Auslandsaktien: Spielend Geld verdienen

By   /  August 25, 2017  /  Comments Off on Auslandsaktien: Spielend Geld verdienen

    Print       Email

MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

Headline: Auslandsaktien: Spielend Geld verdienen

24. August 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Spieleliebhaber kommen auf der derzeit in Köln stattfindenden Gamescom wieder voll auf ihre Kosten. Die weltweit führende Messe für digitale Spielekultur beherbergt alles was in der boomenden Entertainment und Gaming Branche Rang und Namen hat. Weltweit kommt die Industrie laut Superdata in diesem Jahr auf geschätzte 100 Milliarden US-Dollar Umsatz. “Bis 2024 soll der Absatz auf 162 Milliarden US-Dollar wachsen”, weiß Roland Stadler von der Baader Bank. Genaue Zahlen gebe es nicht, der Markt für Games sei fragmentiert und nur unvollständig dokumentiert.

Asien stehe für gut die Hälfte des globalen Geschäfts mit Videospielen, die USA liege nach China auf dem zweiten Rang der wichtigsten Einzelländer. “Allein im Juli stiegen die Verkäufe von Video Games in den Vereinigten Staaten im Vorjahresvergleich um 19 Prozent auf 558 Millionen US-Dollar.” Der Absatz entsprechender Hardware habe um 29 Prozent zulegen können.

Kostenlose Spiele spülen Geld in die Kassen

Der Branche geht es gut. Das spiegelt sich in den Aktienkursen börsengehandelter Unternehmen der Industrie wider. “Konzerne wie Nexon (WKN A1JPFB) profitieren unter anderem davon, Playstation-Anwendungen für mobile Geräte zu adaptieren.” Zu den erfolgreichsten Produkten gehörten Spiele wie MapleStory, Mabinogi, Vindictus oder auch Fifa. “Fifa Football ist mit den immer neuen Features mittlerweile wie Fernsehen.” Der südkoreanische Entwickler und Herausgeber von Computerspielen fokussiere sich stark auf das Free-to-play Segment und habe seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr über Erwarten um 23 Prozent gesteigert und den Gewinn gar verdoppelt. “Die in Tokio gelistete Nexon Aktie verdreifachte sich seit 2014 von 900 auf etwa 2.700 Yen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 1.000 Yen zu Buche”, hebt Stadler hervor.

Free-to-play dominiere den digitalen Spielemarkt mit einem geschätzten Anteil von etwa 80 Prozent. Bei diesem Geschäftsmodell werde das Basisspiel dauerhaft kostenlos zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig sind Zusatzfunktionen, der Wettbewerb mit anderen Spielern oder bessere Siegchancen nur über Gebühren zugänglich.

Verkaufsschlager bringen gute Zahlen

Auf eine Umsatzsteigerung von 4,0 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar komme Activision Blizzard (WKN A0Q4K4) im vergangenen Quartal. 1,31 Milliarden US-Dollar habe der mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 41 Milliarden Euro ausgestattete Spieleproduzent über den digitalen Weg eingefahren. “Activision Blizzard erreicht mit Verkaufsschlagern wie Overwatch und Hearthstone samt Erweiterungen und Updates monatlich über 407 Millionen aktive Spieler”, bemerkt Stadler. Zudem lägen die Verkäufe der Crash Bandicoot N’Sane Trilogy deutlich über den Erwartungen. Entsprechend zufrieden könnten Aktionäre mit dem Anstieg der Activision Blizzard Aktie um 57 Prozent seit Anfang Januar sein. Aktuell ist der Wert für 54 Euro zu haben.

Immer auf der Suche nach Blockbustern Mit einem Anstieg von rund 76 auf knapp 100 Euro kann sich auch die Aktie von Electronic Arts (WKN 878372) sehen lassen, wie Stadler bemerkt. “Das US-Unternehmen gehört mit einer Marktkapitalisierung von 31 Milliarden Euro ebenfalls zu den großen in der Branche.” Ob es mit der Entwicklung wie gehabt weitergeht, sei allerdings offen. Zwar habe Electronic Arts mit einem Umsatzplus von 14 Prozent auf 1,45 Milliarden US-Dollar im vergangenen Quartal starke Zahlen geliefert. Für das am 30. März endende Gesamtjahr rechne der Konzern aber nur mit einem Absatzanstieg von etwa 3,0 Prozent bei gleichzeitigem Abschmelzen des operativen Cash Flows. Über FIFA18 und das für November geplante Star Wars Battlefront II hinaus gebe es bislang keine potenziellen Blockbuster in der Pipeline. “Der Druck neue Ideen zu entwickeln ist groß”, erklärt Stadler. Zusätzliche Einnahmen generiere der mit Sportspielen großgewordenen Konzern aber auch mit laufenden Produktanpassungen an die tatsächlichen Veränderungen in den echten Teams. Stadler Konsolen bleiben beliebt Für Spiele auf Heimkonsolen wie PlayStation 4 von Sony oder Xbox One von Microsoft sehen Marktforscher weiterhin gute Wachstumsaussichten. Sony (WKN 853688) generiert eigenen Angaben zufolge mit der PlayStation Hard- und Software sowie den Diensten jährlich rund fünf Milliarden US-Dollar. Bis Ende Juni habe der Technologieriese insgesamt über 63 Millionen Exemplare der jüngsten Xbox Version ausgeliefert.
Die Japaner befinden sich Walter Vorhauser zufolge mitten in einer Umbauphase. “Statt Laptops und TVs setzt der neue Konzernchef Kazuo Hirai nun verstärkt auf Sensoren und vernetzte Unterhaltung”, weiß der Händler der Oddo Seydler Bank. “Diese Neuausrichtung trägt mittlerweile Früchte.” Anfang des Monats habe der japanische Konzern mit einem Betriebsgewinn von 157,6 Milliarden Yen die besten Quartalsergebnisse in seiner Geschichte vorgelegt. “Das entspricht einer Steigerung von 180 Prozent.” Auch die 15 Prozent plus beim Umsatz überzeugten. “Neben der PlayStation 4 trugen Kamera-Chips und Smartphones überdurchschnittlich zu dem starken Ergebnis bei.” Im laufenden Geschäftsjahr plane Sony den Smartphone-Absatz von 14,6 auf 16,5 Millionen zu erhöhen. “Die Sony Aktie befindet sich seit 2012 in einer stetigen Aufwärtsbewegung”, beobachtet Vorhauser. Aktuell ist ein Anteil für etwa 32 Euro zu haben, zum Jahresbeginn waren es noch 26,60 Euro.
Vorhauser 

von: Iris Merker24. August 2017, © Deutsche Börse AG

    Print       Email

You might also like...

Wittmann feiert dritten DTM-Saisonsieg im Regen von Assen – Insgesamt vier BMW Fahrer sammeln Punkte.

Read More →