Geothermie für Bestandswohnungen

By   /  September 15, 2017  /  Comments Off on Geothermie für Bestandswohnungen

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MIL OSI – Source: Bundesministerium fur Umwelt Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit –

Headline: Geothermie für Bestandswohnungen

Mit einem Modellprojekt soll nachgewiesen werden, dass sich auch Niedertemperaturwärme aus Tiefengeothermie (60°C) technisch machbar und wirtschaftlich für eine weitgehend CO2-neutrale Beheizung und Warmwasserbereitung in Wohnquartieren nutzen lässt.

Bundesumweltministerium fördert modellhafte Heizungsumstellung für große Teile eines Wohnquartiers

In Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) will die NEUWOBA Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eG zeigen, dass auch für Bestandsgebäude Niedertemperaturen zur Beheizung der Wohnungen ausreichen. Dazu will sie die in der Region gut verfügbare Erdwärme nutzen. Mit dem Modellprojekt soll nachgewiesen werden, dass sich auch Niedertemperaturwärme aus Tiefengeothermie (60 Grad Celsius) technisch machbar und wirtschaftlich für eine weitgehend CO2-neutrale Beheizung und Warmwasserbereitung in Wohnquartieren nutzen lässt. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Vorhaben mit mehr als vier Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.
In vielen Gebieten Deutschlands mit altem teil- oder unsaniertem Wohnungsbestand werden die Gebäude über Einzelfeuerstätten oder Hochtemperatur-Fernwärme mit Wärme versorgt. Der Wechsel von Hochtemperatur-Fernwärme auf Niedertemperaturwärme im Bestand wird bislang nur als durchführbar betrachtet, wenn auch die Gebäudeinstallation in den Wohnungen angepasst wird. Dies ist aber aus verschiedenen Gründen nicht in jedem Fall umsetzbar.
Das Modellgebiet umfasst 52 Gebäude beziehungsweise mehr als 1600 Wohnungen, die vollständig auf die geothermische Niedertemperaturversorgung umgestellt werden sollen. Bei den Objekten handelt es sich vorrangig um teil- und unsanierte Plattenbauten. Der Zweck der Genossenschaft ist eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung seiner Mitglieder.
Mit dem Vorhaben sollen rund 1200 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr vermieden werden.
Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

15.09.2017
| Pressemitteilung Nr. 307/17

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