Neue Ausstellung: SICK! Kranksein im Comic

By   /  October 19, 2017  /  Comments Off on Neue Ausstellung: SICK! Kranksein im Comic

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MIL OSI – Source: Charite – Universitatsmedizin Berlin –

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Diagnosen wie Alzheimer, Depressionen oder Morbus Crohn verändern das Leben von Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden. Doch wie wird die Krankheit erlebt? Wie kann man lernen, damit umzugehen? Diesen Fragen widmen sich seit einigen Jahren verstärkt auch Comics. Eine Ausstellung und eine internationale Tagung im Berliner Medizinhistorischen Museum (BMM) der Charité – Universitätsmedizin Berlin beschäftigen sich mit Erzähl- und Darstellungsweisen vom kurzen Comic-Strip bis zur Graphic Novel.
In der von der Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Uta Kornmeier kuratierten Interventions-Ausstellung im medizinischen Präparatesaal des BMM werden Comics aus acht verschiedenen Ländern präsentiert, die persönlich, kritisch und mitunter auch humorvoll die vielfältigen Erfahrungen von Diagnose, Therapie, Behinderung sowie Pflege und Alltagserleben thematisieren und dabei jeweils eigene künstlerische Darstellungsweisen entwickeln. Die Ausstellungsform der Intervention ermöglicht einen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft: Die individuellen Krankengeschichten werden dabei in Bezug zu den anonymisierten medizinischen Präparaten Rudolf Virchows gesetzt. Die historischen Präparate, die auch heute noch für die Lehre genutzt werden, präsentieren krankhafte Veränderungen des menschlichen Körpers in entpersonalisierter Form und aus Perspektive der Medizin. Ausgespart bleibt das emotionale und persönliche Erleben der Patienten, Angehörigen und medizinisch Tätigen. Diese kommen jetzt in den ausgestellten Comics zu Wort, um ihre Sichtweise auf Kranksein und Behinderung darzustellen.
Die Ausstellung „SICK! Kranksein im Comic / Reclaiming Illness through Comics“ ist vom 27. Oktober 2017 bis 4. März 2018 im Berliner Medizinhistorischen Museum, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 16 zu sehen. Vertreter der Medien sind vorab am Donnerstag, den 26. Oktober um 11 Uhr zum Presserundgang mit Interviewmöglichkeit eingeladen. Treffpunkt ist die Hörsaalruine des BMM. Um Anmeldung unter presse(at)charite.de wird gebeten.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, den 26. Oktober von 18 bis 21 Uhr in der Hörsaalruine des BMM statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Um 19.30 Uhr gibt es zwei kurze Vorträge auf Englisch. Es sprechen die Gesundheitspflegerin und Autorin des Comics „Taking Turns: Stories from HIV/AIDS Care Unit 371“ (2017), MK Czerwiec (Chicago), und Ian Williams (Brighton), Arzt und Autor des Comics „The Bad Doctor“ (2014). Beide gelten als bedeutende Vertreter des sogenannten Graphic Medicine Movement. Der Eintritt ist frei; auch der Besuch der Ausstellung ist am Eröffnungsabend kostenlos.
Die Tagung in englischer Sprache „Stories of Illness / Disability in Literature and Comics. Intersections of the Medical, the Personal, and the Cultural” findet vom 27. bis 29. Oktober im Berliner Medizinhistorischen Museum statt. Um Anmeldung wird gebeten: alexandrahu(at)zedat.fu-berlin.de
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog, der von der Künstlerin Stef Lenk gestaltet wurde. Die Grafikerin ist auch Mitglied des Forschungsteams. Die Leitung des Forschungsprojekts „PathoGraphics“ (Graphic Medicine and Literary Pathographies: The Aesthetics and Politics of Illness Narratives in Contemporary Comics and Literature) liegt in den Händen der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff. Das Projekt ist an der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin angesiedelt und wird von der Einstein-Stiftung Berlin gefördert.Pressebilder stehen auf Anfrage zur Verfügung.

DownloadsLinksBerliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Tagungsprogramm
Forschungsprojekt PathoGraphics an der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule

KontaktUwe DoldererLeiter der Unternehmenskommunikation und PressesprecherCharité – Universitätsmedizin Berlint: +49 30 450 570 400
Dr. Nina DiezemannPresse und KommunikationFreie Universität Berlint: +49 30 8387 3190Zurück zur Übersicht

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