Kai Wegner: Die Stiftung “Baukultur” ist ein unverzichtbarer Impulsgeber

By   /  November 10, 2017  /  Comments Off on Kai Wegner: Die Stiftung “Baukultur” ist ein unverzichtbarer Impulsgeber

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MIL OSI – Source: CDU CSU –

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Die Koalition macht sich stark für lebenswerte Städte und vitale Gemeinden. Wir wollen, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern gerne miteinander leben. Hierzu kann die Baukultur einen wichtigen Beitrag leisten, und deshalb begrüße ich die heutige Debatte sehr.

Bei Baukultur denken die meisten zunächst an den ästhetischen Aspekt von Architektur. Baukultur meint aber noch viel mehr. Baukultur umfasst neben Architektur auch die Ingenieurbaukunst, Stadt- und Regionalplanung, Denkmalschutz und Landschaftsarchitektur. Es handelt sich also um eine ganz komplexe und anspruchsvolle Thematik.

Es braucht wissenschaftliche Exzellenz und eine interdisziplinäre Herangehensweise, um baukulturelle Fragen auf der Höhe der Zeit zu diskutieren. Auch vor diesem Hintergrund war es genau die richtige Entscheidung des Bundestages, die Bundesstiftung „Baukultur“ einzurichten.

Mit dem aktuellen Baukulturbericht beweist die Stiftung einmal mehr, dass sie ein unverzichtbarer Impulsgeber ist, wenn es darum geht, baukulturelle Fragen ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung zu bringen. Vielen Dank für die stets sehr guten Beiträge!

Deutschlands Städte und Gemeinden befinden sich in einem Wandel. Gerade die Großstädte wachsen. Dort brauchen wir zusätzlichen Wohnraum und neue Infrastrukturen. Wir müssen nachverdichten, oftmals auch ganz neue Quartiere bauen. Mit dem neuen Baugebietstyp „Urbane Gebiete“ und der Einführung des beschleunigten Planungsverfahrens für den Ortsrand haben wir dafür wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Auf der anderen Seite haben wir aber auch Schrumpfungsregionen, gerade in ländlichen Gebieten. Dort geht es um Rückbau und darum, Ortskerne zu revitalisieren.

Ich finde es gut, dass der aktuelle Baukulturbericht ein besonderes Augenmerk auf die Zukunft kleinerer Städte und Gemeinden legt. Denn bei allen Anstrengungen, das Wachstum der großen Städte positiv zu gestalten, dürfen wir auch die ländlichen Regionen nicht aus den Augen verlieren; denn wir wollen, dass die Menschen in allen Teilen unseres Landes gut und gerne leben.

Der Wandel in den Städten und Gemeinden ist eine Herausforderung, die auch und gerade im baukulturellen Bereich nach guten Lösungen verlangt. Denn das ermöglicht, die Lebensräume der Menschen gut zu gestalten, die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden zu verbessern, die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Wohnort zu stärken und die Bereitschaft der Bürger zur Mitgestaltung zu erhöhen.

Diese Koalition kommt ihrer baukulturellen Verantwortung nach. Wir fördern die Baukultur auf viele verschiedene Arten: als Bauherr bei Bundesbauten, als Gesetzgeber im Bauplanungsrecht und natürlich über die Städtebauförderung.

Wir haben in dieser Wahlperiode nicht nur die Mittel für die Städtebauförderung insgesamt nahezu verdoppelt, sondern auch ein neues Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgelegt.

Hier fördern wir herausragende Projekte mit nationaler oder sogar internationaler Wahrnehmbarkeit. Als Mitglied der Expertenjury weiß ich, dass bei der Bewertung der fachlichen Qualität der Bewerbungen gerade auch die baukulturelle Güte eine wichtige Rolle spielt.

Dank der Bundesförderung über die „Nationalen Projekte“ entstehen jetzt in allen Teilen unseres Landes baukulturelle Leuchttürme. Ich bin mir sicher, dass davon wichtige Impulse ausgehen werden und dass das Bewusstsein für gutes Planen und Bauen insgesamt weiter gestärkt wird.

Es versteht sich von selbst, dass die Förderung der Baukultur eine politische und gesellschaftliche Daueraufgabe ist, die weit über die aktuelle Wahlperiode hinausweist. Deshalb müssen die „Nationalen Projekte“ fortgesetzt werden, und deshalb sollte auch der nächste Deutsche Bundestag baukulturelle Fragestellungen intensiv beraten und den Dialog mit Experten, Bürgern und Wirtschaft weiter stärken.

Wir haben in den letzten vier Jahren viel Gutes erreicht – übrigens das eine oder andere Mal auch gemeinsam mit den Oppositionsfraktionen. Es liegen aber natürlich auch noch weitere Aufgaben vor uns. Diese werden wir zum Wohle der Menschen in Deutschland in der neuen Wahlperiode anpacken.

Zunächst wünsche ich Ihnen allen eine mehr oder weniger entspannte Sommerzeit und danke Ihnen für die Aufmerksamkeit!

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