Freie Sicht auf die Vögel des Glücks

By   /  August 25, 2017  /  Comments Off on Freie Sicht auf die Vögel des Glücks

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

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Kranichwochen an Oder und Bodden / Über 250 Veranstaltungen

Mehr als 250 geführte Kranich-Touren zu Fuß, per Fahrrad, Kremser, Bus oder auch Schiff listet der NABU-Terminkalender für diesen Herbst auf. Einen besonderen Schwerpunkt gibt es mit zwei „Kranichwochen“ am Ostseebodden (24.9. bis 1.10.) und im Nationalpark Unteres Odertal (29.9. bis 8.10.). Jetzt schon mal vormerken!

Kraniche am Rastplatz – Foto: NABU/Thomas Krumenacker

Mitte September sind die meisten unserer Weißstörche bereits nach Süden aufgebrochen, um in Spanien oder Afrika den Winter zu verbringen. Bald drängt es auch die Kraniche in wärmere Gefilde. Aus Skandinavien und aus Osteuropa kommend, sammeln sie sich die kommenden Wochen an den Rastplätzen, bevor sie sich dann später laut trompetend, quer über Deutschland ziehend auf den Weg nach Frankreich, Spanien und Nordafrika machen. „Während der Brutzeit leben die faszinierenden Vögel meist gut versteckt in Bruchwäldern und anderen Feuchtgebieten“, berichtete Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums. Während des Zugs dagegen lassen sich nicht nur die großen keilförmigen Flugformationen am Himmel verfolgen. Auch an den Gemeinschafts-Schlafplätzen und bei der Nahrungsaufnahme auf abgeernteten Feldern können Naturfreunde einen Blick auf die Kraniche werfen. „Da die Vögel immer wieder die gleichen Rastplätze aufsuchen, gibt es inzwischen zahlreiche feste Beobachtungplattformen“, so Nowald.

Mehr als 100 geführte Kranich-Touren zu Fuß, per Fahrrad, Kremser, Bus, oder auch Schiff listet der NABU-Terminkalender für diesen Herbst auf. Einen besonderen Schwerpunkt gibt es mit gleich zwei „Kranichwochen“: vom 24. September bis 1. Oktober am Ostseebodden rund um das von NABU und WWF getragene Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf sowie vom 29. September bis 8. Oktober im Nationalpark Unteres Odertal in Gartz nahe Schwedt.In vielen Regionen Europas haben die Kranichbestände in den letzten Jahren deutlich zugenommen. So brüten in Schweden mehr als 23.000 Paare, in Polen etwa 15.000 und in Finnland mindestens 18.000. In Deutschland hat sich die Zahl der Kranichpaare in nur einem Jahrzehnt auf 8.000 verdoppelt, überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.Mit dem Bruterfolg wachsen auch die Rastansammlungen auf bisher nicht gekannte Größen. So hielten sich nach Zählungen von Vogelkundlern im Herbst 2014 im Rastgebiet Rhin- und Havelluch gleichzeitig bis zu 130.000 Kraniche auf; in der Rügen-Bock-Region des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft waren es meh als 70.000 Vögel. Einige Tage später hatte sich der Schwerpunkt nach Niedersachsen in die Diepholzer Moorniederung verlagert, wo mehr als 100.000 Kraniche erfasst wurden.

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