NABU und Alnatura retten fast 10.000 Hektar Boden

By   /  December 6, 2017  /  Comments Off on NABU und Alnatura retten fast 10.000 Hektar Boden

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

Headline: NABU und Alnatura retten fast 10.000 Hektar Boden

Finanzielle Förderung von Landwirte ist unverzichtbar

Anlässlich des internationalen Weltbodentags warnt der NABU vor zunehmenden Belastungen der Böden in Deutschland. Gemeinsam mit Alnatura steigert er nun den Anteil an Bio-Anbaufläche – denn gesunde Böden sind für die Erzeugung von Lebensmittel unverzichtbar.

NABU und Alnatura retten Böden. – Foto: Florian Schöne

05. Dezemeber 2017 – Tag für Tag gehen 66 Hektar wertvolle Fläche für Verkehr und Wohnungsbau verloren – das ist mehr als doppelt so viel als sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat. Dafür ist aber das komplexe Ökosystem Boden steigenden Gefahren ausgesetzt, die Folgen sind beispielsweise lokale Überschwemmungen bei starken Regenfällen und ein niedriger Vorrat an Grundwasser. Um möglichst viel landwirtschaftlich nutzbaren Boden zu sichern, hat der NABU, unterstützt durch die Alnatura Bio-Bauern-Initiative, das Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ ins Leben gerufen. Damit bietet der Natur- und Umweltschutzsverband Landwirten finanzielle Unterstützung, wenn sie von konventioneller auf ökologische Bewirtschaftung umstellen wollen. Für die Böden ist dies ein Gewinn: Sie werden künftig nicht mehr synthetisch gedüngt oder mit Pestiziden behandelt. Seit Start des Projekts konnten bereits mehr als 9.500 Hektar umgestellt werden – umgerechnet über 13.000 Fußballfelder. Alle 42 bislang ausgezeichneten Betriebe stellen NABU und Alnatura erstmals auf einer interaktiven Karte vor – dort sind vom Walnussbauer in Hessen bis zum Schweinehalter in Schleswig-Holstein sämtliche Neu-Bio-Landwirte und ihre hochwertig erzeugten Produkte zu finden.

Raps – Foto: Ingo Ludwichowski

Für viele Landwirte ist eine Anschubfinanzierung während der Umstellung auf Bio-Landwirtschaft unverzichtbar, denn in Deutschland wird es zunehmend schwerer, regionale Lebensmittel zu erzeugen und zu vermarkten. Denn seit Jahren steigen die Pachtpreise für Ackerland, gleichzeitig sinken oftmals die Erlöse, die Landwirte für ihre Produkte erzielen können. Ein Umstieg auf Bio-Produktion fällt daher oft schwer, da die Erzeuger während der Umstellungsphase noch nicht die höheren Preise für Bio-Lebensmittel erzielen können und insbesondere in der Tierhaltung hohe Investitionskosten anfallen.Mit der Initiative „Gemeinsam Boden gut machen“ leistet der NABU einen Beitrag für die Steigerung der Bio-Anbaufläche in Deutschland. Bis 2020 soll dieser nach dem Wunsch der Bundesregierung bei 20 Prozent liegen. Doch davon ist Deutschland noch weit entfernt. Der Anteil biologisch bewirtschafteter Flächen liegt derzeit lediglich bei sieben Prozent.

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