Fonds: Nebenwerte im Rampenlicht

By   /  July 6, 2017  /  Comments Off on Fonds: Nebenwerte im Rampenlicht

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MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

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5. Juli 2017. (FRANKFURT) Börse Frankfurt. Vor der Sommerpause zeichnen Händler ein uneinheitliches Bild vom Handel mit aktiv verwalteten Fonds. Bei guten Umsätzen belegen Immobilienfonds vordere Ränge in der ICF-Umsatzstatistik und werden in Summe gekauft, wie Ivo Orlemann von der ICF Bank meldet. Zu den meist gehandelten Produkten gehörten der CS Euroreal (WKN 980500) ebenso wie der SEB Immoinvest (WKN 980230), grundbesitz europa (WKN 980700), grundbesitz global (WKN 980705) und der Deka Immobilien Europa (WKN 980956). “Wenngleich wir generell auf beiden Seiten viel zu tun haben, scheinen Anleger tendenziell positiv gestimmt”, bemerkt der Händler. Die Preise vieler Werte hielten sich recht stabil.

Anleger vertrauen auf Gemischtes

Mischfonds kämen bei den Kunden der ICF Bank gut an und landeten unterm Strich in den Depots. Nachdem es um Klassiker wie den Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430) in der Vergangenheit etwas ruhiger geworden sei, belege der Wert in der Umsatzstatistik nun wieder einen vorderen Rang. Dem Fondsmanagement steht das gesamte Wertpapier-Universum offen. Neben Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumenten darf die Gesellschaft bis zu 15 Prozent des Vermögens direkt und bis zu 10 Prozent indirekt beispielsweise in Gold investieren. Auf der Verkaufsseite führt Orlemann den HVB Vermögensdepot privat Balance (WKN A0M034). “Hier hatten wir fast nur Abflüsse.”

Dauerhaft beliebt

Die Vorliebe für gemischte Portfolios und Immobilien zieht sich statistisch gesehen übrigens durch das gesamte vergangene Jahr mit Fortsetzung in 2017. Laut Fondsverband BVI sammelten Mischfonds 2016 11,6 Milliarden Euro neue Gelder ein. Bis einschließlich April käme das verwaltete Vermögen gemischter Portfolios immerhin auf 247 Milliarden Euro und liege damit hinter Aktienfonds auf Platz zwei. Immobilienfonds verzeichneten laut BVI im vergangenen Jahr Zuflüsse in Höhe von 4,2 Milliarden Euro. Darin seien Substanzauszahlungen im Wert von 2,7 Milliarden Euro als Rückflüsse enthalten, die Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen hätten. Faktisch käme die Anlageklasse damit netto auf 6,9 Milliarden Euro.

Blick in die zweite Reihe An europäischen Nebenwerten fänden Investoren derzeit tendenziell Gefallen. Die ausschüttende Variante des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (WKN A1JSWP) mit Schwerpunkt auf kleine und mittlere Werte aus dem deutschsprachigen Raum gehöre zu den in Summe gefragten Publikumsfonds. Die thesaurierende Version (WKN A0M8HD) sei nicht mehr unbegrenzt verfügbar, nachdem das Management im vergangenen Jahr die Entscheidung getroffen habe, das Fonds-Volumen bei etwa 1,5 Milliarden Euro zu stabilisieren.
Auf kleinere und mittlere deutsche Gesellschaften vertrauen die Käufer des Lupus Alpha Smaller German Champions (WKN 974564), die Matthias Präger zufolge in der Überzahl sind. Aktienkörbe des überwiegend auf große und mittlere deutsche Unternehmen setzenden FT Frankfurt Effekten Fonds (WKN 847805) stünden indes ebenso unterm Strich zur Disposition wie der auf hiesige Standardwerte fokussierte Fondak (WKN 847101). Der Händler der Baader Bank spricht von insgesamt eher überschaubaren Fonds-Umsätzen.
Orlemann Überregionale Nebenwerte punkten ebenfalls
Ein Szenario von zumeist Abgaben zeichnet Präger von den Bewegungen bei international aufgestellten Aktienfonds. Bei schwachem Aufkommen wendeten sich Investoren etwa vom DWS Top Dividende (WKN 984811) sowie vom Dirk Müller Premium Aktien (WKN A111ZF) zumeist ab. Gleichzeitig entschieden sich Anleger häufiger als nicht für den Arero der Weltfonds (WKN DWS0R4) und den Siemens Global Growth (WKN 977265). Letzterer investiert unter anderem in innovative Zukunftsunternehmen aus den Branchen Internet, Technologie, Medien und Unterhaltung, Telekommunikation sowie Biotechnologie in Europa, Nordamerika und Japan.

Chinesische Aktien ohne Tendenz

Das Interesse an asiatisch geprägten Aktienfonds nähme derzeit eher zu, wenngleich das Anlegerverhalten wenig Aussagekraft liefere. Unterm Strich verabschiedeten sich Anleger von ihren Positionen etwa des Baring Hong Kong China Fund (WKN 933583) und des in US-Dollar geführten Templeton Asian Growth Fund (WKN 971661), während der Asian Smaller Companies (WKN A1JTXT) und China Consumer Fund (WKN A1JH3G) von Fidelity in Summe gekauft würden. Die gestiegene Aufmerksamkeit für die Region führt Präger auf überzeugende chinesische Wirtschaftsdaten sowie aufwärts gerichtete Aktienbörsen zurück.
von: Iris Merker
5. Juli 2017, © Deutsche Börse AG

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