Ein gesellschaftlich getragener Dialog zur Entwicklung der Tierhaltung

By   /  October 27, 2017  /  Comments Off on Ein gesellschaftlich getragener Dialog zur Entwicklung der Tierhaltung

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Ein gesellschaftlich getragener Dialog zur Entwicklung der Tierhaltung

„Miteinander reden, statt
übereinander“ – dieses Ziel setze der Chefredakteur des Tagesspiegel
Stephan-Andreas Casdorff zu Beginn des „Fachforums Landwirtschaft“ im
gleichnamigen Berliner Medienhaus. Wer die Nutztierhaltung ernsthaft
weiterentwickeln wolle, müsse die These akzeptieren, dass es ethisch vertretbar
sei, Fleisch zu essen. Diese Einstellung attestierte Casdorff den 150 Teilnehmern
des Fachforums. Mit dem neuen Format wollten Verbände und Organisationen der
Landwirtschaft einen möglichst breiten Dialog zwischen Landwirten,
Verbrauchern, Wissenschaftlern, Vertretern der Kirchen sowie Kritikern der
derzeitigen Haltungsbedingungen anstoßen. Damit war faktisch ein Runder Tisch
gebildet mit dem Bestreben der Beteiligten, zuzuhören, aufeinander einzugehen
und möglichst Grundlagen für Lösungsansätze einer Tierhaltung in Deutschland
mit Zukunft zu geben. Die Ressortchefin Politik des Tagesspiegels, Juliane
Schäuble, als Moderatorin leitete eine lebhafte Debatte in einer Atmosphäre des
respektvollen Umgangs miteinander.
 
Die zwei Impulsvorträge und
Debattenrunden mit insgesamt acht Vertretern der unterschiedlichen
gesellschaftlichen Gruppen zeigte die Zielkonflikte auf, die für Wandel und
Veränderungen der Tierhaltung in der deutschen Landwirtschaft zu überwinden
sind. Nicht nur der westfälische Schweinehalter Christoph Selhorst veranschaulichte
in seinem Impulsvortrag mit einigen Beispielen aus der Praxis, wie ernsthaft
die Veränderungsbereitschaft der Tierhalter ist. Doch stehen dem Wandel allzu
häufig Zielkonflikte, die durch die Tier-, Klima- und Umweltschutzpolitik
geschaffen werden, entgegen. Rechtssicherheit, Planbarkeit und Verlässlichkeit
seien notwendig, um die Haltungsbedingungen effizienter und schneller weiterzuentwickeln.
Auch der Tierethiker Professor Peter Kunzmann zeigte Ansätze und Perspektiven
einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung auf, zog andererseits aber tierethische
Grenzen. Eine Verbesserung des Wohlbefindens der Tiere sei ohne Zweifel
machbar, doch müsste dies vom Tierhalter umsetzbar sein und vom Verbraucher
bezahlt werden.
 
Das „Fachforum Landwirtschaft“
wurde unterstützt vom Bundesverband
Rind und Schwein (BRS), vom Deutschen Bauernverband (DBV), der Deutschen
Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), der Interessengemeinschaft der
Schweinhalter Deutschlands (ISN) und dem Zentralverband der Deutschen
Geflügelwirtschaft (ZDG).

 

 
DBV-Vizepräsident Werner Schwarz in der Diskussion auf dem Fachforum Landwirtschaft des Tagesspiegels (Quelle: Tagesspiegel / Dominik Lindner)

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