Umweltbundesamt-Studie bestätigt: Wien und Umland können sich mit regionalem Gemüse bestens versorgen

By   /  July 6, 2017  /  Comments Off on Umweltbundesamt-Studie bestätigt: Wien und Umland können sich mit regionalem Gemüse bestens versorgen

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MIL OSI – Source: Umweltbundesamt – Environment Agency of Austria –

Headline: Umweltbundesamt-Studie bestätigt: Wien und Umland können sich mit regionalem Gemüse bestens versorgen

Im Blickpunkt: drei Lebensmittelpfade
Die Umweltbundesamt-ExpertInnen haben in ihrer Studie drei Lebensmittelpfade exemplarisch untersucht: Den Außer-Haus-Verzehr, zu dem Großküchen und die Gemeinschaftsverpflegung zählen, den Lebensmittel-Einzelhandel und die Direktvermarktung. Erstmals wurden VerterterInnen der drei Lebensmittelpfade nach den Absatzmengen an Gemüse, das aus der Region stammt, befragt und um eine Einschätzung zu Potenzialen und Engpässen gebeten. Es zeigte sich, dass vor allem der Bedarf an Zwiebeln und Karotten sehr gut in der Region abgedeckt werden kann. Importe sind vor allem bei asaisonalem Gemüse und bei verarbeiteten Gemüseprodukten notwendig.
 
Mit Stakeholdern an Verbesserungen arbeiten
In einem Workshop tauschten sich VertreterInnen von Landwirtschaft, Direktvermarktung, Wirtschaft, Handel, von Großküchen und andere regionale Stakeholder über die Optimierung der regionalen Lebensmittelversorgung zwischen Wien und den Umland-Gemeinden aus. Dabei identifizierten sie fördernde Faktoren, etwa eine Kennzeichnung von regional produziertem Gemüse und eine verstärkte Information über saisonale Speisengestaltung an KonsumentInnen. Darüber hinaus wurde auf den Einfluss der landwirtschaftlichen Produzenten, auf das Image von regionalem Gemüse und die Notwendigkeit bewusstseinsbildender Maßnahmen, die den lokalen, landwirtschaftlich genutzten Boden als wertvolle Ressource thematisieren und zusätzliche Emotionalität durch „Nähe des Produktes“ wecken, hingewiesen.
 
Nachhaltiger Einkauf von Lebensmitteln für Wien
Der ökologische Einkauf von Lebensmitteln ist ein wichtiges Ziel für die Stadt Wien, insbesondere im Rahmen des Beschaffungsprogramms ÖkoKaufWien. Aufbauend auf den Prinzipien von ÖkoKaufWien, den Ergebnissen der Umweltbundesamt-Studie sowie weiterer Erkenntnisse aus den einzelnen Küchen der städtischen Gemeinschaftsverpflegung plant die Stadt Wien den Aufbau einer Vernetzungsplattform. EinkäuferInnen können sich so über ihre spezifischen Anforderungen an landwirtschaftliche Produkte mit Stakeholdern austauschen. Darüber hinaus werden Informationen für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln auf der MA 22-Homepage unter der Dachmarke LebensmittelPunkt Wien (www.lebensmittelpunkt.wien.at) dargestellt.
 
Initiative der Landwirtschaftskammern
Auch die Landwirtschaftskammern Österreichs haben mit der Initiative „Unser Essen: Gut zu wissen, wo´s herkommt“ damit begonnen, mehr Transparenz auf die Speisekarten von Kantinen und Großküchen zu bringen. Die Landwirtschaftskammern aller Bundesländer verlangen für die Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Eiern. Die Großküchen in NÖ setzen diese Forderung bereits in die Tat um. Das Vorbild dafür ist die seit 1996 gesetzliche Kennzeichnung in der Schweiz, die einfach und unbürokratisch funktioniert – und sehr geschätzt wird: Auf Aushangtafeln, elektronischen Anzeigetafeln, Wochen-Menüplänen oder als Beiblatt in der Speisekarte. Das gemeinsame Kommunikationsdach „Gut zu wissen“ macht diese Transparenz sichtbar: www.gutzuwissen.co.at.

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