BMW Group investiert 200 Millionen Euro in Kompetenzzentrum Batteriezelle

By   /  November 25, 2017  /  Comments Off on BMW Group investiert 200 Millionen Euro in Kompetenzzentrum Batteriezelle

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: BMW Group investiert 200 Millionen Euro in Kompetenzzentrum Batteriezelle

München. Die BMW Group setzt ihre
Elektromobilitätsstrategie konsequent um. Künftig bündelt das
Unternehmen in einem neuen Kompetenzzentrum seine
Technologie-kompetenz rund um die Batteriezelle. Klaus Fröhlich,
Mitglied des Vorstands der BMW AG, Forschung und Entwicklung, und
Oliver Zipse, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion, legten
heute zusammen mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner
den symbolischen Grundstein für das BMW Group Kompetenzzentrum
Batteriezelle in München. Ziel dieses interdisziplinären
Kompetenzzentrums ist es, die Technologie der Batteriezelle
voranzutreiben und die Produktionsprozesse technologisch zu
durchdringen. Das Unternehmen investiert in den Standort in den
nächsten vier Jahren 200 Millionen Euro und beschäftigt dort 200
Mitarbeiter. Anfang 2019 wird das Zentrum eröffnet.
Klaus Fröhlich sagte anlässlich der Grundsteinlegung: „Im neuen
High-Tech Kompetenzzentrum bündeln wir unser Inhouse-Fachwissen zur
kompletten Wertschöpfungskette der Batteriezelltechnologie. In den
neuen Entwicklungslaboren und Anlagen fokussieren wir nun
internationale Experten auf die Batteriezelle und deren
Weiterentwicklung bei Chemie und Design. Im Fokus stehen dabei eine
weitere Verbesserung bei Performance, Lebensdauer, Sicherheit, dem
Laden und nicht zuletzt den Kosten der Batterien. Damit sind wir
Benchmark im gesamten Wettbewerb.“
Oliver Zipse ergänzte: „Die Produktion von Batteriezell-Prototypen
ermöglicht es uns, die Wertschöpfungsprozesse der Zelle vollständig zu
analysieren und zu verstehen. Diese Build-to-Print Kompetenz hilft uns
dabei, potentielle Lieferanten bei der Zellproduktion entsprechend
unserer Vorgaben zu befähigen. Dieser Erkenntnisgewinn ist für uns
entscheidend, unabhängig davon, ob wir die Batteriezelle selbst
produzieren oder nicht.“
Ilse Aigner sagte: „Mit dem Kompetenzzentrum für
Batteriezelltechnologie investiert BMW ein weiteres Mal kräftig in
Bayern. Das ist ein klares Bekenntnis zum Freistaat als Industrie- und
Hochtechnologiestandort. Batteriezellen sind eine Schlüsseltechnologie
auf dem Weg hin zur emissionsfreien Mobilität. Bayern ist ein
Vorreiter der Elektromobilität und diese Spitzenposition wollen wir
weiter ausbauen. Das sichert langfristig Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung.“
Mit ihrer Strategie NUMBER ONE > NEXT hat die BMW
Group den klaren technologischen Fokus auf die Themen
Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren gelegt. Dabei
stärkt das Unternehmen auf Basis seiner nachhaltigen Profitabilität
den Standort Deutschland als Innovationstreiber für die Mobilität und
Technologien der Zukunft. Die BMW Group als der führende Anbieter von
Premiummobilität stellt dazu die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden
in den Mittelpunkt und treibt die ACES-Themenfelder (Autonomous,
Connected, Electrified und Services) maßgeblich voran.

Kernkompetenz Batteriezelle bietet wichtigen
Wettbewerbsvorteil
Die Batteriezelle ist das Herzstück einer Batterie. Sie bestimmt
Leistung, Energieinhalt, Ladefähigkeit und Lebensdauer einer Batterie
und hat damit maßgeblich Einfluss auf die Performance eines
elektrifizierten Fahrzeugs.
In den Laboren, Forschungs- und Prototypeneinrichtungen des
zukünftigen Kompetenzzentrums analysieren die Fachbereiche das
Zelldesign und die Zelltechnologie. Darüber hinaus bauen sie
Prototypen künftiger Batteriezellen auf. Der Fokus liegt dabei auf der
Zusammensetzung der Zellchemie, der Verwendung verschiedener
Materialien, dem Verhalten der Zelle in kritischen oder extrem kalten
Situationen, dem Lade- und Schnellladeverhalten und der Bewertung von
Zellgrößen und Zellformen. Diese Inhouse-Technologiekompetenz ist
wesentlich für die Weiterentwicklung der Batterie zu einer höheren Leistungsfähigkeit.
Gleichzeitig erwirbt das Unternehmen eine sogenannte
Build-to-Print-Kompetenz und kann als Auftraggeber die Batteriezelle
nach exakten Produktvorgaben und Spezifikationen fertigen lassen.
Diese Kernkompetenz verschafft einen klaren Wettbewerbsvorteil, da sie
mit der Materialauswahl, dem Zelldesign, der Integration in die
Batteriesysteme, der Produzierbarkeit und den Produktionstechnologien
die ganze Wertschöpfungskette beinhaltet. Sie ermöglicht zudem die
Erarbeitung von Kostenvorteilen und Skaleneffekten.
Die BMW Group forscht bereits seit vielen Jahren an der Batteriezelle
und hat sich insbesondere durch die Entwicklung der BMW i-Modelle eine
hohe Beurteilungskompetenz aufgebaut. Im neuen Kompetenzzentrum
Batteriezelle wird das Unternehmen das Know-how aus unterschiedlichen
Fachbereichen und Standorten bündeln, weiter intensivieren und so
dessen Wirksamkeit beschleunigen. Die Forschungsergebnisse fließen
direkt in die jeweils neue Generation von Batterien ein.

Fünfte Generation BMW Group E-Antrieb ab 2021: Elektromotor,
Getriebe und Leistungselektronik bilden eine neue Komponente
Derzeit entwickelt die BMW Group für 2021 die bereits fünfte
Generation ihres E-Antriebs, in der das Zusammenspiel aus E-Motor,
Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie weiter
optimiert ist.
Ein entscheidender Vorteil dieses zukünftigen E-Antriebs ist, dass
E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik in einer neuen, eigenen
E-Antriebskomponente zusammengefasst sind. Diese hochintegrierte
E-Antriebskomponente benötigt mit ihrer kompakten Bauweise deutlich
weniger Platz als die drei einzelnen Komponenten der
Vorgängergenerationen. Zudem ist sie dank ihres modularen Aufbaus
skalierbar und kann an unterschiedliche Bauräume und Leistungsstufen
angepasst werden. Dadurch erhöht sich die Flexibilität für den Einbau
der neuen E-Antriebskomponente in verschiedene Fahrzeugderivate. Durch
die Integration von E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik in eine
Komponente werden zudem Bauteile und in der Folge auch Kosten eingespart.
Ein weiteres Highlight ist, dass der E-Motor ohne seltene Erden
auskommt. Damit macht sich die BMW Group unabhängig von deren Verfügbarkeit.
Die fünfte Generation des E-Antriebs umfasst zudem neue,
leistungsfähigere Batterien. Diese können dank ihrer skalierbaren,
modularen Baukastenauslegung flexibel in der jeweiligen
Fahrzeugarchitektur und den jeweiligen Produktionsstandorten zum
Einsatz kommen.
Vor allem dank der Weiterentwicklung der Batterie steigert sich mit
dem neuen E-Antrieb die Reichweite von rein batterieelektrischen
Fahrzeugen auf bis zu 700 km. Bei Plug-in-Hybrid-Modellen sind bis zu
100 Kilometer möglich. Damit baut die BMW Group ihre
Innovationsführerschaft weiter aus.
Bereits heute hat die BMW Group eine hohe Kernkompetenz und
Wertschöpfung bei E-Antrieben. E-Motor und Batterie werden im Haus
entwickelt und produziert. Durch die Inhouse-Produktion hat die BMW
Group einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, indem sie sich Know-how
bei neuen Technologien sichert, wichtige Systemkompetenz hinzu gewinnt
und Kostenvorteile nutzen kann.
Die flexibel einsetzbare, neue E-Antriebskomponente und die
weiterentwickelte, modulare Batterie stellen die uneingeschränkte
Handlungsfähigkeit der BMW Group auch in Zukunft sicher. Dank dieser
skalierbaren E-Baukästen werden alle Modellreihen ab 2020 – bei
entsprechender Nachfrage – mit jeder Antriebsart ausgestattet werden
können. Die fünfte Generation der E-Antriebe erreicht hohe
Fahrleistungen und große Reichweiten bei deutlich reduziertem Gewicht.
Sie wird in die beiden flexiblen, weiterentwickelten
Fahrzeugarchitekturen integriert, die dann jeweils für alle
Antriebsformen geeignet sein werden. Damit kann das Unternehmen den
für 2025 prognostizierten Bedarf an mehreren 100.000 Einheiten
elektrifizierter Fahrzeuge abdecken.

Internationales Produktionsnetzwerk
Die BMW Group verfügt über ein hoch flexibles Produktionsnetzwerk,
das schnell auf die Nachfrage nach elektrifizierten Modellen reagieren
kann. Alle elektrifizierten Fahrzeuge werden in das bestehende
Produktionssystem integriert.
Bereits heute produziert das Unternehmen an zehn Standorten weltweit
elektrifizierte Fahrzeuge. Die dafür benötigten Batterien kommen aus
den drei Batteriefabriken in Dingolfing, Spartanburg/USA und
Shenyang/China. Dabei übernimmt das BMW Group Werk Dingolfing als
Kompetenzzentrum für E-Antriebssysteme innerhalb des Netzwerks eine
führende Rolle.

BMW Group führender Hersteller von elektrifizierten Fahrzeugen
weltweit
Seit Beginn dieses Jahres bis Ende Oktober hat die BMW Group weltweit
insgesamt 78.096 BMW i, BMW iPerformance und elektrifizierte MINI
Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert – eine Zunahme um 63,7%. Mit aktuell
neun elektrifizierten Automobilen gehört die BMW Group zu den
führenden Anbietern weltweit. Bis Jahresende will das Unternehmen
weltweit 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge absetzen.

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