G20-Investitionspartnerschaft

By   /  August 29, 2017  /  Comments Off on G20-Investitionspartnerschaft

    Print       Email

MIL OSI – Source: Bundesministerium der Finanzen –

Headline: G20-Investitionspartnerschaft

Beschluss zur „Compact with Africa“-Initiative durch G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure in Baden-Baden

Die G20 erkennen ihre besondere Verantwortung an, sich den Herausforderungen in den ärmsten Ländern, vor allem in Afrika, gemeinsam zu stellen. Die Initiative zielt darauf ab, private Investitionen und Investitionen in Infrastruktur in Afrika zu stärken. Diese stellen eine Grundvoraussetzung für starkes, ausgewogenes und nachhaltiges Wachstum dar. Voraussetzung für mehr Investitionen, insbesondere von ausländischen Investoren, sind aber verbesserte Rahmenbedingungen.

Die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Afrikanische Entwicklungsbank haben hierzu gemeinsam einen Bericht erstellt („The G20 Compact with Africa: A Joint AfDB, IMF, and WBG Report“), der von den Finanzministern und Notenbankgouverneuren in Baden-Baden begrüßt wurde. Dieser Bericht stellt einen Katalog von Instrumenten und Maßnahmen vor, welche die makroökonomischen, wirtschaftspolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessern sollen.
Investitionspartnerschaften mit interessierten afrikanischen Ländern

Zur konkreten Verbesserung der Rahmenbedingungen sollen zwischen interessierten afrikanischen Ländern, Internationalen Organisationen und Partnerländern Investitionspartnerschaften entwickelt werden. Darin verpflichten sich die verschiedenen Parteien zu konkreten Schritten, wie sie im Maßnahmenkatalog vorgezeichnet werden. Die G20 leisten politische Unterstützung für umfassende, länderspezifische Maßnahmenpakete, und geben den afrikanischen Ländern eine Plattform, ihre Investitionsbereitschaft und -möglichkeiten darzustellen.

Die Initiative stieß bei vielen afrikanischen Ländern auf großes Interesse. Besonderes Interesse haben Côte d‘Ivoire, Marokko, Ruanda, Senegal und Tunesien in Briefen an Finanzminister Schäuble gezeigt. Diese Länder wurden daraufhin zum G20-Treffen nach Baden-Baden eingeladen. Auf Basis der dort abgegebenen klaren Absichtserklärungen sollen in den nächsten Monaten Investitionspartnerschaften vereinbart werden.

Die sogenannten „C-5“ sind die erste Gruppe von „Compact Countries“. Der „Compact with Africa“ ist langfristig angelegt und steht allen afrikanischen Ländern offen, die Interesse an einer nachhaltigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für private Investitionen haben.
Nächste Schritte

Die nächsten Schritte -insbesondere zur Einbindung bilateraler Partner sowie privater Investoren – werden u. a. beim Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure in Washington DC, USA am 20.-21. April 2017 sowie am Rande des World Economic Forum on Africa vom 3.-5. Mai 2017 in Durban, Südafrika, vorbereitet. Zur Unterstützung der G20-Partnerschaft mit Afrika und des „G20 Compact with Africa“ und zur Präsentation eines modernen, differenzierten Afrikabildes für politische Entscheidungsträger und private Investoren findet am 12. und 13. Juni 2017 die G20-Konferenz „G20-Africa-Partnership – Investing in a Common Future“ in Berlin statt.
Mehr zum Thema

The G-20 Compact with Africa: A Joint AfDB, IMF and WBG Report [PDF, 2MB]

Compact with Africa

Compact with Africa (CWA): Objective [PDF, 302KB]

Die deutsche G20-Präsidentschaft

Abschlusserklärung des G20-Treffens der Finanzminister und Notenbankgouverneure
G20-Afrika-Konferenz von Berlin

Am 12. und 13. Juni 2017 fand in Berlin die internationale Konferenz „G20 Africa Partnership – Investing in a Common Future“ statt, deren Ausrichter das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Bundesbank waren. Eröffnet wurde die Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Konferenz bot den afrikanischen Ländern, die sich an der G20-Initiative „Compact with Africa“ beteiligen, Gelegenheit, ihre politischen Bestrebungen und Schwerpunkte hervorzuheben. Die Finanzminister Äthiopiens, der Elfenbeinküste, Ghanas, Marokkos, Ruandas, des Senegal und Tunesiens kündigten ehrgeizige Reformmaßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für private Investitionen an. Die Leiter der Afrikanischen Entwicklungsbank, des IWF und der Weltbank sowie zahlreiche G20-Staaten und weitere Länder erklärten ihre Unterstützung für die Initiative und die Umsetzung der einzelnen Compacts. Die internationalen Organisationen sicherten eine enge Zusammenarbeit untereinander zu, um die Beiträge aller Compact-Partner wirksam zu koordinieren.

Bei der Konferenz wurden folgende Aspekte des „Compact with Africa“ besonders hervorgehoben: (1) bedarfsorientierter, offener Prozess, bei dem die Eigenverantwortung der afrikanischen Länder maßgebend ist, (2) engerer Dialog und bessere Koordinierung zwischen den Beteiligten, (3) geschlossenes Handeln auf der Grundlage der klaren Bereitschaft aller Seiten, die richtigen Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen, sowie (4) Fortbestand der Initiative über die deutsche Präsidentschaft hinaus. Es wurde betont, dass die Initiative anderen afrikanischen Ländern weiterhin offensteht und die aktuellen Compact-Länder als Vorbild für künftige Teilnehmer dienen könnten.
Gesprächsrunde mit Investoren (High-Level Investor Roundtable)

Bei der Gesprächsrunde mit hochrangigen Investoren und den anschließenden bilateralen Treffen mit Investoren haben die Finanzminister der „Compact with Africa“-Länder den privaten Investoren erste Entwürfe ihrer Compacts vorgestellt und zudem auf konkrete Sektoren und Projekte hingewiesen, bei denen eine Beteiligung der Privatwirtschaft in ihren Ländern am meisten benötigt wird. Sie nutzten die Gelegenheit, die geladenen Vertreter der Privatwirtschaft um eine Rückmeldung zu den Compact-Entwürfen („Prospectuses“) zu bitten.

Die Investoren begrüßten die „Compact with Africa“-Initiative sowie die Möglichkeit, in einen Dialog mit den Compact-Ländern zu treten. Sie unterstrichen, dass eine gute Regierungsführung und gegenseitiges Vertrauen, eine gute öffentliche Infrastruktur, der Zugang zu Entscheidungsträgern, eine transparente Entscheidungsfindung, Kompetenzen und Ausbildung, gut funktionierende inländische Kapitalmärkte, eine transparente und zuverlässige Regulierung und Besteuerung sowie eine möglichst geringe Bürokratie für private Investoren von entscheidender Bedeutung sind. Verschiedene Wirtschaftsvertreter bekundeten ihr Interesse, in konkrete Länder und Sektoren zu investieren. Andere unterstrichen ihre Präsenz in den Compact-Ländern und den Umfang ihrer Geschäfte. Die Vertreter der Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen betonten ebenfalls ihr Bekenntnis zur Initiative und präzisierten mögliche Beiträge, von technischer Hilfe bis zur Entwicklung innovativer Produkte, die zur Mobilisierung privaten Kapitals beitragen werden.

Dokumente

Zu­sam­men­fas­sung der G20-Part­ner­schafts­kon­fe­renz mit Afri­ka [PDF, 2MB]

G20 Af­ri­ca Part­ner­ship – In­ves­ting in a com­mon fu­ture [PDF, 9MB]

Pro­gramm G20-Part­ner­schafts­kon­fe­renz [PDF, 374KB]
Alle Prospekte:

Informationen zu den einzelen Compact-Ländern

Infografiken

Compact with Africa

Bildergalerie der Veranstaltung

G20 Africa Partnership Conference

    Print       Email

You might also like...

Wittmann feiert dritten DTM-Saisonsieg im Regen von Assen – Insgesamt vier BMW Fahrer sammeln Punkte.

Read More →