Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften in künftiger EU-Agrarpolitik weiter stärken

By   /  December 2, 2017  /  Comments Off on Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften in künftiger EU-Agrarpolitik weiter stärken

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften in künftiger EU-Agrarpolitik weiter stärken

„Die
Verlängerung des Milchpaketes über das Jahr 2020 hinaus schafft schon heute
politische Verlässlichkeit für unsere Milcherzeugergemeinschaften. Wir begrüßen
dieses wichtige Ergebnis der Überarbeitung der Gemeinsamen Marktorganisation.“
Diese Feststellung zur jüngst ausgehandelten Omnibus-Verordnung zur
Überarbeitung der Gemeinsamen Agrarpolitik traf DBV-Milchpräsident Karsten
Schmal bei der Sitzung des Beratungsausschusses für Milchpolitik der
EU-Kommission. „Zur weiteren Verbesserung der Verhandlungsposition der
Landwirte in der Lebensmittelkette ist jedoch die bestehende Größenbeschränkung
für Erzeugergemeinschaften anzupassen und zwar zu erhöhen. Diese behindert
sonst die weitere Entwicklung bereits erfolgreicher Zusammenschlüsse. Ferner
wird sie dem weiterhin stattfindenden Größenwachstum etlicher Privatmolkereien
nicht mehr gerecht, um auf Augenhöhe in Verhandlungen treten zu können,“
erklärte Schmal.In der
Expertenrunde der EU wurden Erfahrungen in den EU-Mitgliedstaaten bezüglich der
Umsetzung des Milchpaketes ausgetauscht. Der Geschäftsführer der Bayern MeG,
Markus Seemüller, konnte hierbei auf Vorschlag des DBV seine Tätigkeitsfelder
gegenüber der EU-Kommission sowie den interessierten berufsständischen
Vertretern anderer europäischer Staaten vorstellen. Die Bayern MeG ist als
größte europäische Milcherzeugergemeinschaft ein Vorzeigeprojekt des
Milchpakets.
Im Hinblick auf
die künftige Entwicklung erhob DBV-Milchpräsident Schmal die Forderung, die
Vermarktungsorganisationen der Milchbauern, also Genossenschaften und
Erzeugergemeinschaften, in der Lebensmittelkette weiter zu stärken. „Wir
begrüßen die Aussagen von EU-Generaldirektor Jerzy Plewa, dieses Ansinnen bei
den anstehenden Aktivitäten der EU-Kommission zur Verhinderung unfairer
Handelspraktiken in der Lebensmittelkette weit oben auf der Agenda zu
belassen“, betonte Schmal. So wie sich Erzeugerorganisationen ihr Angebot
gegenüber Privatmolkereien bündeln könnten, sollten diese Möglichkeit auch die
Genossenschaften gegenüber dem zunehmend konzentrierten
Lebensmitteleinzelhandel erhalten.

 Bild v.l.n.r.
Markus Seemüller (Geschäftsführer der Bayern MeG w.V.), Karsten Schmal
(DBV-Milchpräsident), Dr. Jens Schaps (Abteilungsleiter Marktorganisation in
der Generaldirektion Landwirtschaft)

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