Kinder fragen, Profis antworten: BMW BERLIN-MARATHON Event-Wochenende startet mit Kinder-PK und mini-MARATHON.

By   /  September 24, 2017  /  Comments Off on Kinder fragen, Profis antworten: BMW BERLIN-MARATHON Event-Wochenende startet mit Kinder-PK und mini-MARATHON.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Kinder fragen, Profis antworten: BMW BERLIN-MARATHON Event-Wochenende startet mit Kinder-PK und mini-MARATHON.

Titelsponsor BMW bietet Kindern abwechslungsreiches Tagesprogramm.

Berliner Schülerinnen und Schüler stellen den Hahner-Twins,
Uta Pippig und Heinz Frei (CH) ihre Fragen.

Gemeinsames Aufwärmen vor dem mini-MARATHON.

Berlin. Bevor es am Sonntag für die rund 70.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 44. BMW BERLIN-MARATHON ernst
wird, gehörte der Samstag den Kleinen. Im Rahmen des
Event-Wochenendes in Berlin veranstaltete Titelpartner und
Hauptsponsor BMW für vorab ausgewählte Berliner Schüler eine
Kinder-Pressekonferenz. Dabei hatten 49 Nachwuchsjournalisten der
Mühlenau-Grundschule Berlin Zehlendorf die Gelegenheit, deutschen
Top-Athleten wie den BMW Laufsport Botschafterinnen Anna und Lisa
Hahner, der mehrmaligen Marathon-Siegerin Uta Pippig und Heinz Frei
ihre Fragen zu stellen.
Zunächst ging es per Shuttle ins Pressezentrum, wo die acht- bis
zwölfjährigen Kinder offizielle Akkreditierungsausweise erhielten.
Natürlich durften auch die notwendigen Arbeitsmaterialien nicht
fehlen: Pressemappe, Kugelschreiber, Schreibblock, USB-Karte und ein
Modell des aktuellen Safety-Cars BMW i8. In der anschließenden
Pressekonferenz, die von „RUNNER’S World“ Redakteur Urs Weber
moderiert wurde, stellten die jungen Reporter ihr journalistisches
Talent unter Beweis und löcherten die Profi-Läufer mit ihren Fragen.
Diese standen geduldig Rede und Antwort und zeigten sich angesichts
der etwas anderen Pressekonferenz begeistert. „Die Fragen waren toll
und haben gezeigt, dass die Kinder sehr großes Interesse am Laufsport
haben“, sagte BMW Markenbotschafterin Lisa Hahner. Auch Uta Pippig,
dreimalige Siegerin des BMW BERLIN-MARATHON, war sehr euphorisch:
„Eine tolle Idee, die BMW Kinder-Pressekonferenz. Unglaublich, wie
aufgeweckt und interessiert die Kinder im offiziellen Pressezentrum
des Marathon aufgetreten sind. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“ Dies
konnte Heinz Frei, mit 1:20,14 h aktueller Weltrekordhalter im
Rennrollstuhl-Marathon, nur bestätigen: „Die Kinder kannten sich auch
mit Details aus und konnten beispielsweise den Unterschied zwischen
einem Rollstuhl und einem Handbike erklären.“

Auch die Fragensteller genossen ihre erste offizielle
Presserunde. Die Wissbegierde der Kinder kannte keine Grenzen. Hier
eine kleine Auswahl der Fragen mit den dazugehörigen Antworten:

Welche Zeit müssen Sie laufen, um sich für die
Europameisterschaft im nächsten Jahr in Berlin zu qualifizieren?
Anna Hahner: „2:31:59 muss ich laufen, um mich für die
Europameisterschaft zu qualifizieren. Und die EM ist im nächsten Jahr
auch in Berlin. Die Strecke ist zwar ein wenig anders, aber natürlich
ist es für mich perfekt, Berlin in diesem Jahr schon einmal zu kennenzulernen.“

Wie oft trainiert Ihr in der Woche?
Anna Hahner: „Ich laufe nicht nur, sondern gehe auch schwimmen oder
Rad fahren. Meistens sind es zwei Einheiten am Tag. Und dann kommt
natürlich auch noch ein wenig Yoga oder Krafttraining dazu.“

Haben Sie immer Lust zu trainieren?
Heinz Frei: „Das ist so ein wenig mein Erfolgsgeheimnis, dass ich die
Lust nie verloren habe. Man muss natürlich auch trainieren gehen, wenn
es mal nebelig oder kalt ist. Wenn ich dazu keine Lust mehr hätte,
hätte ich schon längst aufhören müssen. Aber das war immer vorhanden.
Man muss manchmal auch kreativ sein. Lust ist, auch im Winter zu
trainieren, z. B. mit meinem Langlaufschlitten. Und daran habe ich
Freude. Das öde Muckibuden-Training gefällt mir nicht so sehr, da bin
ich lieber draußen in der Natur.“
Uta Pippig: „Im Winter macht Skilanglauf total viel Spaß. Durch die
Armbewegung kräftigt Ihr auch Eure Armmuskulatur. Aber vor allem die
Beugemuskulatur im Oberschenkel, die Ihr ganz viel für den Vortrieb
beim Laufen braucht.“

Ist es nicht unbequem, den Marathon im Rollstuhl zu fahren?
Heinz Frei: „Es sieht sehr unbequem aus. Man hat das Gefühl, als
würden die Beine einschlafen, weil das die Blutzirkulation stört. Da
wir Rollstuhlfahrer in den Beinen keine Muskulatur mehr haben, können
wir diese viel mehr zusammenschachteln, ohne dass diese während des
Rennens gleich absterben würden.“

Was ist der schwierigste Moment in der Vorbereitung?
Lisa Hahner: „Die schwierigsten Momente in einer Vorbereitung sind
kleinere und größere Rückschläge – wenn es mal nicht so läuft. Vor
allem, wenn es nicht mehr so viele Tage bis zum Marathon sind und man
überlegt: ‚Schaffe ich mein Trainingspensum noch?’ Aber wenn das
nächste Training wieder gut ist, sind diese Gedanken schnell verflogen.“
Anna Hahner: „Ihr habt sicherlich auch manchmal schlechte Momente, z.
B. wenn Ihr eine schlechte Note schreibt. Dann müsst Ihr auch nach
vorne schauen und sagen, die nächste Note wird besser. Das ist auch
beim Laufen so. Wenn der Wettkampf nicht so gut war, dann darf man
kurz traurig sein, aber man muss überzeugt davon sein, dass es beim
nächsten Mal wieder besser geht.“

Ist der Marathon für Sie vorbei, wenn Sie über die Ziellinie laufen?
Lisa Hahner: „Die Ankunft im Ziel ist das Schönste am Marathon. Auf
diesen Moment freut man sich schon während der ganzen Vorbereitung.“

Wo trainiert Ihr gerne?
Uta Pippig: „In Berlin laufe ich gerne, in Potsdam oder draußen in
Bad Saarow. Und dann laufe ich gerne in Colorado. Da läuft man auf
1.700 Meter Höhe. Das ist sehr gut für das Training und die Atmung,
weil alles ein bisschen schwerer geht. Aber wenn man dann wieder nach
Deutschland zurückkehrt, ist man ein wenig schneller. Im Winter bin
ich sehr gerne in Neuseeland.“

Mit wie viel Jahren sind Sie Ihren ersten Marathon gelaufen?
Uta Pippig: „Bei mir war das ein bisschen komisch. Eigentlich wollte
ich mehr die kürzeren Strecken laufen. Dann hatte ich eine Wette mit
meinem Trainer und meiner Trainingsgruppe. Bei einer Zeit unter 2:48 h
im Marathon würden wir alle zusammen schön essen gehen und eine Party
machen. Dann bin ich zweimal 30 Kilometer gelaufen, habe mich fünf
Wochen gezielt vorbereitet und bin dann 2:47,48 h gelaufen. Ich war
damals 19 Jahre alt.“
Lisa Hahner: „Wir waren 22 Jahre alt. Und bei uns war es genau anders
herum. Wir wollten immer schon Marathon laufen, denn bei den kurzen
Distanzen ist man immer so schnell im Ziel. Eigentlich sind wir durch
Joey Kelly zum Laufen gekommen. Wir haben einen Vortrag von ihm gehört
und dann hatten wir das Gefühl, dass Laufen das Tollste auf der ganzen
Welt ist. Und das ist es auch.“

Was essen Sie vor dem Marathon?
Lisa Hahner: „Wir essen viel vor dem Marathon. Vier Stunden vor dem
Start, also Lisa am Sonntag um 5 Uhr, frühstücken wir. Ich esse
meistens drei Brötchen und Müsli mit Haferflocken und Cornflakes.
Manchmal auch nur Brötchen und Cappuccino.“
Heinz Frei (lacht): „Wenn ich Anna und Lisa am Frühstücksbuffet
treffe und sehe, wie viel Essen diese zarten Mädels auf den Teller packen.“

Mit wie viel Jahren haben Sie angefangen zu trainieren?
Heinz Frei: „Ich bin bei einem Berglauf ausgerutscht,
heruntergefallen und sitze seit diesem Tag im Rollstuhl. Da war ich 20
Jahre alt. Als ich noch laufen konnte, bin ich im örtlichen
Leichtathletikverein gewesen und habe viele Sportarten gemacht. Mich
hat es schon immer mehr zum Laufen hingezogen und habe als
Jugendlicher viele Wettkämpfe gemacht. Nach diesem Unfall war ich
froh, dass ich überhaupt noch Sport treiben konnte. 1978 waren für
Rollstuhlfahrer noch nicht wirklich Sportgeräte vorhanden. Wir mussten
diese selber bauen und basteln und so Alltagsrollstuhle frisieren und basteln.“
Anna Hahner: „Wir haben mit sechs Jahren angefangen Tischtennis zu
spielen und mit elf Jahren Ju-Jutso, das ist eine Kampfsportart. Und
wir waren immer draußen am Fußballplatz und haben Fußball gespielt.
Zum Laufen sind wir erst mit 17 Jahren gekommen.“

Was war Euer anstrengendster Marathon?
Uta Pippig: „Mein härtester Marathon war 1996 in Boston. Da hatte ich
nach sieben Kilometern ganz schlimme Bauchschmerzen und wusste nicht,
ob ich anhalten soll. Dann habe ich ganz kurz angehalten, habe mich
gedehnt und habe mir geschworen, nicht aufzugeben. Dann bin ich
weitergelaufen und es ging mir immer besser. Ich habe niemals
aufgegeben und habe das Rennen noch gewonnen. Also wenn es Euch mal
ganz schlecht geht beim Laufen, dann müsst Ihr aufhören. Denn
Gesundheit geht vor. Aber wenn Ihr Euch nur ein wenig schlecht fühlt,
nehmt ein bisschen das Tempo raus. Dann kann sich der Körper erholen
und Ihr fühlt Euch wieder gut.“
Heinz Frei: „Mit dem Rollstuhl war mein schwerster Marathon New York.
Bereits nach dem Start geht es eine lange Brücke hoch, und wenn Du es
danach bei schlechten Straßenverhältnissen sausen lässt, kann Dir der
Reifen platzen. Dies ist mir einmal passiert. Dann musste ich Reifen
wechseln, aufpumpen… Dann war die Spitze weg und das Rennen im
Prinzip gelaufen. Aber wenn man das Ziel dann noch erreicht, ist man
vielleicht noch ein wenig stolzer.“

Was ist Euer Tipp an uns, wie wir den mini-Marathon meistern können?
Uta Pippig: „Ich bin ein sehr glücklicher Mensch und habe sehr viel
Freude am Laufen. Und ich bin unglaublich gerne mit Menschen zusammen,
die selbst laufen – wie z. B. mit Lisa und Anna. Freude ist mein
Geheimnis. Auch, wenn es mir mal nicht so gut geht. Versucht einfach
Spaß und Freude zu haben.“

Nach der offiziellen BMW Kinder-Pressekonferenz hatten die
Schüler die Möglichkeit bei einem ausgiebigen Läufer-Lunch auf
exklusive Round-Table-Gespräche mit den vier Top-Athleten.
Anschließend wurde es dann richtig sportlich. Der mini-MARATHON, für
den sich die kleinen Teilnehmer gemeinsam mit Lisa Hahner aufwärmten,
führte über 4,2195 Kilometer am Brandenburger Tor und Potsdamer Platz
vorbei und endete schließlich auf der Straße des 17. Juni.

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