Klimaschutz und Bioökonomie gestärkt

By   /  September 19, 2017  /  Comments Off on Klimaschutz und Bioökonomie gestärkt

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Klimaschutz und Bioökonomie gestärkt

In der jüngsten Plenarabstimmung über
die Regeln zur Erfassung der Kohlendioxid-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft
(LULUCF) sprach sich das EU-Parlament dafür aus, dass die Waldnutzung
intensiviert werden darf, wenn Wälder zugleich eine Treibhausgassenke sind.
„Dies ist ein wegweisendes Signal für grünes Wachstum im ländlichen Raum und
einen wirtschaftlich nachhaltigen Klimaschutz durch die Land- und
Forstwirtschaft“, kommentierte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes
(DBV), Bernhard Krüsken, die Entscheidung.
 
Das EU-Parlament will – im Gegensatz zum
Vorschlag der EU-Kommission – die zukünftige Waldbewirtschaftung nicht an der
vergangenen Bewirtschaftungsintensität ausrichten. Gleichzeitig haben sich die
Abgeordneten nach Aussage des DBV dafür ausgesprochen, den in der
Klimabilanzierung potenziell anrechenbaren Anteil der Treibhausgassenke aus der
Waldbewirtschaftung durch Holzprodukte zu erhöhen. Dies stelle ein wichtiges Zeichen
für die Bioökonomie und die Substitution fossiler Materialien dar,
verdeutlichte Krüsken. „Der Nutzwald ist der „Klimawald“, denn ein solcher Wald
kann durch hohe Zuwachsraten und die Holznutzung der Atmosphäre mehr Kohlendioxid
entziehen als ein ungenutzter Wald“, unterstrich der DBV-Generalsekretär. Kritisch
sei indes, wie es beim DBV heißt, die weiterhin im Verordnungsvorschlag
enthaltene Möglichkeit der Neuberechnung der sogenannten Forstreferenzwerte für
die künftige Klimabilanzierung des Waldes durch die EU-Kommission.
 
Das Parlament erkennt nach Angaben des
DBV in seinem Votum die wichtige Rolle des Sektors Landnutzung,
Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft als Treibhausgassenke ebenso an wie
die begrenzte Fähigkeit der Landwirtschaft zur Reduzierung natürlicher
Treibhausgase. Ein wichtiges Zeichen sei, wie Krüsken erläuterte, die
Klarstellung der Parlamentarier, dass Landwirte und Waldbesitzer trotz
Einbeziehung des Bereiches Landnutzung, Landnutzungsänderung und
Forstwirtschaft in die EU-Klimapolitik ab 2020 weiterhin keine
Treibhausgasbilanzierung vornehmen müssen. Dies solle auch weiterhin für den
gesamten Sektor auf nationaler Ebene erfolgen.
 
Gleichzeitig bekräftigten die
Abgeordneten die Festlegung des Pariser Klimaabkommens, nach dem der
Klimaschutz die Ernährungssicherheit nicht gefährden dürfe und die Bemühungen
zur Anpassung an den Klimawandel verstärkt werden müssen. Die diesjährigen frostbedingten
Ernteausfälle im Obstbau sowie die Ernteprobleme beim Getreide aufgrund andauernder
Regenfälle verdeutlichen nach Ansicht des DBV-Generalsekretärs die
Notwendigkeit, sich an den Klimawandel anzupassen sowie Absicherungs- und
Risikoinstrumente zu etablieren.

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