Staatliche Instrumente zum Umgang mit starken Preisschwankungen erhalten

By   /  October 19, 2017  /  Comments Off on Staatliche Instrumente zum Umgang mit starken Preisschwankungen erhalten

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Staatliche Instrumente zum Umgang mit starken Preisschwankungen erhalten

DBV-Milchbauernpräsident
Karsten Schmal ist zum stellvertretenden Vorsitzenden der „Gruppe für den
zivilen Dialog“ zur Beratung der EU-Kommission in milchpolitischen Themen
gewählt worden und vertritt in diesem Gremium nun federführend die Interessen
des europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbandes Copa-Cogeca. Vorsitzender
der Gruppe ist seit dieser Woche der Franzose Michel Nalet als Präsident des
Europäischen Milchindustrieverbandes. Als weitere Stellvertreterin wurde die
Irin Anna Randels für den europäischen Verband der Milchprodukthändler gewählt.
 
Anlässlich seiner Wahl
äußerte sich Schmal zu aktuellen milchpolitischen Themen: „Die EU hat sich in
den vergangenen Jahren zunehmend aus der Gestaltung des Milchmarktes
zurückgezogen. Darin erkennen wir Milchbauern Chancen, aber auch Risiken in
Form extremer Preisschwankungen. Die EU ist dementsprechend gefordert, die
wenigen Instrumente beizubehalten, um diese Schwankungen zu verringern und
Marktkrisen entgegenzuwirken.“ Hierzu gehören eine starke erste Säule der
Gemeinsamen Agrarpolitik, die Öffentliche Intervention von Milchprodukten sowie
die Förderung der Privaten Lagerhaltung in angespannten Marktsituationen.
 
Derzeit befinden sich
380.000 Tonnen Magermilchpulver in den öffentlichen Lägern der Europäischen
Union. „Wir brauchen aber ebenso eine klare Strategie für den zeitnahen Abbau
dieser Lagerbestände“, so Schmal. Im Beschluss der europäischen Institutionen
zur Änderung des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktorganisation im Rahmen der
Omnibus-Verordnung sieht Schmal die DBV-Position bestätigt. Die Lieferbeziehungen
zwischen Milchbauern und ihren Molkereien müssten modernisiert werden, um eine
langfristige Preisabsicherung zumindest für Teilmengen und eine verbindlichere
Abstimmung zu den Anlieferungsmengen zwischen Molkereien und Milchbauern zu ermöglichen.
Staatliche Vorgaben könnten immer nur die zweitbeste Lösung sein. Vielmehr
sollte es aus Sicht Schmals im Eigeninteresse der Akteure am Markt sein, dass
eine modernere Gestaltung der Lieferbeziehungen umgesetzt wird.

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