Unlautere Einkaufspraktiken des Handels auch gesetzlich bekämpfen

By   /  August 30, 2017  /  Comments Off on Unlautere Einkaufspraktiken des Handels auch gesetzlich bekämpfen

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Unlautere Einkaufspraktiken des Handels auch gesetzlich bekämpfen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert
gemeinsam mit dem EU-Bauern- und Genossenschaftsverband COPA-COGECA eine
EU-Gesetzgebung zur Eindämmung unlauterer Handelspraktiken in der
Lebensmittelkette. Dies erklären beide Verbände zur Folgenabschätzung der EU-Kommission
und zum neu eröffneten Konsultationsverfahren. COPA-COGECA-Generalsekretär
Pekka Pesonen sagte in Brüssel: „Das enorme Ungleichgewicht in der
Lebensmittelkette ließ keine andere Wahl, als die Einführung einer Gesetzgebung
zu fordern, um die Position der Landwirte zu verbessern und unlauteren
Handelspraktiken Einhalt zu gebieten. Es ist nicht hinnehmbar, dass Landwirte
beispielsweise nur 20 Prozent des Einzelhandelspreises eines Steaks erhalten,
obwohl sie diejenigen sind, die den Großteil der für die Erzeugung notwendigen
Arbeit leisten. Die freiwillige Supply Chain Initiative (SCI), welche von
Einzelhändlern und Verarbeitern entwickelt worden war und welcher COPA und
COGECA nicht beigetreten sind, funktioniert eindeutig nicht. Es bedarf darüber hinaus
einer Verbesserung der Markttransparenz.“
 
DBV und COPA-COGECA erwarten, dass die
EU-Kommission Anfang 2018 konkrete gesetzliche Vorschläge vorlegt. Der DBV
verweist auch darauf, dass es in Deutschland gelungen ist, das so genannte
Anzapfverbot im nationalen Kartellrecht zu schärfen. Hiermit wird
marktbeherrschenden Handelsketten untersagt, ihre Einkaufsmacht etwa für die
Auferlegung sachlich unbegründeter Einkaufsrabatte zu missbrauchen. Auf
EU-Ebene werden nun weitere Schritte diskutiert, z. B. verpflichtende
Zahlungsfristen von 30 Tagen.

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