Ski-Olympiasieger Georg Thoma vollendet 80. Lebensjahr

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MIL OSI – Source: DOSB –

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18.08.2017
Georg Thoma, der Olympiasieger in der Nordischen Kombination bei den VIII. Olympischen Winterspielen 1960 in Squaw Valley (USA), vollendet am Sonntag, dem 20. August, sein 80. Lebensjahr.

Georg Thoma im Skimuseum in Hinterzarten. Foto: picture-alliance

Georg Thoma, der im Höhenluftkurort Hinterzarten etwa 25 Kilometer entfernt von Freiburg im Breisgau zur Welt kam, gilt auch heute noch als sportlicher Sympathieträger des Schwarzwaldes. Eine Stele zeigt ihn im Eingangsbereich des Olympiastützpunktes Freiburg-Schwarzwald, der inzwischen nach ihm benannt ist. Auch die Ganztagsgrundschule Hinterzarten trägt seinen Namen.
Bei seinen zweiten Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck konnte der dreimalige Deutsche Meister noch die Bronzemedaille gewinnen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1966 in Oslo am Holmenkollen wurde er Weltmeister in der Nordischen Kombination; bei den Springen am Holmenkollen war er schon in den Jahren 1963 bis 1965 jeweils als Sieger hervorgegangen. Der Ehrenbürger von Hinterzarten, der 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports der Stiftung Deutsche Sporthilfe aufgenommen wurde, blieb auch nach seiner Karriere als Hochleistungssportler (nicht nur) dem Skisport treu: Georg Thoma nahm u.a. sechsmal am Wasalauf in Schweden teil, wo er 1980 unter knapp 12.000 Läuferinnen und Läufern den 79. Platz belegte. Er war achtmal Senioren-Weltmeister bei den Mountainbike-Klassikern. Im Alter von 45 Jahren wurde er Schwarzwaldmeister im 15-km-Skilanglauf.
Motto: Draußen aktiv unterwegs sein
Georg Thoma musste als Heranwachsender oft täglich zwölf Kilometer laufen, um bei der Stallarbeit zu helfen – im Sommer barfuss, im Winter auf Skiern. Das war sein ganz persönlicher Weg in den Sport, mit dem alles anders wurde, denn vor allem beim Skispringen flog der kleine, leichte „Jörgli“ allen davon. Mit 14 Jahren bestritt er erste Ski-Wettkämpfe; der Skiverband Schwarzwald erkannte sofort sein Talent. Im Winter 1953/54 nahm er erstmals an einem Springerkurs in Füssen teil und wurde zum ersten Mal Deutscher Jugendmeister in der Nordischen Kombination. In seinem Beruf als Postbote von Hinterzarten erledigte er seine Arbeit im Sommer mit dem Fahrrad und im Winter auf sog. Allweg-Skiern. Später machte sich Georg Thoma einen Namen als fachkundiger TV-Kommentator, wo er 1987 mit dem Goldenen Gong als „Bester TV-Kommentator der Nordischen Ski-WM“ ausgezeichnet wurde.
Das Motto draußen aktiv unterwegs zu sein, gilt für Georg Thoma auch heute noch – entweder bei Radtouren auf den Waldwegen oder auf Schneeschuhen bzw. Skiern im Winter. Und dann ist da ja immer noch das Skimuseum in Hinterzarten, das Georg Thoma mit aufgebaut hat und in dem er selbst zu Führungen einlädt: „Georg Thoma ist bis heute berühmt dafür, dass er einst die Vorherrschaft der Skandinavier im nordischen Skisport gebrochen hat“, würdigt Walther Tröger, langjähriges IOC-Mitglied und NOK-Ehrenpräsident, die sportliche Karriere des Jubilars und fügt zur Gratulation als Anekdote hinzu: „Als Willi Daume die IOC-Session 1963 nach Baden-Baden geholt hatte, sind alle Gäste mit dem Zug nach Hinterzarten gefahren, um das Dorf zu besuchen. Der Jörgli hat uns als Empfangschef auf dem Bahnhof begrüßt und uns dann seine Heimat gezeigt“. Tröger und Thoma sind sich zuletzt vor genau sieben Jahren als gemeinsame Laudatoren bei einem 100. Geburtstag in Freiburg begegnet.
(Quelle: DOSB/Prof. Detlef Kuhlmann)

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