Europäisches Schnellwarnsystem muss besser funktionieren

By   /  August 9, 2017  /  Comments Off on Europäisches Schnellwarnsystem muss besser funktionieren

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Europäisches Schnellwarnsystem muss besser funktionieren

Nach
Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) müssen aus dem Vorfall, dass die
belgische Lebensmittelsicherheitsbehörde schon Anfang Juni Erkenntnisse über
eine unerlaubte Verwendung von Fipronil in Hühnerställen gehabt hat, diese
Informationen aber erst am 20. Juli an die anderen EU-Länder weitergegeben hat,
Konsequenzen gezogen werden.
 
„Dadurch
haben wir wertvolle Zeit verloren, um dieses Geschehen einzugrenzen“, sagte der
stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo
Hemmerling, am 8. August in einem Interview des Nachrichtensenders Phoenix (www.youtube.com/watch?v=vFmr6c98aJ8).
„Das Nichtfunktionieren des Schnellwarnsystems in diesem Fall ist ein großer
Fehler. Dass Behörden solche Informationen zurückhalten, darf nicht wieder
passieren.“
 
Die
betroffenen Hühnerhalter würden Schadenersatzansprüche stellen müssen gegen die
Verursacher, die das Fipronil verbotenerweise unter das aus ätherischen, pflanzlichen
Ölen bestehende Desinfektionsmittel gepanscht hätten, so Hemmerling. Noch sei
aber unklar, wer genau der Verursacher sei.
 
Am
Vortag hatte bereits der DBV-Vizepräsident und Präsident des Niedersächsischen
Landvolkes Werner Hilse eine noch bessere und umfangreichere Untersuchung in
den vorgelagerten Bereichen der Landwirtschaft gefordert. „Wir Landwirte müssen
uns darauf verlassen können, dass die von uns eingekauften Produkte sowie die
damit angebotenen Dienstleistungen einwandfreie Qualität liefern“, betonte
Hilse. Der einzelne Landwirt sei überfordert, wenn er Vorlieferanten oder
Dienstleistungsunternehmen danach bewerten solle, ob sie alle
lebensmittelrechtlichen Vorschriften einhalten. Die Landwirte, die ohne ihr
Wissen durch den unzulässigen Einsatz des mit Fipronil kontaminierten
Desinfektionsmittels geschädigt wurden, müssten zivilrechtlich entschädigt
werden, sagte Hilse weiter. Er regte auch weitergehende Hilfen an, falls
einzelne Betriebe dadurch vor existenzgefährdende Probleme gestellt würden.
Voraussetzung dafür sei eine rasche und umfangreiche Aufklärung aller
Hintergründe zu der aktuellen Krise.

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