ver.di kritisiert das Scheitern einer gemeinsamen Transfergesellschaft für Air Berlin und begrüßt die „Berliner Lösung“

By   /  October 27, 2017  /  Comments Off on ver.di kritisiert das Scheitern einer gemeinsamen Transfergesellschaft für Air Berlin und begrüßt die „Berliner Lösung“

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MIL OSI – Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft –

Headline: ver.di kritisiert das Scheitern einer gemeinsamen Transfergesellschaft für Air Berlin und begrüßt die „Berliner Lösung“

25. Oktober 2017 | ver.di kritisiert das Scheitern der großen Auffanggesellschaft. „Es ist völlig unverständlich, dass sich Erwerber und die Politik nicht dazu bereitgefunden haben, den Beschäftigten von Air Berlin unter die Arme zu greifen, weil sie keinen ausreichenden Beitrag für eine Auffanggesellschaft leisten wollen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern hätten sich ebenso aus der Verantwortung gestohlen wie der Bund. Lediglich Berlin sei mit einer eigenen Lösung für die Airberliner bereit, soziale Verantwortung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu übernehmen, die über viele Jahre und Jahrzehnte das Unternehmen mit ihrem Engagement unterstützt haben und dieses bis zum letzten Tag tun würden. Tausenden droht Arbeitslosigkeit Auch nach dem Geschäftsabschluss mit der Lufthansa droht tausenden Airberlinern die Arbeitslosigkeit. Und auch wenn noch immer mit weiteren Interessenten verhandelt wird, wäre die Errichtung einer Transfergesellschaft ein wichtiges und wirksames Instrument gewesen. Die Gesellschaft hätte den Beschäftigten helfen können, Zeit zu gewinnen und sie an andere Arbeitgeber vermitteln können. Jobbörsen, seien hilfreich, würden aber alleine das Problem nicht lösen, so die Gewerkschafterin. ver.di hatte noch am 23. Oktober alle Beteiligten aufgefordert, einer Transfergesellschaft für die Air Berliner zuzustimmen und sich finanziell an ihr zu beteiligen. Die Gewerkschaft sah sowohl die Erwerber und Air Berlin als auch den Bund und die Bundesländer in der Verantwortung, in denen Air Berlin große Standorte hat: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin.„Berliner Lösung“ 26. Oktober 2017 | ver.di begrüßt die  „Berliner Lösung“ für eine Transfergesellschaft bei Air Berlin. Diese kam nicht zuletzt durch das starke Engagement des Berliner Senats zustande. Nachdem die Gespräche zwischen Berlin, Bayern, NRW und dem Bund zu einer großen Auffanggesellschaft am Mittwoch gescheitert waren, sei die “Berliner Lösung” umso erfreulicher. Davon könnten nicht nur die Beschäftigten, sondern auch das Land Berlin profitieren, das schließlich dringend Fachkräfte suche. ver.di hat die Beschäftigten aufgefordert, ihre individuelle Lösung genau zu überdenken und kurzfristig den Eintritt in die Transfergesellschaft zu prüfen. Der Geltungsbereich erstreckt sich auf die 1.400 Bodenbeschäftigten, allerdings in einem Nachrückverfahren, da für die Abwicklung von Air Berlin noch Personal benötigt werde. Air Berlin Technik ver.di wertet es auch positiv, dass für einen Teil der Air Berlin Technik (ABT) eine Lösung gefunden werden konnte, weil das Konsortium aus Zeitfracht und Nayak Teile der Technik-Sparte übernehme, sagte ver.di-Bundesvorsandsmitglied Christine Behle am Donnerstag. Rund 550 Beschäftigte blieben aber unversorgt. Positiv sei, dass sich die Erwerber anscheinend für einen Betriebsübergang von Beschäftigten ausgesprochen haben. Damit stellen sie sich der sozialen Verantwortung. Das hätte sich ver.di von allen Erwerbern gewünscht.

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