: Maxime Martin gewinnt turbulenten Sonntagslauf auf dem Norisring.

Nach seinem dritten Rang in Budapest (HUN) und dem zweiten Platz am
Vortag konnte Martin seinen dritten DTM-Sieg feiern – den ersten seit
dem Nürburgring 2015. Für BMW endet damit ein historisches Wochenende
auf dem Norisring. Zum ersten Mal seit 1992 konnte BMW in Nürnberg
wieder gewinnen – und wie damals in beiden Rennen. Marco Wittmann
(GER) als Fünfter, Augusto Farfus (BRA) als Siebter, Tom Blomqvist
(GBR) als Neunter und Timo Glock (GER) als Zehnter komplettierten das
gute Mannschaftsergebnis mit fünf BMW M4 DTM in den Top-10 am Sonntag.
Spengler belegte den zwölften Rang, nachdem er lange um einen
Podestplatz gekämpft hatte.

 

Das Qualifying:Wie gewohnt entscheiden
Tausendstelsekunden über die Startaufstellung auf dem engen Stadtkurs.
Am Ende der 20-minütigen Session sichert sich Blomqvist im BMW Driving
Experience M4 DTM mit einer Zeit von 47,252 Sekunden und einem
Vorsprung von 0,004 Sekunden auf Robert Wickens (CAN, Mercedes) die
Bestzeit. Es ist für Blomqvist die zweite Poleposition seiner
Karriere, für BMW die dritte der Saison und die 59. in der
DTM-Geschichte. In der Meisterschaftswertung bekommt Blomqvist für die
Poleposition drei Zähler gutgeschrieben. Spengler beendet die
Qualifikation im BMW Bank M4 DTM mit einer Zeit von 47,305 Sekunden
auf Rang vier. Martin (SAMSUNG BMW M4 DTM) als Siebter und Glock
(DEUTSCHE POST BMW M4 DTM) als Neunter schaffen ebenfalls den Sprung
in die Top-10. Wittmann (Red Bull BMW M4 DTM) wird Zwölfter, Farfus
(BRA, Shell BMW M4 DTM) belegt den 15. Platz.

Das Rennen:
Spengler gelingt ein guter Start, der ihn auf Rang zwei nach vorn
bringt. Blomqvist fällt hingegen auf den sechsten Platz zurück.
Bereits nach der ersten Runde steuern fünf Fahrer die Box zum
Pflichtstopp an, darunter Blomqvist und Farfus. Der Großteil des
Feldes setzt auf einen frühen Stopp. Nach acht Runden haben alle sechs
BMW Fahrer ihre Reifenwechsel absolviert. Durch die Strategie und dank
der schnellen Arbeit des BMW Team RBM gelingt es Martin, der nach
Runde sieben an die Box gekommen war, nach vorn zu fahren und in den
Kampf um die Spitzenpositionen einzugreifen. Nach 25 Runden geht in
Folge einer Kollision zwischen Mercedes-Pilot Robert Wickens und René
Rast (GER, Audi) das Safety Car auf die Strecke. Nach dem Re-Start
übernehmen Martin und Spengler die Plätze eins und zwei. Allerdings
führt der Kontakt mit einem anderen Fahrzeug, das seinen Stopp noch
nicht absolviert hatte, zu einem Reifenschaden an Spenglers Fahrzeug.
Wenig später muss das Rennen nach einem Unfall von Gary Paffett (GBR,
Mercedes) und Mike Rockenfeller (GER, Audi) abgebrochen werden.

Nach einer Unterbrechung von rund einer halben Stunde werden die
Autos für die Restzeit von 25 Minuten wieder auf die Strecke
geschickt. Martin hat für den Neustart den Spitzenplatz inne. Wittmann
ist Dritter, nachdem er sich im Anschluss an die Safety-Car-Phase um
mehrere Plätze verbessert hat. In der spannenden zweiten Rennhälfte
behauptet sich Martin im Duell gegen Auer an der Spitze und holt für
BMW schließlich den zweiten Sieg des Wochenendes. Wittmann kommt nach
einem dramatischen Finish mit einem Millimeter-Dreikampf in der
letzten Kurve als Fünfter ins Ziel, nur 0,027 Sekunden hinter dem
Drittplatzierten Edoardo Mortara (ITA, Mercedes). Farfus sammelt als
Siebter seine ersten Punkte der Saison, Blomqvist und Glock, der nach
einem Reifenschaden früh einen zweiten Stopp eingelegt hat, belegen
die Positionen neun und zehn. Spengler kämpft sich noch vom letzten
auf den zwölften Platz nach vorn.

 

Die Reaktionen:

 

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt: „Es war ein
Wahnsinns-Wochenende für uns hier am Norisring. Maxime hat heute in
einem äußerst spannenden, turbulenten und teilweise chaotischen Rennen
einen tollen Sieg gefeiert, nachdem er gestern schon auf Platz zwei
ins Ziel gekommen ist. Ich bin unheimlich stolz auf unser Team, wir
sind mit fünf BMW in die Top-10 gefahren und haben wieder viele
wichtige Punkte gesammelt. Ein erfolgreiches Wochenende mit dem
Doppelsieg gestern, dem Erfolg heute und unserem insgesamt 75. Sieg in
der DTM – heute Abend wird bei uns definitiv gefeiert. Wir wünschen
Rocky eine schnelle Genesung.“

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Marco
wollte hier unbedingt auf das Treppchen fahren. Wir versuchen immer,
so viele Punkte wie möglich mitzunehmen und kämpfen um jeden Zähler.
Marco hat alles gegeben, aber heute hat es leider nicht geklappt. Nach
so einem anspruchsvollen Wochenende kann ich mich nur vor jedem
Einzelnen im Team verneigen. Wir haben heute bis zum Schluss alles
gegeben und konnten alle drei Autos in die Punkte bringen.“

 

Marco Wittmann (#11, Red Bull BMW M4 DTM – Startplatz: 12.
Platz, Rennergebnis: 5. Platz – 64 Rennen, 8 Siege, 16 Podestplätze,
8 Polepositions, 569 Punkte, 2 Fahrertitel): „Das Rennen an
sich lief gut. Dank unserer Strategie, nach der zweiten Runde zu
stoppen, konnte ich Positionen gutmachen und bin längere Zeit auf Rang
neun gefahren. Nach dem Re-Start habe ich sechs Positionen
herausgeholt und war Dritter – was für eine Runde. Die anderen Fahrer
waren wegen der kalten Reifen etwas vorsichtiger, und ich habe voll
attackiert. Das ging auf: Ich lag lange Zeit auf Podiumskurs. Zwei
Runden vor Schluss hat Lucas Auer dann einen kleinen Fehler gemacht,
und ich habe versucht, das auszunutzen. Dabei kam Mattias an mir
vorbei. Es ist wirklich schade, dass es am Ende nur der fünfte Platz
geworden ist.“

Augusto Farfus (#15, Shell BMW M4 DTM – Startplatz: 15. Platz,
Rennergebnis: 7. Platz – 74 Rennen, 4 Siege, 12 Podestplätze, 5
Polepositions, 351 Punkte): „Ich habe lange auf meine
ersten Punkte der Saison warten müssen, endlich hat es geklappt.
Leider hatten wir zu Beginn des Wochenendes Schwierigkeiten, die
richtige Abstimmung zu finden. Heute hatte ich aber ein Auto, mit dem
ich kämpfen konnte. Platz sieben geht in Ordnung, vor allem wenn man
bedenkt, wo ich losgefahren bin. Der Anfang ist gemacht, nun hoffe ich
auf viele weitere Punkte in der restlichen Saison.“

 

Timo Glock (#16, DEUTSCHE POST BMW M4 DTM – Startplatz: 9.
Platz, Rennergebnis: 10. Platz – 64 Rennen, 3 Siege, 7 Podestplätze,
2 Polepositions, 273 Punkte): „Das war ein verrücktes
Rennen. Am wichtigsten ist natürlich, dass Gary Paffett und Mike
Rockenfeller nichts Schlimmeres passiert ist. Das sah schon sehr
heftig aus. Im Großen und Ganzen müssen wir mit unserem Ergebnis
zufrieden sein, vor allem mit Blick auf meinen Reifenschaden vorne
rechts. Gary hatte sich bei mir angelehnt, und irgendein Flick hat mir
dann den Reifen aufgeschlitzt. Also musste ich einen extra Boxenstopp
einlegen. Normalerweise ist ein Rennen dann gelaufen. Unser Glück war,
dass das Safety-Car herausgekommen ist. Dadurch habe ich noch einmal
eine kleine Chance bekommen, hatte ein paar schöne Überholmanöver und
konnte noch einen Punkt ergattern. Glückwunsch an Maxime, er hat das
gesamte Wochenende über eine starke Vorstellung gezeigt. Für BMW war
es natürlich auch ein Wahnsinns-Wochenende, und das freut mich
besonders. Für die Fans war heute einiges geboten.“

 

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Maxime ist
von Startplatz sieben ein sensationelles Rennen gefahren. Unsere
Strategie, ein wenig mit dem Boxenstopp zu warten, bis sich der
Verkehr in der Boxengasse etwas gelegt hat, war genau richtig. Der
Boxenstopp war fantastisch, die Jungs waren wirklich schnell. Danach
lag es in Maximes Händen, an Auer vorbeizuziehen. Leider kam es dann
zu diesem schweren Unfall, doch zum Glück geht es Gary Paffett und
Mike Rockenfeller weitgehend gut. Nach dem Re-Start haben sich Maxime
und Auer ein sehenswertes Duell geliefert. Maxime hat das großartig
gemacht, und er hat den Sieg einfach verdient. Ich freue mich sehr für
ihn. Bei Tom müssen wir uns genau anschauen, was ihm beim Start so
zurückgeworfen hat. Seine Performance im Qualifying war super, und wir
konnten weitere Punkte sammeln, aber von dieser Startposition wäre
natürlich mehr drin gewesen. Wir müssen weiter pushen. Insgesamt war
es ein herausragendes Wochenende für uns.“

Bruno Spengler (#7, BMW Bank BMW M4 DTM – Startplatz: 4.
Platz, Rennergebnis: 12. Platz – 147 Rennen, 15 Siege, 47
Podestplätze, 17 Polepositions, 801 Punkte, 1 Fahrertitel):
„Das Rennen lief zunächst recht gut, und wir hatten definitiv
Chancen auf das Podium, wenn nicht sogar auf den Sieg. Unser Auto und
unsere Pace waren super. Nach dem Re-Start hat Duval komplett
zugemacht, und es kam zu einer Berührung, die zu meinem Reifenschaden
geführt hat. Das hat mich das Rennen gekostet. Es ist wirklich schade.
Gratulation an Maxime zum Sieg. Er ist ein gutes Rennen gefahren. Und
trotz meiner Enttäuschung nehme ich das Positive vom gestrigen Sieg
mit und konzentriere mich nun voll und ganz auf das nächste Rennen.“

Tom Blomqvist (#31, BMW Driving Experience M4 DTM –
Startplatz: 1. Platz, Rennergebnis: 9. Platz – 44 Rennen, 1 Sieg, 5
Podestplätze, 2 Polepositions, 187 Punkte): „Zwei Punkte
sind besser als nichts, aber ich wollte von der Poleposition natürlich
viel weiter nach vorn und um den Sieg kämpfen. Deshalb bin ich sehr
enttäuscht. Ich habe schon die ganze Saison über mit den Starts
Probleme. Auch hier kam ich nicht gut weg. Dann kam auch noch Pech
dazu, als ich nach dem Boxenstopp hinter einer größeren Gruppe auf die
Strecke zurückkehrte und weit nach hinten fiel. Ein Top-Ergebnis und
ein Platz im hinteren Feld lagen heute sehr eng beisammen.“

Maxime Martin (#36, SAMSUNG BMW M4 DTM – Startplatz: 7. Platz,
Rennergebnis: 1. Platz – 54 Rennen, 3 Siege, 9 Podestplätze, 3
Polepositions, 309 Punkte): „Es war ein unglaubliches
Rennen. Ich hatte von Platz sieben einen sehr guten Start und war nach
der ersten Runde bereits Vierter. Nach Runde zwei lag ich auf Rang
drei, nachdem einige andere schon an der Box waren. Danach habe ich
richtig gepusht und konnte nach der Safety-Car-Phase die Führung
übernehmen. Zwar war es nach dem Abbruch und dem folgenden Neustart
nicht einfach, aber es hat geklappt. In Budapest war ich Dritter,
gestern Zweiter, heute der Sieg – es ist einfach großartig.“

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