Elektroschrott darf nicht in den Hausmüll

By   /  October 20, 2017  /  Comments Off on Elektroschrott darf nicht in den Hausmüll

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

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Kostenlose Rücknahme der Geräte

Seit 2006 dürfen Verbraucher ihre ausgedienten Elektrogeräte nicht mehr in den Restmüll werfen. Stattdessen können sie die Altgeräte kostenlos an Sammelstellen wie Wertstoff- und Recyclinghöfe und seit Juli 2016 auch bei großen Elektrohändlern und Online-Händlern zurückgeben.

Ausgedientes Fernsehgerät – Foto: Helge May

21. Juli 2015 – Das neue Elektrogerätegesetz hat für den Verbraucher zur Folge, dass er seine Altgeräte sowohl beim Elektrohändler als auch bei den Kommunen abgeben kann. Der Gesetzgeber hat aber von einer verbraucherfreundlichen Lösung abgesehen, weshalb es mehrere Punkte zu beachten gilt.

Werfen Sie funktionstüchtige Altgeräte nicht einfach weg! Fragen Sie sich zuerst, wer noch Verwendung dafür haben könnte und verschenken oder verkaufen Sie es weiter. Damit geben Sie Fernseher, Laptop oder Handy ein neues Leben und schützen damit Umwelt und Ressourcen.Sollte das Gerät einmal kaputt gehen, gibt es zahlreiche Initiativen, die Ihnen bei der eigenen Reparatur helfen können (siehe hier).

Sammelstellen

Die Kommunen organisieren die Abfallentsorgung und Wertstoffsammlung unterschiedlich. Sammelstellen haben daher auch unterschiedliche Bezeichnungen wie Wertstoffhof oder Recyclinghof. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie Elektrogeräte von sehr groß bis sehr klein kostenlos zurücknehmen müssen. Die getrennte Sammlung ist wichtig, um Schadstoffe fachgerecht entsorgen lassen zu können und auch, um so viele Metalle und Kunstoffe wie möglich recyceln zu können.

Die Sammelstellen sind vor Ort über die Stadtreinigung oder die Abfallberatung zu finden. Wer große Haushaltsgeräte beim Händler zurückgeben will, muss folgendes beachten: Nur die großen Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro(-nik)geräte von über 400 qm sind beim Neukauf eines Geräts aus der gleichen Geräteart zur Rücknahme verpflichtet. Der Kunde muss allerdings direkt beim Kauf angeben, dass er sein altes Gerät zurückgeben möchte. Nach wie vor gilt aber, dass Elektrofachmärkte auf freiwilliger Basis große Haushaltsgeräte in der Regel bei Lieferung eines neuen Gerätes kostenlos oder gegen geringes Entgelt zurück.

Kleingeräte

Computerschrott enthält wertvolle Metall – Foto: Helge May

Das neue ElektroG verpflichtet die Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro(-nik)geräte von über 400 qm zur Rücknahme von Elektrokleingeräten mit einer Kantenlänge kleiner 25 cm. Davon sind auch Online-Händler betroffen, die eine Rücknahme meist über die Post ermöglichen. Die Elektromärkte dürfen diese Altgeräte also nicht zurückweisen. Gleichzeitig sollte man sich aber auch bei kleineren Märkten informieren, ob Kleingeräte auf freiwilliger Basis zurückgenommen werden. Die Alternative bleibt die Fahrt zum Wertstoffhof.Nachwievor gibt es die Möglichkeit, über den „Electroreturn“ der Deutschen Post kaputte Elektrokleingeräte wie Handys, Kameras, Computerbauteile, Kompaktkameras oder leere Druckerpatronen kostenlos zu einem Recyclinghof zu schicken. Ein Versandetikett lässt sich einfach am heimischen Drucker ausdrucken (www.deutschepost.de/electroreturn)

Leuchtmittel und Batterien

In Altbatterien stecken Zink, Eisen oder Mangan. – Foto: Helge May

Auch LED-Leuchten und Energiesparlampen dürfen nicht in den Hausmüll geschmissen werden, sondern gehören auf den Wertstoffhof. Den Weg dorthin verkürzt der Gang zur nächsten Drogerie oder dem nächsten Kaufhaus, die Leuchtmittel zurücknehmen. Im Internet findet sich über Lightcycle, einem nicht gewinnorientierten Unternehmen der Leuchtmittelhersteller, eine Sammelstelle in der Nähe (www.lightcycle.de).Auch gebrauchte Batterien dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. In ihnen stecken zum Beispiel Zink, Eisen oder Mangan, die als Rohstoffe wiedergewonnen werden können. Zudem enthält heute noch ein kleiner Prozentsatz an Gerätebatterien gefährliche Stoffe wie Quecksilber, Cadmium oder Blei. Überall dort, wo Batterien zu kaufen sind, können gebrauchte Batterien zurückgegeben werden.

Alte Handys für die Havel

Handysammelbox – Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Der NABU und die E-Plus-Gruppe arbeiten beim Thema Umweltschutz zusammen. Seit dem 1. Januar 2011 ist das Mobilfunkunternehmen neuer Partner der Kampagne „Alte Handys für die Havel“. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU bis zu drei Euro von der E-Plus-Gruppe. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel.

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