Landwirtschaft hilft beim Kampf gegen den Klimawandel

By   /  November 3, 2017  /  Comments Off on Landwirtschaft hilft beim Kampf gegen den Klimawandel

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Landwirtschaft hilft beim Kampf gegen den Klimawandel

„Die Landwirtschaft kann heute
über effiziente und klimaschonende Nahrungsmittelerzeugung, CO2-Speicherung
im Boden und die Erzeugung von Bioenergie einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz liefern. Eine produktiv ausgerichtete Landwirtschaft ist Teil der
Lösung bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Diese Rolle muss auch bei
der anstehenden Klimakonferenz in Bonn berücksichtigt und gestärkt werden.“ So
die Forderung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vor der am 6. November in
Bonn beginnenden 23. UN-Klimakonferenz. „Deutschland als Co-Ausrichter der
Klimakonferenz kann zeigen, wie eine nachhaltig effiziente
Lebensmittelproduktion in Einklang mit der Bereitstellung von Bioenergie
funktionieren kann. Die Landwirtschaft in Deutschland ist sich ihrer
Verantwortung bewusst, aber Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, der
sich einzelne Staaten nicht entziehen dürfen“, erklärte DBV-Generalsekretär
Bernhard Krüsken. „Beim Klimagipfel sollte nicht vergessen werden, dass es die
Bauern sind, die mit den Folgen des Klimawandels umgehen und für unsere
Ernährung sorgen müssen“, mahnte Krüsken.
 
Der Treibhausgasausstoß der
Landwirtschaft habe sich von 1990 bis 2015 um gut 16 Prozent verringert,
gleichzeitig konnten die Erträge auf den Feldern und in den Ställen durch eine
verbesserte, klimaeffizientere Produktion verbessert werden. So stiegen die
Raps- und Weizenerträge um 23 bzw. 29 Prozent (Durchschnitt 2013 bis 2015
gegenüber 1990 bis 1992). Die Milchleistung je Kuh nahm um knapp ein Drittel zu
(Durchschnitt 2012 bis 2014 gegenüber 1991 bis 1993). „Während die deutsche
Landwirtschaft mit immer weniger Treibhausgasen immer mehr Lebensmittel erzeugt,
hilft sie zusätzlich anderen Wirtschaftsbereichen mit der Bioenergie beim
Klimaschutz. Ohne Biokraftstoffe hätten die Emissionen durch den Verkehr im
Jahr 2016 um 7,3 Mio. t CO2 höher gelegen und damit den
Emissionswert von 1990 nicht nur leicht, sondern deutlich übertroffen,“ betonte
Krüsken.
 
Weltweit Klimaschutz in und mit
der Landwirtschaft voranzubringen – ohne die im Pariser Klimaabkommen
verankerte Priorität der Ernährungssicherung zu gefährden – sei nur möglich, wenn
in effizientere Produktionsmethoden investiert und die Anpassungsfähigkeit der
Landwirtschaft an den Klimawandel gestärkt werde. „Wir spüren in der
Landwirtschaft heute bereits die Auswirkungen des Klimawandels. Schädlinge aus
anderen Klimazonen wie die Kirschessigfliege finden den Weg zu uns, können
überwintern und bedrohen ganze Ernten. Wetterextreme erschweren das
Wirtschaften und fordern die Züchtung neuer Sorten heraus“, erklärte Krüsken. 2017
hatten besonders die Obstbauern und Winzer in Deutschland massive Frostschäden.
Deshalb seien auch Beratung, Forschung sowie Vorsorge- und
Versicherungslösungen notwendig, um die Landwirtschaft für die
Herausforderungen des Klimawandels fit zu machen, so der DBV-Generalsekretär.

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