40 Jahre BMW Motorsport Nachwuchsförderung: Meilensteine, Anekdoten und Zitate.

By   /  November 29, 2017  /  Comments Off on 40 Jahre BMW Motorsport Nachwuchsförderung: Meilensteine, Anekdoten und Zitate.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: 40 Jahre BMW Motorsport Nachwuchsförderung: Meilensteine, Anekdoten und Zitate.

München. BMW Motorsport hat das 40-jährige Jubiläum seiner
Nachwuchsförderung mit einem großen Event in Maisach (GER) gefeiert.
Dort trafen BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt, die erste
Generation des BMW Junior Teams von 1977 und die aktuellen Jahrgänge
des BMW Motorsport Junior Programms zusammen. Sie finden in dieser
Pressemitteilung die besten Aussagen aus einer Gesprächsrunde aller
Teilnehmer, einen Videoclip mit historischen und aktuellen Bildern,
einen kurzen Überblick über die Historie der BMW Motorsport
Nachwuchsförderung, Zitate prominenter Absolventen sowie weitere
Bilder vom Fotoshooting der Event-Teilnehmer mit historischen und
aktuellen BMW Rennfahrzeugen.

 

Treffen der Generationen.
Beim Jubiläumsevent in der vergangenen Woche lernten sich auf dem
Gelände der BMW und MINI Driving Academy in Maisach die BMW Junioren
der ersten Stunde und ihre Nachfolger kennen. Zu Gast waren BMW
Motorsport Direktor Jens Marquardt (GER), Jochen Neerpasch (GER), der
Gründer der BMW Motorsport GmbH und des BMW Junior Teams, die
Mitglieder des ersten BMW Junior Teams von 1977, Eddie Cheever (USA)
und Marc Surer (SUI), der BMW Motorsport Junior of the Year 2014,
Jesse Krohn (FIN), sowie die aktuellen BMW Motorsport Junioren Ricky
Collard (GBR), Mikkel Jensen (DEN), Dennis Marschall, (GER), Nico
Menzel (GER) und Beitske Visser (NED).

Unter folgendem Link finden Sie das Highlight-Video mit historischen
Rennszenen: https://youtu.be/01F7HsG0VZI.

Unter folgendem Link finden Sie ein Interview mit Jens Marquardt und
Jochen Neerpasch: https://youtu.be/Ne4GOuvVZ90.

Aussagen ehemaliger und aktueller Junioren aus der Gesprächsrunde.

Eddie Cheever, BMW Junior 1977:
„Erst durch Jochen Neerpasch und das BMW Junior Team hat meine
Karriere richtig angefangen. Es war meine erste Chance, unter
professionellen Bedingungen Rennen zu fahren. Damals gab es weltweit
nichts, was man mit der BMW Motorsport Nachwuchsförderung hätte
vergleichen können. Ich bin zu diesem Jubiläumsevent gekommen, um mich
bei Herrn Neerpasch und BMW zu bedanken.“

„Ihr wurdet alle aufgrund eures Talents und eurer Entschlossenheit
für das aktuelle BMW Motorsport Junior Programm ausgewählt. Damit habt
ihr schon einmal einen Vorsprung gegenüber allen, die nicht Teil des
Programms sind. Lernt von Gewinnern, die in dem, was sie tun, etwas
besser sind als ihr.“

Marc Surer, BMW Junior 1977:
„Ohne meine Aufnahme ins BMW Junior Team hätte ich damals keine
Chance gehabt, weiter Motorsport zu betreiben. Das Gute an der
damaligen Zeit war, dass wir absolut frei fahren konnten, ohne
irgendwelche Vorgaben. Wir sind uns zwar manchmal gegenseitig in die
Autos gefahren, aber trotzdem hatten wir alle Freiheiten.“

„Ihr seid heute viel besser auf den Rennsport vorbereitet als wir
damals. Allein schon deshalb, weil ihr viel früher anfangt. Dazu
kommen in Zukunft noch die Simulatoren, die wir damals nicht hatten.“

Jesse Krohn, BMW Motorsport Junior of the Year 2014:
„Ich wäre gerne in den 70er- und 80er-Jahren Rennfahrer gewesen.
Damals gab es kein ABS und keine Traktionskontrolle. Es gab nur den
Fahrer und sein Auto.“

Ricky Collard, BMW Motorsport Junior 2017:
„Für uns alle ist das aktuelle Junior Programm der wichtigste Schritt
in unseren Karrieren. Ich persönlich kann sicher sagen, dass ich ohne
die Unterstützung durch BMW keine Rennen mehr fahren würde.“

Mikkel Jensen, BMW Motorsport Junior 2017:
„BMW Motorsport arbeitet mit Formula Medicine zusammen. Dadurch haben
wir die Möglichkeit, neben physischem Training auch Techniken für
mentales Training zu erlernen. Das hilft bei der Vorbereitung auf
Rennen sehr.“

Dennis Marschall, BMW Motorsport Junior 2017:
„Teamwork spielt im GT-Sport und somit auch im BMW Motorsport Junior
Programm eine große Rolle. Wenn du dir das Cockpit mit einem anderen
Fahrer teilst, musst du immer auch daran denken, ihm ein gutes
Fahrzeug und gute Reifen zu übergeben. Du darfst kein Egoist sein.“

Nico Menzel, BMW Motorsport Junior 2017:
„Einigen jungen Fahrern ist heutzutage der Respekt vor der Gefahr, im
Rennfahrzeug verletzt zu werden, verloren gegangen. Bei aller
Sicherheit muss man sich als Fahrer das Risiko immer wieder selbst ins
Gedächtnis rufen.“

Beitske Visser, BMW Motorsport Junior 2017:
„Simulatortraining gehört für uns mittlerweile zum Alltag und ist
ebenfalls Teil unserer Ausbildung. Vorteil dabei ist, dass man dort
Dinge ausprobieren kann, die in der Realität viel zu riskant wären.
Man würde auf der Strecke niemals die Gefahr eines Unfalls in Kauf
nehmen, nur um eine eventuell schnellere Linie auszuprobieren. Aber im
Simulator geht das.“

Unter folgendem Link finden Sie einen Video-Zusammenschnitt der
besten Aussagen aus der Gesprächsrunde: https://youtu.be/hfQ1dLkf7NE.

Überblick über die Historie der BMW Motorsport Nachwuchsförderung:

1977: Das BMW Junior Team.
Vor vier Jahrzehnten, 1977, gründete die BMW Motorsport GmbH auf
Initiative ihres Geschäftsführers Jochen Neerpasch das BMW Junior
Team. Es war das erste Mal im deutschen Automobilrennsport, dass ein
Werk ein reines Nachwuchsteam vorstellte. Die BMW Junioren der ersten
Generation 1977 hießen Marc Surer, Manfred Winkelhock und Eddie
Cheever. Mit ihrem Einsatzfahrzeug, einem nach der Gruppe 5
modifizierten BMW 320i, traten sie in der Deutschen
Rennsportmeisterschaft an, um sich das Rüstzeug für einen späteren
Einstieg in die Marken-Weltmeisterschaft zu holen.

1978-1982: Formel 2.
Eine Lockerung der Motorenregeln in der Formel 2 sorgte dafür, dass
die Serie ab dem Jahr 1973 für eine größere Zahl von Herstellern
interessant wurde, so auch für BMW. Der BMW Vierzylinder-Motor
entwickelte sich in den folgenden Jahren zum Maß aller Dinge. Ab 1978
kamen auch BMW Junioren in der Formel 2 zum Einsatz. Bis 1982 gewannen
Fahrer mit BMW Motoren fünf weitere Male die Europameisterschaft. Alle
Piloten schafften später den Sprung in die Formel 1, in deren
Rahmenprogramm die Formel 2 meist fuhr.

1991 – 2001: Die „erste“ Formel BMW.
1991 startete im Formelsport eine gemeinsame Talentförderung von BMW
und ADAC. Zahlreiche Rennfahrer absolvierten hier die ersten Schritte
ihrer Karriere. Im Debütjahr gewann Christian Abt die Gesamtwertung,
im Jahr darauf stemmte Alexander Grau den Meisterpokal in die Höhe.
Oberstes Ziel des Wettbewerbs war es, Fahrern und Teams
Chancengleichheit bei angemessenen Budgets unter Einhaltung aller
geforderten Sicherheitsvorschriften zu bieten. Zu den erfolgreichen
Absolventen der Rennfahrerschule gehörten unter anderem die ehemaligen
Formel-1-Piloten Ralf Schumacher, der 1992 in der Formel Junior
debütierte, und Christian Klien. Letzter Titelträger im Jahr 2001 war
der heutige BMW DTM-Pilot Timo Glock. „Ich hatte das Glück, von der
BMW Motorsport Nachwuchsförderung profitieren zu können“, sagt Glock.
„BMW hat also einen großen Anteil daran, wie meine Karriere im
Motorsport verlaufen ist.“

2002 – 2010: Die „zweite“ Formel BMW.
Die Formel BMW war jahrelang die weltweit führende Einsteigerklasse
des Formel Rennsports. Die Serie wurde in Deutschland, Großbritannien,
Asien und den USA ausgetragen. Schon als 15-Jährige konnten
Nachwuchspiloten mit dem hochmodernen Einheitsfahrzeug FB02 in den
Automobilrennsport einsteigen. Die jungen Talente bewiesen sich
regelmäßig im Rahmen der Formel 1. Zu allen Serien gehörten ein
vielfältiges Ausbildungs- und Coachingprogramm sowie die Förderung
aussichtsreicher Talente. Prominentester Absolvent der Talentschmiede
ist der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. „Ich hatte
in meiner Zeit als junger Rennfahrer das Glück, von BMW und Red Bull
gefördert zu werden. Ohne diese Unterstützung hätte ich den Sprung in
die Formel 1 vielleicht nie geschafft“, sagt Vettel. „Ich bin sehr
dankbar für die Zeit und erinnere mich gerne daran zurück.“ Weitere
namhafte Absolventen waren Nico Rosberg, Nico Hülkenberg, Daniel
Ricciardo und Marco Wittmann. Von 2005 bis 2008 wurde jährlich ein
Formel BMW Weltfinale ausgetragen. Junge Rennfahrer aus den vier
regionalen Formel BMW Serien traten gegeneinander an. Zwischen 2008
und 2010 existierte zudem die Formula BMW Europe.

2011 – 2013: Formel BMW Talent Cup.
Der Formel BMW Talent Cup wurde über drei Saisons ausgetragen. In
dieser Schulserie führte BMW Motorsport talentierte Nachwuchspiloten
systematisch an die Anforderungen des professionellen Motorsports
heran. Fahrercoaches und Renningenieure betreuten die Teilnehmer in
Kleingruppen und erarbeiteten gemeinsam alles – vom individuellen
Fahrstil bis zum kompletten Set-up. 2011 wurde Stefan Wackerbauer zum
ersten Gesamtsieger gekürt, 2012 konnte sich Marvin Dienst beim großen
Finale in Oschersleben Platz eins sichern. In der dritten Saison 2013
triumphierte der Schwede Robin Hansson.

Seit 2014: BMW Motorsport Junior Programm.
Erfolgreiche Absolventen erhalten die Möglichkeit, bei BMW Motorsport
die nächsten Schritte ihrer Entwicklung als GT-Rennfahrer zu gehen. Im
Zentrum der Nachwuchsförderung von BMW Motorsport stehen Fahrerinnen
und Fahrer im GT- und Tourenwagensport, die bereits erste Erfahrungen
im Rennsport gemacht haben. Einsätze mit dem BMW M4 GT4, der den BMW
M235i Racing als Einstiegsfahrzeug für die Junioren abgelöst hat, sind
im ersten Ausbildungsjahr ein fester Bestandteil des umfangreichen
Förderprogramms. Dabei werden die Junioren auch in die Entwicklung des
neuen Fahrzeugs eingebunden. Auch Einsätze im BMW M6 GT3 sind möglich.
Zusätzlich zu den Rennen und Testfahrten genießen die Junioren
intensive Theorieschulungen in den Bereichen Fitness, PR sowie Mental-
und Simulator-Training. Jesse Krohn hat als „BMW Motorsport Junior of
the Year“ das komplette Programm erfolgreich durchlaufen und zählt nun
zum festen Fahreraufgebot von BMW Motorsport im GT-Bereich.

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