SPIELART 2017. Stadt München und BMW AG laden zur zwölften Ausgabe des internationalen Theaterfestivals ein.

By   /  July 20, 2017  /  Comments Off on SPIELART 2017. Stadt München und BMW AG laden zur zwölften Ausgabe des internationalen Theaterfestivals ein.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: SPIELART 2017. Stadt München und BMW AG laden zur zwölften Ausgabe des internationalen Theaterfestivals ein.

München. Vom 27. Oktober bis 11. November 2017 wird
München zum zwölften Mal Schauplatz des internationalen
Theaterfestivals SPIELART. Das Festival findet seit 1995 alle zwei
Jahre in München statt und steht für ungewöhnliche, zeitgenössische
Theaterkunst. Seit 1979 engagiert sich die BMW Group in Zusammenarbeit
mit der Stadt München für den Spielmotor e.V., eine der ältesten
Public Private Partnerships in Deutschland. Die Zusammenarbeit ist
damit ein Projekt der ersten Stunde und ermöglicht unter anderem die
Umsetzung dieses Festivals.
Unter der künstlerischen Leitung von Sophie Becker und Tilmann
Broszat geht es bei dem diesjährigen Programm um zwei sehr
unterschiedliche Regionen verschiedenen Zuschnitts: Süd- und Ostasien
sowie Südafrika. Es geht der Leitung dabei um eine Auseinandersetzung
mit Geschichte und Traditionen. Sie sehen es nicht als Mittel der
Selbstvergewisserung, sondern möchten verstehen, wie die historischen
Narrationen entstanden sind.
Hansol Yoon thematisiert den hierzulande weiterhin fast unbekannten Koreakrieg,
Ho Tzu Nyen hinterfragt die „Gründung“ Singapurs und Sethembile
Msezane beschäftigt sich mit der 1955 verfassten Freedom Charter,
einem der wichtigsten Dokumente der Anti-Apartheid-Bewegung. Mark Teh
aus Kuala Lumpur macht den 1991 von der Malaysischen Regierung
erstmals vorgestellten Entwicklungsplan für einen
hochindustrialisierten autarken Nationalstaat zum Thema. Andere
Künstler dagegen – Hasan und Husain Essop, Sankar Venkateswaran,
Sethembile Msezanes in ihrer zweiten bei SPIELART gezeigten Arbeit
EXCERPTS FROM THE PAST – greifen auf präkoloniale und indigene
Traditionen zurück, um sie gegen die westliche Hegemonie in Stellung
zu bringen. Gleichzeitig zeigen aber Arbeiten wie Neo Muyangas TSOHLE
– A REVOLTING MASS, anhand des Liedguts europäischer
Missionare und der Revolutionssongs des ANC, dass die Grenze zwischen
„denen“ und „uns“ oft gar nicht zu ziehen ist. In DE-APART-HATE
kritisiert Mamela Nyamza die ambivalente Rolle der christlichen
Kirche. Eisa Jocson und Jaha Koo beschäftigen sich mit der kulturellen
Dominanz der USA in ihren Heimatländern Philippinen bzw. Südkorea.
Rima Najdi (THINK MUCH. CRY MUCH), Suli Kurban, Alejandro Ahmed, José
Fernando de Azevedo (WHISPERING BODIES), Silke Huysmans/Hannes Deheere
(MINING STORIES) und Meghna Singh (RUSTING DIAMOND/ARRESTED MOTION)
thematisieren in unterschiedlichen Formaten – von partizipativen
Choreografien über Audiowalk und Installation bis hin zu
Bühnenarbeiten – globale Verstrickungen, Migration und Flucht.
Alle Details zum SPIELART Programm 2017 unter www.spielart.org.

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