BOG: Risikomanagement für landwirtschaftliche Betriebe verbessern

By   /  October 27, 2017  /  Comments Off on BOG: Risikomanagement für landwirtschaftliche Betriebe verbessern

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: BOG: Risikomanagement für landwirtschaftliche Betriebe verbessern

Eine der historisch niedrigsten Apfelernten in diesem Jahr aufgrund
massiver Frostschäden, die auch die Verbraucher aktuell durch eine Verknappung
des regionalen Angebots von Frischobst und verarbeiteter Ware sowie anziehende Preise
im Lebensmitteleinzelhandel erfahren, unterstreicht die politische Forderung
nach einem verbesserten Risikomanagement für die Betriebe mit Sonderkulturen.
Dies stellten die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) auf
ihrer jüngsten Sitzung (25. Oktober 2017) fest. Neben den Apfelanbauern,
die bundesweit mit 550.000 Tonnen Äpfeln nur die Hälfte der Menge des
vergangenen Jahres ernten, sind vor allem die Betriebe mit Steinobst von den
Frostfolgen betroffen.
 
Der Bundesausschuss für Obst und Gemüse fordert deshalb von Bund und
Ländern, endlich ein besseres Risikomanagement zu ermöglichen. Dazu gehören
neben der Eigenvorsorge der Betriebe die Möglichkeit von steuerlichen
Risikorückstellungen, von den Bundesländern geförderte Versicherungsmöglichkeiten
gegen Frost für Kern- und Steinobstbetriebe sowie auch Investitionsförderungen
für Frostschutzberegnungsanlagen über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung
der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.
 
Der Bundesausschuss Obst und Gemüse diskutierte themenübergreifend
erstmals gemeinsam mit dem Fachausschuss Obst, Gemüse und Gartenbauwirtschaft des
Deutschen Raiffeisenverbandes zu Entwicklungen der gemeinsamen
Marktorganisation über Qualitätssicherung bei Obst und Gemüse bis hin zur Einschätzung
der Marktsituation. Diese gemeinsame Plattform soll künftig aus Synergiegründen
weiter genutzt werden. Einig waren sich die Vertreter beider Organisationen bei
der Bewertung des Trilog-Ergebnisses über Änderungen bei Obst und Gemüse in der
Gemeinsamen Marktorganisation. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Beschlüsse
eher redaktionellen Charakter und qualitativ kaum Auswirkungen auf die
deutschen Erzeugerorganisationen haben. Große Erwartungen äußerten die
Mitglieder beider Ausschüsse an die EU-Kommission im Hinblick auf ihre
anstehende Mitteilung zur Reform der gemeinsamen Marktpolitik für die Zeit nach
2020.

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