Landwirtschaft setzt Stickstoff und Gülle immer effizienter und umweltschonender ein

By   /  September 2, 2017  /  Comments Off on Landwirtschaft setzt Stickstoff und Gülle immer effizienter und umweltschonender ein

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Landwirtschaft setzt Stickstoff und Gülle immer effizienter und umweltschonender ein

Die deutsche Landwirtschaft setzt
Stickstoff und Gülle immer weniger und zugleich effizienter ein. Dadurch
verringert sie Emissionen und Nährstoffverluste. Das geht aus dem heute
veröffentlichten Faktencheck des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu Stickstoff,
Nitrat und Gülle hervor. Zielgenaue und umweltschonende Ausbringungstechniken
bei flüssigen Wirtschaftsdüngern (Gülle und Gärreste aus Biogasanlagen)
befinden sich immer weiter auf dem Vormarsch. Der effizientere Einsatz von Düngemitteln
sichert nach Angaben des DBV Erträge und schont gleichzeitig die Umwelt.
 
Der Faktencheck des DBV zeigt,
dass die Überschüsse in den landwirtschaftlichen Stickstoffbilanzen seit 1990
rückläufig sind. In der Gesamtbilanzierung hat sich der Überschuss im
Mittelwert der Jahre 1990 bis 1993 und 2011 bis 2014 um knapp ein Viertel
reduziert, in der Flächenbilanz im selben Zeitraum bereits um mehr als 30
Prozent. Dies zeigt die zunehmende Effizienz des Stickstoffeinsatzes in der
Landwirtschaft. Entsprechend sei entgegen der öffentlichen Wahrnehmung an den
Grundwassermessstellen für Nitrat kein genereller negativer Trend festzustellen,
wie der DBV verdeutlicht. Der Anteil
an Grundwassermessstellen mit fallenden Nitratkonzentrationen (33,4 Prozent) ist
sogar größer als der Anteil mit steigenden (27,7 Prozent). Insgesamt halten 82
Prozent der Messstellen den Nitratschwellenwert von 50 Milligramm Nitrat je
Liter ein. Der DBV geht davon aus, dass sich mit der gerade in Kraft getretenen
novellierten Düngeverordnung diese positiven Trends verstärken und deutlich
beschleunigen.
 
Der DBV weist mit seinem
Faktencheck ebenso darauf hin, dass von 2010 bis 2015 weniger Rinder- und
Schweinegülle ausgebracht, diese genauer dosiert und schneller eingearbeitet
wurde. So sank die ausgebrachte Menge von Rindergülle um 5 Prozent und die
Schweinegülle um 15 Prozent, während sich die Menge an vergorener Gülle und Biogasgärresten
verdoppelte. Dies stelle einen Gewinn für die Umwelt dar, da damit Klimagase
und auch Gerüche aus der Gülle gemindert werden konnten, so die Einschätzung
des DBV. Bei der Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger zeigen die Zahlen des
DBV einen Trend weg von der breiten Verteilung, dessen Anteil an der
ausgebrachten Menge von fast 70 auf 55 Prozent sank (2010 bis 2015). Dahingegen
verdoppelten sich besonders umweltfreundliche und präzise Verfahren wie
Güllegrubber und Gülleschlitztechniken. Die Einarbeitungszeiten flüssiger
Wirtschaftsdünger verkürzten sich stark, so dass Geruchs- und
Stickstoffemissionen reduziert wurden: Die Menge flüssiger Wirtschaftsdünger,
deren Einarbeitung länger als eine Stunde dauerte, halbierte sich von 2010 bis
2015, während sich die unmittelbar bei der Ausbringung in den Boden
eingearbeitete Menge verdoppelte.
Den Faktencheck können Sie HIER einsehen.

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