Freizeit wichtiger als Geld

By   /  July 10, 2017  /  Comments Off on Freizeit wichtiger als Geld

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MIL OSI – Source: DGB – Bundesvorstand –

Headline: Freizeit wichtiger als Geld

In der jüngsten Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Bahn war erstmals das EVG-Wahlmodell vereinbart worden, das den Mitgliedern die Möglichkeit gibt selbst zu entscheiden, ob sie ab dem 1.1.2018 lieber weitere 2,6 Prozent mehr Geld, zusätzliche sechs Tage Urlaub oder eine Stunde Arbeitszeitverkürzung haben wollen. Die entsprechende Abfrage endete am 30.6.2017.
„Dass sich mehr als jeder Zweite bei der Deutschen Bahn für sechs Tage zusätzlichen Urlaub und nicht für eine weitere Lohnerhöhung ab dem 1.1.2018 entschieden hat, ist ein starkes Signal. Das unterstreicht noch einmal, dass das innovative EVG-Wahlmodell der richtige Weg ist. Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen selber entscheiden, was für sie gerade richtig ist. Und das ist nicht immer Geld“, betonte Regina-Rusch-Ziemba.
Insgesamt haben sich 56 Prozent der Befragten für mehr Urlaub und gut 42 Prozent für mehr Geld entschieden. Die Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung wurde kaum gewählt. „Arbeitszeitverkürzung führt häufig zu noch mehr Überstunden, tarifvertraglich vereinbarter Urlaub muss hingegen gewährt werden”, erläuterte die stellvertretende EVG-Vorsitzende. „Das Votum der Beschäftigten ist eine deutliche Entscheidung für mehr freie selbstbestimmte Zeit”, stellte sie fest.
Es sei nun am Arbeitgeber, die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des EVG-Wahlmodells zu schaffen. „Schon während der Tarifverhandlungen war klar, dass dies nicht ohne Neueinstellungen geht. Mehr Urlaub darf schließlich nicht zu Mehrbelastungen innerhalb der Belegschaft führen. Das werden wir nicht zulassen”, so Regina Rusch-Ziemba.
„Wir werden in den nächsten Monaten sehr genau beobachten, was da passiert und stehen hier in engem Kontakt mit unseren Betriebsräten”, machte Regina Rusch-Ziemba deutlich. Jetzt sei es an der DB AG, die Verpflichtungen, die sie mit dem Tarifabschluss mit der EVG eingegangen sei, vertragsgetreu umzusetzen. „Und das heißt, dass bis zum 1.1.2018 rund 3.000 Neueinstellungen erfolgen müssen”, stellte Regina Rusch-Ziemba fest.

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