Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im September 2017

By   /  November 11, 2017  /  Comments Off on Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im September 2017

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MIL OSI – Source: Deutsche Bundesbank –

Headline: Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im September 2017

Rentenmarkt
Im September 2017 lag das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt mit einem Brutto-absatz von 83,6 Mrd € leicht unter dem Wert des Vormonats (87,8 Mrd €). Nach Abzug der deutlich höheren Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigen­bestands­veränderungen der Emittenten wurden inländische Schuldverschreibungen für netto 18,3 Mrd € aus dem Markt genommen. Der Absatz ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland betrug im Berichtsmonat 2,3 Mrd €. Der Umlauf von Schuldtiteln am deutschen Markt nahm somit insgesamt um 16,0 Mrd € ab.
Die heimischen Kreditinstitute verringerten im September ihre Kapitalmarktverschuldung um 8,6 Mrd € (nach 1,8 Mrd € im August). Dabei sank vor allem der Umlauf von Sonstigen Bankschuldverschreibungen (6,2 Mrd €), aber auch von Öffentlichen Pfandbriefen (2,0 Mrd €).
Die öffentliche Hand tilgte im Berichtsmonat Schuld­ver­schreibungen in Höhe von netto 6,2 Mrd € (nach Nettoemissionen von 16,2 Mrd € im August). Vor allem der Bund führte seine Verschuldung per saldo um 7,0 Mrd € zurück. Der Schwerpunkt der Tilgungen lag bei zweijährigen Bundesschatzanweisungen (11,0 Mrd €), aber auch unverzinsliche Bubills wurden netto getilgt (1,7 Mrd €). Dem standen Nettoemissionen von Bundesanleihen mit 30-jähriger (2,5 Mrd €) und zehnjähriger (1,5 Mrd €) Laufzeit sowie von fünfjährigen Bundesobligationen (2,4 Mrd €) gegenüber. Die Länder und Gemeinden begaben im Ergebnis neue Anleihen für 0,8 Mrd €. 
Auch inländische Unternehmen führten im September ihre Kapitalmarktverschuldung zurück, und zwar um 3,5 Mrd €, nach 1,6 Mrd € im Vormonat. Dies war im Ergebnis überwiegend auf die Gruppe der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zurückzuführen, die im Ergebnis ausschließlich langfristige Papiere tilgten. Aber auch die Sonstigen Finanzinstitute führten ihre Kapitalmarktverschuldung, sowohl im langfristigen wie auch im kurzen Laufzeitbereich, weiter zurück.
Auf der Erwerberseite trat im Berichtsmonat im Ergebnis ausschließlich die Bundesbank als Käufer auf und erwarb – überwiegend im Rahmen der Ankaufprogramme des Eurosystems – Schuldverschreibungen für 12,9 Mrd €; hierbei handelte es sich weit überwiegend um inländische Titel öffentlicher Emittenten. Dagegen veräußerten gebietsfremde Investoren Schuldtitel für netto 16,2 Mrd €. Inländische Kreditinstitute setzten den bereits länger andauernden Trend fort und verringerten ihr Rentenportfolio im September um 8,4 Mrd €. Dies war im Ergebnis überwiegend auf den Verkauf und die Tilgung heimischer Bankschuldverschreibungen zurückzuführen. Auch die inländischen Nichtbanken verkauften Schuldverschreibungen, und zwar für netto 4,3 Mrd €. Sie trennten sich im Ergebnis ausschließlich von inländischen Werten.
Aktienmarkt
Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Gesellschaften im September neue Aktien für 1,5 Mrd €. Der Bestand an ausländischen Dividendentiteln am deutschen Markt stieg im gleichen Zeitraum um 4,1 Mrd €. Erworben wurden Aktien im Ergebnis vor allem von inländischen Nichtbanken (5,9 Mrd €), die per saldo nahezu ausschließlich ausländische Titel in ihr Portfolio aufnahmen. Ausländische Investoren erwarben Dividendentitel für netto 1,4 Mrd €, während sich heimische Kreditinstitute von Aktien per saldo für 1,7 Mrd € trennten.
Investmentfonds
Inländische Investmentfonds verzeichneten im September Mittelzuflüsse in Höhe von 3,2 Mrd € (August: 6,5 Mrd €). Hiervon profitierten im Ergebnis ausschließlich Publikumsfonds (4,0 Mrd €). Unter den Anlageklassen setzten vor allem Gemischte Wertpapierfonds neue Anteilscheine (2,5 Mrd €) ab, daneben aber auch Aktienfonds (1,9 Mrd €) und Offene Immobilienfonds (1,8 Mrd €). Hingegen nahmen Rentenfonds netto Anteile zurück (-3,9 Mrd €). Der Umlauf der in Deutschland vertriebenen ausländischen Fondsanteile stieg im Berichtsmonat um 3,5 Mrd €. Erworben wurden Investmentanteile im September fast ausschließlich von inländischen Nichtbanken (6,8 Mrd €). Heimische Kreditinstitute erwarben Anteilscheine für netto 0,1 Mrd €, während sich ausländische Investoren im Ergebnis von Fondsanteilen trennten (0,2 Mrd €).

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