Niederschläge bedrohen Kartoffelernte in Norddeutschland

By   /  October 9, 2017  /  Comments Off on Niederschläge bedrohen Kartoffelernte in Norddeutschland

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Niederschläge bedrohen Kartoffelernte in Norddeutschland

Für 2017 wird nach zwei mäßigen
Kartoffeljahren mit einer normaleren Kartoffelernte gerechnet. Die Gründe
liegen in einer Ausweitung der Anbaufläche um 2,4 Prozent auf 248.400 Hektar und
in höheren Erträgen. Derzeit wird bundesweit mit einer Ernte von 11,3 Millionen
Tonnen gerechnet, das sind fast 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie der Deutsche
Bauernverband (DBV) mitteilte, haben die Landwirte aktuell aber größte
Schwierigkeiten die Kartoffeln wegen der starken Niederschläge zu ernten und
einzulagern. Besonders in Norddeutschland sind die Kartoffelfelder trotz
erntereifer Kulturen nicht zu befahren. Allein in Niedersachsen liegt der
Flächenanteil des deutschen Kartoffelanbaus bei 45 Prozent.
 
Ein Grund für die Ausweitung der
Anbaufläche ist die wachsende Nachfrage für die Herstellung von veredelten
Kartoffelerzeugnissen, insbesondere von Pommes Frites. Die Erträge fallen in
diesem Jahr regional sehr unterschiedlich aus. So wurden in Niedersachsen mit
rund 485 Dezitonnen je Hektar bisher die höchsten Erträge gerodet. Der
Bundesdurchschnitt lag bisher bei 454 Dezitonnen je Hektar, was einem Plus von
knapp 10 Dezitonnen bzw. von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Da die Qualität der bisherigen Ernte sehr gut ausfällt, appelliert der DBV an
Lebensmitteleinzelhandel und Verarbeitungsindustrie, vorzugsweise deutsche Ware
einzukaufen und anzubieten. Für alle wichtigen Kartoffelanbauregionen in
Nordwesteuropa (Frankreich, Benelux, Deutschland, Großbritannien) werden
bessere Ernteergebnisse als im letzten Jahr erwartet.

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