Bauernverband und Jagdverband rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf

By   /  September 1, 2017  /  Comments Off on Bauernverband und Jagdverband rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Bauernverband und Jagdverband rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf

 Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300
Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das
Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd
senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.
 
Ab Mitte
September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die
Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das
Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn
Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der
Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an
Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu
bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte
Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das
Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an
Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest
ungefährlich.
 
Für eine
erfolgreiche Bejagung sollten sich Jäger und Landwirte frühzeitig über
Erntezeiten abstimmen, um Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu
können, raten DBV und DJV. Bereits jetzt, zur Milchreife des Maises, sollten
Landwirte Bejagungsschneisen einhächseln, um eine Bejagung überhaupt erst zu
ermöglichen. Effektiver ist das Anlegen von Bejagungsschneisen schon während
des Einsäens im Frühjahr. So wird eine Jagd über mehrere Monate hinweg möglich
– das sorgt auch für weniger Wildschäden.
 
Jäger und
Landwirte sind aufgerufen, ungeklärte Todesfälle bei Wildschweinen unverzüglich
dem zuständigen Veterinäramt zu melden, da das Virus hochansteckend und für
Schweine immer tödlich ist. DBV und DJV fordern aufgrund der aktuellen
Situation Bund und Länder auf, eine effektive und flächendeckende
Schwarzwildbejagung in Deutschland sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere,
die Jagdruhe in Schutzgebieten aufzuheben. Zudem sollten Behörden bundesweit
dem Vorbild einiger Bundesländer und Kommunen folgen und künftig keine Gebühren
mehr für die Trichinenuntersuchung von Frischlingen erheben.
 
Symptome
für die Afrikanische Schweinepest – Hinweise des Friedrich-Loeffler-Instituts
Bei
Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen
Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und
Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall,
Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine
verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere
Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung
betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu
allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche.
 
Beim
Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine
vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den
Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege
sind häufig mit Schaum gefüllt.
 
Weitere
Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (Dossier):
http://www.jagdverband.de/node/4777
http://www.jagdverband.de/node/5636
 
 

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