Forschungsprojekt “FastCharge” untersucht Schnellladetechnik an den Grenzen des Machbaren.

By   /  December 5, 2017  /  Comments Off on Forschungsprojekt “FastCharge” untersucht Schnellladetechnik an den Grenzen des Machbaren.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Forschungsprojekt “FastCharge” untersucht Schnellladetechnik an den Grenzen des Machbaren.

Diese Pressemeldung wird gleichzeitig von allen Konsortiialpartnern veröffentlicht.

München. Wie schnell geht Schnellladen an der
Tankstelle von Morgen? Die Antwort auf eine der meistgestellten Fragen
der Elektromobilität wird das Forschungsprojekt “FastCharge”
geben. Bereits im Juli 2016 haben die beteiligten Industrieunternehmen
damit begonnen, Elektrofahrzeuge mit stark verkürzter Ladezeit und der
dafür notwendigen Ladeinfrastruktur zu erforschen und prototypisch
umzusetzen. In dem auf drei Jahre ausgelegten Projekt engagieren sich
die Allego GmbH, die BMW Group als Konsortialführer, die Phoenix
Contact E-Mobility GmbH sowie die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG und die
Siemens AG. Das laufende Projekt “FastCharge” wird mit
insgesamt 7,8 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie
wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie koordiniert.
Die Ladezeit von Elektrofahrzeugen wird entscheidend von Strom und
Spannung bestimmt: Je höher Volt- und Amperezahlen, desto schneller
füllt sich der Energiespeicher. Beide Faktoren sind in der Praxis
jedoch nicht beliebig steigerbar. Das Projekt “FastCharge”
konzentriert sich deshalb auf die Erforschung der technischen und
physikalischen Grenzen aller beim Laden betroffenen Komponenten und
Systeme – im Fahrzeug und bei der Infrastruktur.
Anvisiert werden Ladeleistungen bis zu 450 Kilowatt. Das entspricht
dem dreifachen der heute an Stromtankstellen maximal verfügbaren
Ladeleistung. 900 Volt Spannung und 500 Ampere Stromstärke über eine
projektierte Ladezeit von weniger als 15 Minuten stellen sehr hohe
Anforderungen an alle beteiligten Komponenten. So ist vorgesehen,
Ladekabel, Stecker und Fahrzeugsteckdose während der
Energieübertragung zu kühlen. Dadurch können flexiblere Kabel mit
kleinerem Querschnitt eingesetzt werden, die sich ähnlich wie heutige
Kraftstoffschläuche handhaben lassen. “FastCharge” setzt
dabei auf Stecker und Standards des Combined Charging System (CCS),
das sich bereits heute im Alltag serienmäßiger Elektrofahrzeuge
bewährt. Dadurch ist beispielsweise auch sichergestellt, dass
Fahrzeuge mit geringerem Strom- und Spannungsbedarf problemlos an den
Schnellladestationen versorgt werden können.
Das Gemeinschaftsprojekt untersucht alle Aspekte des Schnellladens in
der Praxis mit dem Ziel, die erforderlichen Technologien industriell
einzuführen. Neben der Leistungssteigerung beim Laden werden daher
ebenfalls Grundlagen und Prozesse für den Betrieb von
Ultraschnellladesystemen inklusive automatisiertem Anmelde- und
Abrechnungsprozess für den Kunden erforscht. Die Abdeckung der
gesamten Wertschöpfungskette ist durch die verschiedenen
Projektpartner gewährleistet. Bereits im kommenden Jahr soll das
Gesamtsystem in Prototypen umgesetzt und der Öffentlichkeit
vorgestellt werden. FastCharge liefert damit einen wichtigen Beitrag
zur Steigerung der Langstreckentauglichkeit und somit Akzeptanz
batterieelektrischer Fahrzeuge.

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