Die ersten beiden Titel für die BMW Racer in der Saison 2017: Markus Reiterberger ist Champion in der IDM, Jordan Szoke in der CSBK.

By   /  August 22, 2017  /  Comments Off on Die ersten beiden Titel für die BMW Racer in der Saison 2017: Markus Reiterberger ist Champion in der IDM, Jordan Szoke in der CSBK.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Die ersten beiden Titel für die BMW Racer in der Saison 2017: Markus Reiterberger ist Champion in der IDM, Jordan Szoke in der CSBK.

München. Die weltweite BMW Motorrad Motorsport Community kann
ihre ersten beiden Meistertitel der Saison 2017 feiern: Am
Wochenende haben sich Markus Reiterberger (GER) in der
Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) und Jordan
Szoke (CAN) in der Canadian Superbike Championship (CSBK) zu
Champions gekrönt
. In der MOTUL FIM Superbike World Championship (WorldSBK)
stand auf dem Lausitzring (GER) das Heimspiel für BMW an, mit
starken Performances von Jordi Torres (ESP) und Reiterberger, der
mit einer Wildcard auch in der WorldSBK an den Start ging. In der
British Superbike Championship (BSB) holten die Teamkollegen Lee
Jackson (GBR) und Peter Hickman (GBR) ein Doppelpodium, während die
BMW S 1000 RR Fahrer in der International Road Racing Championship
(IRRC) einen doppelten Vierfachsieg feierten.

 

 

MOTUL FIM Superbike World Championship auf dem Lausitzring, Deutschland.

Das neunte Meeting der MOTUL FIM Superbike World Championship 2017
(WorldSBK) auf dem Lausitzring (GER) war das Heimspiel für BMW. Neben
den Fahrern des Althea BMW Racing Team, Jordi Torres (ESP) und
Raffaele De Rosa (ITA), ging auch der Deutsche Markus Reiterberger auf
seiner RR des Van Zon-Remeha-BMW Superbike Teams mit einer Wildcard an
den Start. Reiterberger hatte ein arbeitsreiches Wochenende, da er
gleichzeitig auch in den Lausitzring-Rennen der Internationalen
Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) antrat – und dort den
vorzeitigen Titelgewinn feierte (siehe unten).

Im ersten Rennen am Samstag zeigte Torres eine beeindruckende
Aufholjagd. Der Spanier startete von Platz fünf, fiel aber in der
ersten Runde auf den 21. Rang zurück. Von dort arbeitete er sich
durchs Feld wieder nach vorn und kam schließlich als Neunter ins Ziel.
Wildcard-Starter Reiterberger war bis acht Runden vor Schluss der
bestplatzierte BMW Fahrer. Er lag auf dem starken achten Rang, fiel
dann aber aufgrund zweier kleiner Fehler zurück und belegte am Ende
Rang 13. De Rosa war bis zur Mitte des Rennens Zehnter, stürzte dann
jedoch und musste in der Folge aufgeben.

Im Sonntagsrennen kämpften sowohl Torres als auch Reiterberger in der
Verfolgergruppe gegen die Werksfahrer. Torres wurde Achter, direkt
gefolgt von Reiterberger, der sich als Neunter ebenfalls ein
Top-10-Resultat sicherte. De Rosa belegte den 15. Platz.

Jordi Torres: „Die Superpole lief gut und ich habe
mir einen guten Startplatz gesichert. Der Start selbst war okay, aber
in Kurve drei hätte ich beinahe das Heck verloren. Das hat mich viele
Positionen gekostet. Danach habe ich das getan, was mir unter diesen
Umständen möglich war. Rennen zwei war gar nicht so schlecht, auch
wenn das Bike und ich alles geben mussten. Die Pace war unglaublich
schnell. Ich hatte Spaß und kann sagen, dass ich mein Bestes gegeben habe.“

Markus Reiterberger: „Es war ein strammes
Lausitzring-Wochenende für uns mit den Starts in der WM und in der
IDM. Ich habe über 140 Runden gedreht. Das Wochenende in der WorldSBK
begann schon am Freitag gut. Mit Platz sieben in den kombinierten
Trainingsergebnissen habe ich mich direkt für die Superpole 2
qualifiziert. Das war super. Rennen eins war bis Runde 13, 14 ganz
okay. Ich lag auf der achten Position und bin konstante Rundenzeiten
gefahren. Leider habe ich dann zwei kleine Fehler gemacht und mich
verschaltet. Somit habe ich das Rennen, das ich gut begonnen hatte,
schlecht beendet. Das zweite Rennen war super. In der ersten Runde
wurde ich zwar etwas aufgehalten, aber ich konnte dann auf die Gruppe
vor mir aufschließen, die um Platz vier kämpfte. Ein Riesendank geht
an das Team, das mit dem Bike großartige Arbeit geleistet hat. Wenn
man das Wochenende insgesamt betrachtet, dann wissen wir jetzt, dass
wir auch in der Weltmeisterschaft einen guten Job machen können.“

FIM Superstock 1000 European Championship auf dem Lausitzring, Deutschland.

Nach einer langen Sommerpause ging die Saison 2017 in der FIM
Superstock 1000 European Championship (STK1000) auf dem Lausitzring
(GER) in ihre nächste Runde. Schnellster Mann des Wochenendes war
Federico Sandi (ITA) auf seiner BMW S 1000 RR des Berclaz Racing
Teams. Am Samstag sicherte er sich mit einem neuen Streckenrekord die
Poleposition. Im Rennen am Sonntag führte Sandi bis zur vorletzten
Runde und fuhr zudem einen neuen Rennrunden-Rekord. Allerdings wurde
er dann von einem Konkurrenten ins Kiesbett gedrückt. So beendete
Sandi das Rennen als Fünfter. Sein Teamkollege Sébastien Suchet (SUI)
wurde Achter, Julian Puffe (GER / Althea MF84) Neunter.

Federico Sandi: „Es war ein positives Wochenende für
uns, denn wir haben vom ersten Training an dominiert. Im Qualifying
war ich über drei Zehntelsekunden schneller als der Zweitplatzierte.
Das Bike war auch im Rennen fantastisch, aber wahrscheinlich habe ich
in den ersten Runden ein bisschen zu viel gepusht. Danach begannen die
Reifen, etwas zu rutschen. Ich habe mich auf meinen Rhythmus
konzentriert und konnte einen Vorsprung von zwei Sekunden halten. Aber
in der Schlussphase habe ich einen Fehler gemacht, der es meinen
Konkurrenten ermöglicht hat, aufzuschließen. Ich war sicher, dass ich
den Sieg nach Hause bringen kann, aber dann wurde ich aus der Kurve
ins Kiesbett gedrückt. Das war ein ziemlich fragwürdiges Manöver. Es
wäre großartig gewesen, beim Heimspiel von BMW zu gewinnen, aber das
ist Racing. Wir werden weiter pushen und wissen, dass der Sieg kommen wird.“

British Superbike Championship in Cadwell Park, Großbritannien.

 
Die Rennen der British Superbike Championship (BSB) in Cadwell Park
(GBR) waren einmal mehr nervenaufreibende Krimis – und sie endeten mit
einem Doppelpodium für die BMW Fahrer. In beiden Läufen gab es enge
und intensive Fights an der Spitze. In Rennen eins belegte Peter
Hickman (GBR) aus dem Smiths Racing Team den vierten Platz, nur 0,689
Sekunden hinter dem Sieger. Sein Teamkollege Lee Jackson (GBR) wurde
mit einem Rückstand von nur 1,224 Sekunden Sechster. Er fuhr zudem die
schnellste Rennrunde und sicherte sich damit die Poleposition für Lauf zwei.

Auch das zweite Rennen war eine spannende Angelegenheit. Jackson
wurde Zweiter mit nur 0,696 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Es war
sein erster Podiumsplatz in der Superbike-Klasse der BSB (BSB SBK).
Hickman wurde Dritter und komplettierte damit das erste Doppelpodium
für Smiths Racing in der BSB. Christian Iddon (GBR) aus dem Tyco BMW
Motorrad Team beendete die beiden Rennen auf den Plätzen acht und
fünf. Nach acht Saisonveranstaltungen hat Hickman seinen dritten Platz
in der Meisterschaftswertung gefestigt. Nach neun Rennwochenenden
starten die sechs bestplatzierten Fahrer der Wertung in den „Showdown“
um den BSB-Meistertitel.

Lee Jackson: „Es war fantastisch, mein erstes
BSB-Podium zu holen. Im ersten Rennen hat mir nur eine Sekunde zum
Sieg gefehlt und wir hatten definitiv die Pace, was wir mit der
schnellsten Rennrunde bewiesen haben. Mit der Pole hatte ich im
zweiten Lauf eine gute Ausgangslage. Zwar hat mich James Ellison
überholt, aber wir haben bis ins Ziel um den Sieg gekämpft. Von daher
ist es ein großartiges Ergebnis für mich. Hoffentlich können wir diese
Form an den letzten vier Rennwochenenden beibehalten. Ein großer Dank
geht ans Team, das mir ein hervorragendes Bike hingestellt hat.“

Peter Hickman: „Das erste Rennen war hart. Als Shakey
Byrne in Mansfield beinahe gestürzt wäre, musste ich über das Gras
ausweichen. Ich habe jede Menge Plätze verloren, und es war nicht
einfach, sich wieder nach vorn zu kämpfen. Aber ich war so schnell wie
alle anderen, und die Smiths BMW war wirklich gut. Somit war Platz
vier ein gutes Ergebnis. Im zweiten Rennen ist Lee zu Beginn ein enorm
hohes Tempo gegangen. Auch ich war vorne mit dabei, und es war klasse,
dass ich ein weiteres Podium holen konnte. Ich freue mich sehr für
Lee. Das gesamte Team hat einmal mehr einen herausragenden Job
gemacht. Jetzt können die nächsten Rennen kommen.“ 

Im Rennen der Superstock-Klasse (BSB STK) belegten vier BMW Fahrer
Plätze in den Top-8. Michael Rutter (GBR / Bathams SMT Racing) wurde
Vierter, gefolgt von Josh Elliott (GBR / Tyco BMW Motorrad) auf Platz
fünf und Adam Jenkinson (GBR / Northern Escalator Installations) auf
Rang sechs. Dean Hipwell (GBR / CDH Racing) komplettierte die Top-8.

 

International German Championship auf dem Lausitzring, Deutschland.

Neben seinem erfolgreichen Wildcard-Auftritt in der WorldSBK
begeisterte Markus Reiterberger (GER) die Fans am Lausitzring (GER)
mit einer weiteren dominanten Vorstellung in der Internationalen
Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) – und mit dem vorzeitigen
Titelgewinn. Der Pilot aus dem Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team fuhr
einmal mehr wie in einer eigenen Liga. Er gewann erneut beide Rennen
und krönte sich bei noch zwei ausstehenden Rennveranstaltungen
vorzeitig zum Champion. In der Fahrerwertung hat Reiterberger jetzt
einen Vorsprung von 120 Punkten. Es ist der dritte IDM-Titel, den er
gemeinsam mit Van Zon-Remeha-BMW gewann. Sein Teamkollege Jan Bühn
(GER) ist aktuell Dritter der Meisterschaftswertung. Er sicherte sich
am Lausitzring mit Platz drei im ersten Rennen eine Podiumsplatzierung.

Markus Reiterberger: „In der IDM war das Wochenende
richtig super. Vor dieser Kulisse am Lausitzring die Poleposition zu
holen, beide Rennen zu gewinnen und vorzeitig IDM-Champion zu werden –
besser geht es eigentlich nicht. Ich freue mich riesig und danke dem
ganzen Team. Unser Motto ist: „Teamwork makes the dream work“ – und
das hat sich bestätigt. Jetzt freue ich mich auf zwei schöne letzte
Rennwochenenden in der IDM.“

International Road Racing Championship in Schleiz, Deutschland.

Auch die International Road Racing Championship (IRRC) war am
Wochenende in Deutschland zu Gast. Das vierte Meeting der Saison 2017
wurde auf dem berühmten „Schleizer Dreieck“ ausgetragen – und einmal
mehr dominierten die BMW S 1000 RR Fahrer das Geschehen. Sie feierten
in beiden Rennen der Superbike-Klasse Vierfachsiege.

Im ersten Lauf sicherte sich Didier Grams (GER / G&G Motorsport
by Todoracing) den Sieg, gefolgt vom Meisterschaftsführenden Sébastien
Le Grelle (BEL / Herpigny Motors – BMW Motorrad Belux) auf Platz zwei
und Marek Červený (CZE / Wepol Safemetal Racing) auf Rang drei. Platz
vier ging an Petr Bičiště (CZE / Kimura Racing Team).

Im zweiten Rennen feierte Le Grelle seinen fünften Saisonsieg.
Červený wurde dieses Mal Zweiter, und Erno Kostamo (FIN / Markka
Racing) fuhr als Dritter ebenfalls auf das Treppchen. Grams
komplettierte den Vierfachsieg.

Canadian Superbike Championship in Bowmanville, Kanada.

Er hat es wieder geschafft: Der kanadische Rekordchampion Jordan
Szoke feiert seinen nächsten Titelgewinn in der Canadian Superbike
Championship (CSBK). Das Saisonfinale 2017 wurde im Canadian Tire
Motorsport Park in Bowmanville (CAN) ausgetragen. Szoke holte auf
seiner Mopar Express Lane BMW Superbike Team BMW S 1000 RR einen
weiteren Doppelsieg und sicherte sich bereits im Rennen am Samstag
seinen insgesamt zwölften CSBK-Titel.

Dieses Mal jedoch musste Szoke hart um seine Siege kämpfen. Im ersten
Lauf lieferte er sich ein intensives Duell mit BMW Markenkollege
Samuel Trépanier (CAN / Blysk Racing), der die meiste Zeit über ihn
Führung lag und auch die schnellste Rennrunde fuhr. Erst zwei Runden
vor Schluss gelang es Szoke, vorbeizugehen und mit einem Vorsprung von
0,251 Sekunden zu gewinnen. Trépanier holte als Zweiter seinen ersten
Podiumsplatz in der CSBK. Ben Young (GBR / Ben Young Racing) wurde
Vierter, er verpasste das Podest nur um zwei Zehntelsekunden.

Im zweiten Lauf ging es noch enger zu. Szoke kam mit einem Vorsprung
von 0,097 Sekunden auf seinen Konkurrenten Kenny Riedmann (CAN) ins
Ziel und sicherte sich seinen 65. CSBK-Sieg. Trépanier fuhr erneut die
schnellste Rennrunde und wurde dieses Mal Dritter. Platz vier ging
wieder an Young, und Michael Leon (CAN / Royal Distributing Racing
Team) wurde Fünfter.

Jordan Szoke: „Es war klasse, den Titel auf diese Art
und Weise zu gewinnen, und es war fantastisch, hier im CTMP Champion
zu werden. Die Fans sind großartig, und in der Auslaufrunde um den
Kurs zu fahren, war wirklich etwas ganz Besonderes. Ich fahre seit 20
Jahren Rennen – und ich würde es am liebsten noch 40 weitere Jahre tun.“

MFJ Superbike All Japan Road Race Championship in Motegi, Japan.

Die BMW S 1000 RR Fahrer in der MFJ Superbike All Japan Road Race
Championship (MFJ) waren im japanischen Motegi im Einsatz. Daisaku
Sakai (JPN / BMW Motorrad 39) beendete das Rennen als Elfter, Yuta
Kodama (JPN / Tone RT Syncedge 4113) belegte Rang 21.

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