Farfus fährt im 18. BMW Art Car in Macau auf Rang vier – Mostert und Wittmann folgen auf den Plätzen fünf und sechs.

By   /  November 19, 2017  /  Comments Off on Farfus fährt im 18. BMW Art Car in Macau auf Rang vier – Mostert und Wittmann folgen auf den Plätzen fünf und sechs.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Farfus fährt im 18. BMW Art Car in Macau auf Rang vier – Mostert und Wittmann folgen auf den Plätzen fünf und sechs.

Macau. Nach seinem zweiten Platz im Qualifikationsrennen war
Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Schnitzer auch am Sonntag der
bestplatzierte BMW Pilot beim FIA GT World Cup in Macau (CHN). Auf
dem „Guia Circuit“ arbeitete sich der Brasilianer im 18. BMW Art Car
nach einem unplanmäßigen Boxenstopp, den er aufgrund einer
unverschuldeten Kollision einlegen musste, vom Ende des Feldes
wieder auf den vierten Rang nach vorn. Chaz Mostert (AUS) und Marco
Wittmann (GER), die in zwei BMW M6 GT3 vom FIST – Team AAI unterwegs
waren, komplettierten auf den Positionen fünf und sechs das gute
Gesamtergebnis für BMW beim spektakulären Finale der GT-Saison 2017.

 
Farfus war vom zweiten Rang ins Rennen gegangen, das aufgrund nasser
Bedingungen hinter dem Safety Car gestartet wurde. Als der FIA GT
World Cup schließlich freigegeben wurde, wurde der BMW M6 GT3 mit der
Nummer 18 von einem Konkurrenten angeschoben. Dabei wurde die
Heckpartie des Fahrzeugs schwer beschädigt und drohte anschließend,
komplett abzureißen. Aus Sicherheitsgründen musste Farfus die
Boxengasse ansteuern, wo die Crew den losen Heckdeckel entfernte. Auf
dem letzten Platz ging das BMW Art Car wieder auf die Strecke. Farfus
bewies Kampfgeist, machte anschließend wieder Boden gut und kam
schließlich auf Rang vier ins Ziel.

Mostert zeigte wie schon am Vortag eine für einen Macau-Neuling
besonders souveräne Leistung und überquerte nach 18 Runden als Fünfter
die Ziellinie, unmittelbar vor seinem Teamkollegen Wittmann. Das
Fahrzeug des zweimaligen DTM-Champions war bei der Massenkollision im
Qualifikationsrennen stark beschädigt worden, konnte jedoch von der
AAI-Mannschaft wieder vollständig repariert worden.

 
Tom Blomqvist (GBR) verpasste hingegen das Hauptrennen in Macau. Sein
BMW M6 GT3 mit der Startnummer 99 von ROWE Racing wurde bei der
spektakulären Massen-Karambolage am Samstag so sehr in Mitleidenschaft
gezogen, dass ein Einsatz am Sonntag nicht möglich war.

Reaktionen auf das Hauptrennen:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war
ein unglaublich aufregendes Wochenende – mit einem dramatischen
Finale. Es fällt schwer, nach so einem Rennen ein eindeutiges Fazit zu
ziehen. Aus sportlicher Sicht sind wir natürlich etwas enttäuscht,
wenn wir von Startplatz zwei starten und dann als Vierter ins Ziel
kommen. Aber die Aufholjagd, die Augusto mit unserem Art Car gezeigt
hat, nachdem er unverschuldet ans Ende des Feldes zurückgeworfen
wurde, war beeindruckend, atemberaubend und dann letztlich doch noch
versöhnlich. Nicht zu vergessen, dass auf den Plätzen fünf und sechs
zwei weitere BMW M6 GT3 gelandet sind. Dafür ein großes Kompliment an
das Team AAI sowie Chaz und Marco – umso mehr, als dass das Team einen
großartigen Job gemacht und das nach dem gestrigen großen Crash stark
beschädigte Auto von Marco über Nacht reparieren konnte. Dieses Rennen
markiert auch den Schlusspunkt eines spannenden Jahres im Zeichen der
Kunst, das wir in Daytona mit dem Art Car von John Baldessari
eingeläutet und hier mit dem 18. Art Car von Cao Fei beendet haben.
Beide Art Cars waren auf ihre Art faszinierend. Hier vor Ort die
Begeisterung der Fans und unserer Gäste zu erleben, die mit uns,
Augusto und dem Art Car mitgefiebert haben, hat mich beeindruckt.
Dieses Projekt war sehr gelungen und hat sicher nicht nur mich
inspiriert. Wir denken, dass wir die Tradition der Art Cars würdig
fortgeführt haben und freuen uns schon auf weitere Projekte in der Zukunft.“

Cao Fei: „Ich war vor dem Rennen nervös und aufgeregt
– und ich bin es auch danach noch. Durch das BMW Art Car hat sich eine
Verbindung zwischen Augusto und mir aufgebaut. Er hat mich gefragt, ob
ich seinen Helm signieren kann. Ich habe das Wort ‚Fast’, das
‚schnell’ bedeutet, darauf geschrieben. Was er hier erreicht hat, war
unglaublich. Ich gratuliere ihm von ganzem Herzen. Für mich ist er ein Held.“

Augusto Farfus (#18 BMW M6 GT3, BMW Team Schnitzer, Platz 4):
„Das Rennen hat mir Spaß gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir nie
aufgeben. Nach der ersten Runde hat es wirklich schlecht für uns
ausgesehen. Doch wir haben uns nach dem Boxenstopp von ganz hinten
zurückgekämpft. Wenn man bedenkt, wie mitgenommen das Auto nach diesem
Rennen aussieht, dann ist dieses Resultat ein Traum. Ich danke BMW,
Cao Fei, den Kollegen aus der Kunstabteilung und dem BMW Team
Schnitzer. Ich denke, wir haben der Welt gezeigt, dass wir eine sehr
starke Familie sind. Ich habe das Podium zwar knapp verpasst, aber ich
reise mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.“

Chaz Mostert (#90 BMW M6 GT3, FIST – Team AAI, Platz 5):
„Bis auf das Qualifying ist es für mich hier in Macau sehr gut
gelaufen. Mit jeder Session habe ich mich wohler und wohler gefühlt.
Im Rennen heute habe ich kurz die Mauer berührt. Da hatte ich riesiges
Glück. Am Ende ist es dann Platz fünf geworden. Es war mein erster
Einsatz auf dieser Strecke und erst mein dritter in einem GT3-Auto.
Deshalb bin rundum zufrieden und hoffe, dass ich wiederkommen darf.“

Marco Wittmann (#91 BMW M6 GT3, FIST – Team AAI, Platz 6):
„Es ist in Macau natürlich schwierig, wenn man von weit hinten
losfahren muss. Mir wäre ein normaler Start natürlich lieber gewesen.
Deshalb war es anfangs schwierig, Positionen gutzumachen. Ich habe von
Unfällen profitiert und am Ende ist Platz sechs in Ordnung. Dieses
Ergebnis zeigt vor allem, was für einen herausragenden Job das Team
gemacht hat, das Auto über Nacht wieder auf die Beine zu stellen,
damit wir heute überhaupt im Finallauf antreten konnten. Die Jungs
haben alles gegeben. Deshalb freue ich mich einfach, dass wir ins Ziel
gekommen sind. Natürlich wäre man als Rennfahrer gern weiter vorn oder
auch auf dem Podium, aber heute war nicht viel mehr drin.“

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